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Höri und Uster heissen die Ostschweizer Mannschaftsmeister

A-Final (v.l.): Standschützen Oberwinterthur,<br> SV Höri, Inf. SV Gonten
A-Final (v.l.): Standschützen Oberwinterthur,
SV Höri, Inf. SV Gonten

06.11.2017 - 286 Mannschaften aus der ganzen Ostschweiz haben während des Sommers in vier Runden darum gekämpft, am Finale in Chur teilnehmen zu dürfen. 38 von ihnen durften am Samstag in der Bündner Hauptstadt den Mannschaftsmeister ermitteln.

Schiessen ist eine Sportart, bei der auch die Wetterbedingungen eine Rolle spielen. All jene, die sich für das Finale der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft in diesem Jahr qualifiziert hatten, überlegten deshalb zu Recht, wie dieser Wettkampf wohl enden würde. Denn das diesjährige Finale wurde in Chur ausgetragen und dies an einem Tag, an dem man mit dem Spielverderber Föhn zu rechnen hatte. Beim vormittäglichen B- und C-Finale hielt er sich zurück, dafür hatte der eine oder andere etwas klamme Finger. Am Nachmittag gab es die eine oder andere Böe. Im Allgemeinen hatten aber alle Gruppen die gleichen, fairen Bedingungen. Ob mit dem Gewehr oder der Pistole, jeder Finalteilnehmer gab sein Bestes. Denn dies ist ein Wettkampf, bei dem es nicht um gute Einzelresultate geht, sondern um die Mannschaftsleistung. Aber auch wenn es nicht allen zu einem Podestplatz reichen kann, sich für dieses Finale qualifiziert zu haben, ist für jeden Finalteilnehmer bereits eine bemerkenswerte Leistung.  

 

Haldenstein mit zwei Mannschaften am Start

Die Verantwortlichen der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft hatten es bezüglich Organisation in diesem Jahr einfach, konnten doch sowohl die Gewehr- als auch die Pistolenmannschaften auf demselben Wettkampfplatz antreten. OMM-Präsident Josef Dürr konnte beim abendlichen Absenden denn auch auf einen perfekt verlaufenen Finaltag zurückblicken. Am Vormittag wurden, in diesem Jahr bereits zum achten Mal, der B- und der C-Final ausgetragen. In der Kategorie Gewehr gewann die Schützengesellschaft Kyburg den B-Final mit 1538 Punkten vor der SG Haldenstein, die 1525 Punkte ergattern konnten. Weitere sieben Punkte weniger erzielte die Mannschaft der SG Bettwiesen. Im C-Final waren es nur gerade fünf Punkte, die den Sieger, die Feldschützen Heiden vom Zweitplatzierten, dem SV Pontresina trennten. Die FSG Sargans klassierte sich mit 1508 Punkten und damit nur einem Punkt weniger als die Bündner, auf dem dritten Rang. Bemerkenswert ist, dass die SG Haldenstein an diesem Tag gleich zwei Mannschaften am Start hatte.  

Ebenfalls am Vormittag standen im Pistolenstand fünf Mannschaften im Einsatz. Hier konnten die je fünf Pistolenschützen aus Diessenhofen insgesamt 913 Punkte erzielen. Dies reichte für einen sicheren Sieg im B-Final. 21 Punkte weniger erzielten nämlich die Ustermer Pistolenschützen. Sie konnten sich aber dank eines Punktes mehr als die Gegner aus St. Margrethen auf den zweiten Podestplatz stellen.

Wer an der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft, an der insgesamt mehr als 2000 Schützen teilnehmen, mitmacht, möchte natürlich auch einmal eine Liga höher antreten können. Dieses Ziel haben der SV Eggerstanden und die SG Haldenstein in diesem Jahr geschafft. „Die Konkurrenz muss sich nun warm anziehen, sind es doch im kommenden Jahr drei Mannschaften aus dem Kanton Appenzell-Innerrhoden, die in der obersten Liga mitmischen“, rief Josef Dürr die restlichen Teams zum Kämpfen auf. Für den SV Embrach-Lufingen und die FSG Felsberg heisst es dagegen, nach nur einem Jahr wieder eine Liga tiefer anzutreten. Bei den Pistolenschützen wären es jene aus Uster und St. Margrethen, die sich im kommenden Jahr wieder auf A-Niveau behaupten dürfen oder müssen. Da aber Uster bereits eine Mannschaft in der obersten Liga bereitstellt, klettert St.Fiden-St. Gallen an deren Stelle eine Liga höher. Kloten und Andelfingen werden im kommenden Jahr aber sicher alles versuchen, um wieder aufsteigen zu können.
 

A-Final Pistole (v.l.): PS Weinfelden - PS Uster - PSV Nieder-
weningen

 

Zürcher Mannschaften gewinnen Meistertitel

Am Nachmittag ging es im A-Final um den Meistertitel. Zudem wurden die besten Nachwuchssteams ermittelt. Einmal mehr war es Höri, das die Rangliste anführte. Die Zürcher haben mit 1545 Punkten den Oberwinterthurer Standschützen ein Dutzend Punkte abgeknöpft. Diese wiederum hatten nur noch einen winzigen Vorsprung von drei Punkten auf den Infanterie Schützenverein Gonten, der sich in diesem Jahr die Bronzemedaille umhängen lassen durfte. Wegen zwei Treffern haben die Mitglieder der SG Clanx das Podest verpasst. Die SG Betzholz Hinwil und die SG Tell Gams waren die weiteren Finalteilnehmer.

Auch über die 50-Meter Distanz hatte ein Zürcherteam die Nase vorn. Die SG Uster gewinnt mit 954 Punkten vor der Pistolensektion aus Weinfelden (935) und dem Pistolenschiessverein Niederweningen (928). Neun Punkte fehlten den Sargansern auf einen Podestplatz.

 

St. Galler Nachwuchs an der Spitze

Im Nachwuchsbereich hatten allerdings die St. Galler die Nase vorn. Mit 922 Punkten gewannen im Gewehrbereich die Wiler Stadtschützen, die SG Mauren-Berg folgt mit 22 Punkten weniger auf dem zweiten Rang. 874 Punkte erreichte Bülach. Diese Punktzahl erreichten auch die Sportschützen Neckertal. Dem Nachwuchs aus Balterswil-Ifwil und Oetwil am See blieben die weiteren Ränge. Bei den Pistolenschützen hiess es einmal mehr der Sieg geht an die Sportschützen St.Fiden-St. Gallen. 886 Punkte und damit 18 mehr als der Frauenfelder Nachwuchs reichten zur Goldmedaille. Dritte wurden die Andelfinger mit 928 Punkten. Ein weiteres Team aus Frauenfeld hatte sich ebenfalls für dieses Finale qualifizieren können. Vor allem im Nachwuchsbereich könnten mehr Teilnehmer angemeldet werden. Josef Dürr forderte die Verantwortlichen dazu auf, diesem Wettkampf, der für den Nachwuchs kostenlos ist, mehr Beachtung zu schenken. Der 20. Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaftsfinal wird am 10. November 2018 in Wil ausgetragen. (Beatrice Bollhalder)

Vollständige Rangliste unter www.omm-info.ch


 

A-Final Gewehr Nachwuchs v.l.): SG Mauren-Berg - Stadtschützen Wil (MS Bülach fehlt) A-Final Pistole Nachwuchs (v.l.) PS Frauenfeld - PS St.Fiden-St.Gallen - PS Andelfingen

 

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