Junioren Wintermeisterschaft

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Sandra Boller

Der Wettkampf-Chef hat das Wort

Der Wettkampf hat eine sehr hohe Bedeutung für den Schiesssport und hat einen sehr hohen Stellenwert bei den Schützen und den Verbänden, die Teilnehmerzahl stieg in den letzen Jahren kontinuierlich. Das Wettkampfprogramm ist vollumfänglich auf das Sportschiessen ausgerichtet, ein Ausbau des Angebots für Jugendliche ab 10 Jahren wäre möglich. Der Wettkampf trägt sehr viel zur Nachwuchsförderung bei. Der Wettkampf ist für Junioren mit den drei Heim-Programmen und dem Final sehr geeignet.

Geschichtliches
von Egon Colpi

Nach Abschluss meiner Trainer Ausbildung (damals NKES, heute Swissolympic) wurde ich nach dem damals neuen Ausbildungskonzept (Stutz) als Junioren-Trainer Langwaffen eingesetzt. Da sehr wenig an vergleichbaren Wettkämpfen mit dem Luftgewehr vorhanden waren versuchte ich mein Thema meiner Diplomarbeit Schiessen in drei Stufen, angelehnt an die Ausbildung Jugend und Sport, in die Praxis umzusetzen.

Als junges Mitglied (32) der Match- und Luftgewehrkommission unter der Leitung von Walter Isler und des neuen Verbandspräsidenten Emile Zäch, der damals sehr fortschrittlich die Kommissionen umbaute (neu hatte jeder einen Verantwortungsbereich). Es gab nicht mehr nur Kommissions-Mitglieder, jeder hatte nun ein Ressort. Das gefiel uns, und wir legten uns ins Zeug. Das war damals nicht so selbstverständlich. Das waren noch Zeiten, wo eher diktatorische Führungssysteme Gültigkeit hatten.

Es sollte einen Wettkampf geben, der wenig kostet, den jeder junge Schütze, vom Anfänger bis zum gut ausgebildeten Junior schiessen konnte. Der Schütze sollte über die Wintersaison gut beschäftigt sein und konnte sich dann für einen schweizerischen Finalwettkampf qualifizieren. Ich entwarf das Programm Junioren-Wintermeisterschaft. Es bestand aus drei Trefferprogrammen auf die Junioren Scheibe und drei Match-Programmen zu je 40 Schüssen auf die UIT Scheibe. Geschossen wurde anfänglich in zwei, später in drei Kategorien.

Die Junioren Wintermeisterschaft war über Jahre ein Renner, wurde den auch von den Ausbildnern sehr geschätzt. Sie wurde in kurzer Zeit zur Fundgrube der neuen Talente. Alle was Namen hatte, hatte die ersten Schritte und Wettkampf-Erfahrung bei den Juniorenmeisterschaft erworben. Mit diesen Resultaten waren wir in der Lage die Talente sehr gut zu erfassen. Ebenso wusste man, wo gut gearbeitet wurde. Noch etwas war wichtig, jeder konnte die Meisterschaft bei mir direkt lösen. Das hatte folgende Wirkung, ein etwas passiver Trainer konnte so nicht verhindern, dass aktive Jugendliche eine Teilnahme verpassten.

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