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150. Rütlischiessen Gewehr

Gelungener Anlass auf dem Rütli

08.11.2012 - Seit dem Jahr 2001 wurden am Rütlischiessen nie mehr derart hohe Resultate erzielt wie an der 150. Auflage am Mittwoch 2012 vor Martini. Mit je 88 Punkten (Maximum 90) schwangen mit dem Gewehr der Aargauer Armin Köchli (Gastsektionen) und der Nidwaldner Thade Scheuber (Rütlisektionen) obenaus.

Routinier Köchli verbuchte bei guten bis sehr guten Bedingungen in der abschliessenden Serie nochmals eine 4, womit der 55-Jährige die absolute Bestleistung von 89 Punkten von Georges Rollier (1980), Adolf Infanger (1987), Pierre-Alain Dufaux (1987) und Ruedi Abächerli (1999)  nur knapp verpasste.

       

 Die beiden Sieger: links Thade Scheuber (Rütlisektionen) und rechts Armin Köchli (Gastsektionen).

Altmeister Dufaux war mit den Sportschützen Tafers (Gastsektion) erneut mit von der Partie und wartete mit 81 Punkten erneut mit einer respektablen Leistung auf, Bechergewinner aus Tafers wurde mit Norbert Sturny (84) ein anderer Schütze mit grosser Reputation. Für Tafers schossen auch die aktuellen Schweizer Olympia-Teilnehmer Simon Beyeler (80) und Pascal Loretan (75).

Beyeler mass der Teilnahme am 150. Rütlischiessen grosse Bedeutung zu. «Wir schätzen die Basis sehr. Wir wollen nicht nur von der Basis profitieren», sagte der Weltklasse-Schütze. Auch die Vorbereitung nahm Beyeler wichtig. Am Nachmittag nach der Rückkehr vom Weltcup-Finale in Bangkok begab er sich schon den Schiessstand, um die für ihn ungewohnte Disziplin mit dem Sturmgewehr 90 zu üben. Es war jener Samstag, an dem der erste grosse Schnee die Schweiz heimgesucht hatte.

 

Die erfolgreichen Schützen aus Tafers.

Auf der Rütliwiese fühlte sich Beyeler mit seinen Taferser Kollegen sehr wohl. «Wir sassen mit vielen anderen Teilnehmern und Sektionen zusammen und tauschten uns aus. Das war super schön. Ich bin einer, dem die Tradition viel bedeutet. Viele kannten mein Gesicht nicht, aber meinen Namen umso besser», sagte Beyeler. Als die Taferser an der Reihe waren, fanden sich sehr viele Zuschauer beim Schiessplatz ein. Beyeler war wie Loretan, der mit dem Karabiner schoss, das erste Mal am Rütlischiessen.

Selbstredend führte Tafers auch die Schlussrangliste der Gastsektionen an. Vor Köchli und dem 28-jährigen Scheuber hatte letztmals Beat Niederberger aus Dallenwil 2001 88 Punkte erreicht, obschon es damals laut Protokoll regnerisch und trüb war.

Gastsektionen-Sieger Köchli rechnete sich im Vorfeld des 150. Rütlischiessens einiges aus: «Im Training machte ich 86 Punkte. Ich wusste, wenn ich gleich schiesse, gut beginne und die Bedingungen stimmen, sollte einiges möglich sein. Aber mit dem Sieg kann man natürlich nie rechnen.»

Insgesamt wurden 1150 Schützinnen und Schützen klassiert. Etwa ebenso viele Zuschauer fanden sich auf der Rütliwiese ein.  Es nahmen auch Schützen aus Kanada, Südafrika, Österreich, Frankreich und Italien teil. Die Bundesgaben übergab Pius Segmüller, der Chef SAT (Schiesswesen und ausserdienstliche Tätigkeit) in der Schweizer Armee und ehemalige Kommandant der Schweizer Garde. Die Vorortsektion 2013 ist Uri. Vorortsektion 2012 war Schwyz.

Die Festansprache hielt der Schwyzer Landammann Walter Stählin. «Schiessen ist mehr als Brauchtum, es hat einen viel grösseren Wert für unser Land. Nur wer mit sich im Reinen ist, kann das Ziel treffen. Das gilt auch für die Politik», sagte der Bildungsdirektor.

 

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