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RIAC 2017, 13. bis 16. Dezember 2017

Nina Christen überragt alle

Daumen hoch für Nina Christen: <br>Die Nidwaldnerin sicherte sich am <br>RIAC Luxemburg dreimal Gold.
Daumen hoch für Nina Christen:
Die Nidwaldnerin sicherte sich am
RIAC Luxemburg dreimal Gold.

16.12.2017 - Das Schweizer Team hat am RIAC Luxemburg überzeugt. Aus einem starken Kollektiv ragen Nina Christen, Julia Oberholzer, Anna Bastian und Jason Solari heraus.



Wettkampfprogramm

Resultate RIAC 1 (14.12.17)
Resultate RIAC 2 (15.12.17)
Resultate RIAC Ibis Cup (16.12.17)

 

Klar: der RIAC Luxemburg ist nicht so gut besetzt wie ein Weltcup. Final- und Podestplätze durften deshalb von den Schweizer Schützinnen und Schützen erwartet werden. Die meisten wurden diesen Erwartungen an den drei Wettkampftagen vom 14. bis 16. Dezember gerecht. Allen voran Nina Christen: Die Wolfenschiesserin siegte mit dem Luftgewehr dreimal und belegte in der Qualifikation zweimal den Spitzenplatz und einmal Rang 3. Mit 252.5 Punkten stellte sie zudem einen neuen Final-Schweizerrekord auf. Der aktuell gültige Weltrekord liegt übrigens bei 252.1 Punkten. Leider zählt das Resultat am RIAC nicht für die Weltrekordliste. Weitere Podestplätze gab es bei den Frauen keine. Petra Lustenberger und Andrea Brühlmann konnten sich immerhin je einmal für den Final qualifizieren. Irene Beyeler und Vanessa Hofstetter gingen leer aus.

Mit einer hervorragenden Bilanz und viel Selbstvertrauen im Gepäck kann auch Julia Oberholzer abreisen. Die Juniorin qualifizierte sich mit dem Luftgewehr dreimal für den Final und belegte einmal den zweiten Rang. Herausragend war insbesondere ihre Leistung in der Qualifikation am letzten Wettkampftag. Erstmals schossen die Frauen und Juniorinnen am RIAC eine Qualifikation über 60 Schuss – gleich viele wie die Männer. Und Julia Oberholzer legte die Latte bei der Premiere sehr hoch: mit 630.4 Punkten schoss sie ein Weltklasseresultat. Zum Vergleich: der aktuelle Schweizerrekord der Männer liegt bei 629.2 Zählern. Leider gilt der Fabelwert von Julia Oberholzer nicht als Schweizerrekord. Die Qualifikation über 60 Schuss für Frauen und Juniorinnen ist vom Internationalen Schiesssportverband (ISSF) erst ab dem 1. Januar 2018 offiziell anerkannt. Der SSV darf die am RIAC Luxemberg von den Frauen und Juniorinnen geschossenen Qualifikationsleistungen deshalb nicht als Rekorde registrieren. Von den vier weiteren Juniorinnen konnten sich Lisa Suremann (zweimal) sowie Sarina Hitz und Chiara Leone (je einmal) für einen Final qualifizieren. Kim Sturny, die erstmal an einem internationalen Wettkampf teilnahm, schaffte diesen Sprung nicht.

Einen starken RIAC Luxemburg zeigte auch Anna Bastian. Die Pistolen-Juniorin gewann dreimal die Qualifikation und belegte in den Finals die Ränge 1, 5 und 7. Ebenfalls dreimal im Final stand Pistolen-Junior Jason Solari. Er sicherte sich eine Gold- und eine Bronzemedaille und musste einmal mit dem vierten Rang vorliebnehmen.

Überzeugend fiel auch die Leistung der drei Schweizer Pistolenschützinnen aus. Zur Krönung fehlte nur ein Sieg: Heidi Diethelm Gerber sicherte sich Silber und Bronze und gewann zweimal die Qualifikation, Sandra Stark durfte sich zweimal Silber umhängen lassen. Mit Rebecca Villiger stand auch die jüngste Athletin dreimal im Final. Eine Medaille blieb der Sankt Gallerin verwehrt. Knapp an den Medaillen vorbei schrammten auch die Schweizer Männer. Steve Demierre, Sandro Loetscher und Dylan Diethelm mussten sich in den Luftpistolen-Wettkämpfen der ukrainischen Übermacht geschlagen geben. Drei Finalplätze mit den Schlussrängen 4 (Steve Demierre und Sandro Loetscher) sowie 5 (Steve Demierre) waren die Ausbeute des Schweizer Trios.

Teamleader bei den Gewehr-Junioren war am RIAC Luxemburg der Schattdorfer Fabio Wyrsch. Er qualifizierte sich dreimal für den Final und konnte sich einmal Gold umhängen lassen. Zweimal im Final stand auch Lukas Roth. Sven Riedo qualifizierte sich einmal für die Endausmarchung und vermochte dort zu überzeugen: Der Fribourger sicherte sich Bronze. Ohne Finalplatz blieb Ludovic Rohrbasser. Bei den Gewehr-Männern ragte Jan Lochbihler aus dem Kollektiv heraus. Er gewann einmal die Qualifikation, stand zweimal im Final und konnte sich immerhin eine Silbermedaille sichern. Christoph Dürr konnte sich einmal für den Final qualifizieren und wurde Vierter. Pascal Bachmann, Sandro Greuter und Pascal Loretan verpassten die besten acht Ränge an allen drei Wettkämpfen.

 


Berichterstattung vom 16.12.17

Drittes Gold für Nina Christen

Die Schweizer Schützen knüpften am dritten Wettkampftag am RIAC Luxemburg an die Leistungen der Vortage an: Nina Christen, Jan Lochbihler, Jason Solari, Heidi Diethelm Gerber und Sandra Stark standen auf dem Podest.

 

An Nina Christen führte am RIAC Luxemburg kein Weg vorbei: Dreimal trat die Nidwaldnerin an, dreimal gewann sie Gold. Auch am dritten und letzten Tag zeigte die Luftgewehrschützin im Final keine Nerven. Christen siegte mit 249.9 Punkten und verwies die Polin Aneta Stankiewicz um 0.7 Zähler auf Rang 2. Die zweite Schweizerin im Final, die Luzernerin Petra Lustenberger, musste sich mit dem vierten Rang zufrieden geben, nachdem sie in der Qualifikation mit 626.0 Punkten zu überzeugen vermochte. Die Rothenburgerin qualifizierte sich als Zweite für die Endausmarchung. Keine Chance auf eine Finalqualifikation hatten die anderen drei Schweizerinnen. Andrea Brühlmann belegte mit 620.1 Punkten den 12. Rang. Irene Beyeler (18., 617.1) und Vanessa Hofstetter (20., 616.1) landeten noch etwas weiter hinten.

Eine Weltklasseleistung zeigte Julia Oberholzer. Die Zürcher Gewehr-Juniorin brillierte in der Qualifikation mit 630.4 Punkten. Zum Vergleich: der aktuelle Schweizerrekord der Männer steht bei 629.2 Punkten. Leider konnte Oberholzer diese Pace im Final nicht mehr ganz durchziehen. Sie musste sich mit Rang 5 zufrieden geben. Einen Rang besser klassiert war Lisa Suremann (Mönchaltorf). Die Zürcherin hatte sich als Sechste für den Finaldurchgang qualifiziert. Die restlichen drei Schweizerinnen konnten im Kampf um die Medaillen nicht mitreden. Beste war Kim Sturny als 13. (614.2). Chiara Leone und Sarina Hitz folgten mit je 613.6 Punkten auf den Rängen 15 und 16.

Eine Medaille zum Abschluss des RIAC gab es für Jan Lochbihler. Der Solothurner belegte im Luftgewehr-Final den zweiten Platz (246.6) hinter dem Deutschen David Koenders. Christoph Dürr (Gams) schrammte als Vierter knapp an den Medaillen vorbei. In der Qualifikation war Lochbihler mit 627.5 Zählern der Beste, Dürr qualifizierte sich als Achter (620.5) für die Endausmarchung. Pascal Bachmann folgte mit 617.6 Punkten auf Rang zwölf, gefolgt vom punktgleichen Sandro Greuter auf Rang 13. Nicht auf Touren kam Pascal Loretan. Mit 611.1 Punkten belegte er den 21. Platz.

 

Jan Lochbihler (links auf dem Podest) gewann zum Abschluss des RIAC Luxemburg Silber.

 

Ohne Edelmetall blieben die Gewehr-Junioren. Lukas Roth belegte als bester Schweizer den fünften Rang. Fabio Wyrsch folgt dicht dahinter auf Rang 7. Sven Riedo als Zehnter (611.8) und Ludovic Rohrbasser auf Rang 12 (610.2) waren ohne Finalchance.

Beste Schweizer Pistolenschützin war am dritten und letzten Wettkampftag am RIAC Luxemburg Sandra Stark (Münchwilen). Die Thurgauerin qualifizierte sich als Sechste souverän für den Final Pistole 10m und konnte sich dort steigern. Mit 238.9 Punkten musste sie sich lediglich der Ukrainerin Oksana Kovalchuk (241.0) geschlagen geben. Auf Rang 3 folgte mit Heidi Diethelm Gerber (216.8) bereits die nächste Schweizerin. Die Märstetterin hatte die Qualifikation mit 567 Punkten gewonnen. Die gute Schweizer Bilanz rundete Rebecca Villiger (Bad Ragaz) auf Rang vier ab (194.1). Die junge St. Gallerin hatte sich als Achte knapp für den Final qualifiziert.

 

Zwei Schweizerinnen auf dem Podest: Sandra Stark (links) wurde Zweite vor Heidi Diethelm Gerber (rechts). Der Sieg ging an Oksana Kovalchuk.

 

Erneut auf dem Podest stand Jason Solari (Malvaglia). Nach seinem Sieg am Freitag belegte er am Samstag bei den Junioren mit der Luftpistole den hervorragenden dritten Rang (218.7). Einen Platz weiter oben auf dem Podest vergab er in den ersten zehn Schüssen. Danach holte er Rang um Rang auf. In der Qualifikation hatte der junge Tessiner dominiert. Er erzielte 572 Punkte, 9 mehr als der erste Verfolger.

 

Nach dem Sieg am Freitag belegte Jason Solari (rechts) am Samstag den guten dritten Rang.

 

Ohne Edelmetall blieb Steve Demierre (Auboranges). Mit 197.3 Punkten belegte er im Luftpistolen-Final der Männer den vierten Rang. In der Qualifikation hatte er überzeugt: Er erzielte 574 Punkte, wobei er mit einer 100er-Serie ausschoss. Der Sieg ging an den Ukrainer Pavlo Korostylov, der mit dem letzten Schuss Landsmann Oleg Omelchuk abfing. Dylan Diethelm (Weinfelden) und Sandro Loetscher (Gelterkinden) mussten sich bereits in der Qualifikation geschlagen geben. Diethelm belegte mit 569 Punkten den 13. Rang, Loetscher wurde mit 567 Zählern 15.

Nicht nach Wunsch lief der Luftpistolen-Final für Juniorin Anna Bastian (Villaz-Saint-Pierre). Mit Wertungen von 7.6 und 8.9 verabschiedete sie sich als Siebte aus der Entscheidung. In der Qualifikation liess sie ihre Klasse aufblitzen: Mit 563 Punkten belegte sie den ersten Rang. (van)

 


Berichterstattung vom 15.12.17

Dreimal Gold für die Schweiz

Am 2. Wettkampftag des RIAC in Luxemburg doppelte Nina Christen nach und holte nach ihrem gestrigen Sieg erneut Gold mit dem Luftgewehr. Zudem gewann Juniorin Julia Oberholzer die Silbermedaille. Auch bei den Junioren durfte im Schweizer Lager gejubelt werden: Fabio Wyrsch gewann ebenfalls Gold, Teamkollege Sven Riedo darf sich über Bronze freuen. Heidi Diethelm Gerber liess bei ihrem zweiten Einsatz nichts anbrennen und sicherte sich Silber mit der Luftpistole. Für die dritte Goldmedaille sorgte schliesslich der junge Pistolenschütze Jason Solari – dies an seinem ersten internationalen Wettkampf.


Kein Zweifel, der RIAC liegt Nina Christen: Nachdem die Nidwaldnerin bereits am gestrigen Wettkampfauftakt Gold holte – und dabei ihren eigenen Schweizerrekord verbesserte – gewann sie am Freitagmittag, 15.12. erneut die Goldmedaille (250.5). In den Final zog sie ebenso wie am ersten Wettkampftag souverän als Erstplatzierte der Qualifikation ein (628.1). In der Schlussrunde der besten Acht verwies Christen die Ukrainerin Anna Ilina und Jennifer McIntosh (GB) auf die Ränge zwei und drei. Insgesamt überzeugten die Schweizer Luftgewehrschützinnen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung: Petra Lustenberger klassierte sich in der Qualifikation auf Rang neun – und verpasste mit gerade mal einem Zehntel Rückstand nur haarscharf die Finalteilnahme. Dicht dahinter – mit ebenfalls nur einem Zehntel Rückstand auf ihre Teamkollegin – folgt Andrea Brühlmann. Die Resultate der beiden weiteren Schweizerinnen: Irene Beyeler belegte Rang 16 mit 618.2 Punkten, Vanessa Hofstetter schoss 611.2 Zähler (Platz 22).

Die Juniorinnen Luftgewehr überzeugten: Nach ihrem gestrigen vierten Rang legte Julia Oberholzer eine Schippe drauf und holte Edelmetall: Im Final erzielte die Neftenbacherin 249.4 Punkte, was den Gewinn der Silbermedaille bedeutete. Chiara Leone wurde gute Sechste (162.6 ), nachdem sie die Qualifikation noch als beste Schweizerin auf Rang drei beendete (622). Die Resultate der drei weiteren Juniorinnen lauten wie folgt: Lisa Suremann klassierte sich auf Rang 9 (617.7), gefolgt von Sarina Hitz (11./615.8) und Kim Sturny (23./604.9).
 

Schaffte den Sprung aufs Podest und
holte sich Silber: Julia Oberholzer (links)

 

Einzig bei den Herren Luftgewehr sollte es heute für keinen der Eidgenossen für einen Einzug ins Finale reichen: Bester Schweizer wurde Jan Lochbihler auf Rang 9. Dem Solothurner war am zweiten Wettkampftag Fortuna nicht hold: Fünf Zehntel fehlten auf Rang 8 und somit auf die Finalteilnahme. Christoph Dürr wurde erneut zweitbester Schweizer Schütze mit 620.1 Zählern (Rang 12). Die Klassierungen der weiteren Schweizer: Pascal Loretan schoss 619  Punkte (Rang 14), gefolgt von Sandro Greuter (615.6 Punkte/Rang 18) und Pascal Bachmann auf Rang 24 mit 612.8 Zählern.

Grund zu grosser Freude gab es bei den Junioren:  Gleich zwei Eidgenossen schafften den Sprung aufs Podest: Fabio Wyrsch holte sich Gold (246.5), Sven Riedo (224.3) sicherte sich Bronze. Lukas Roth erzielte in der Qualifikation 612.7 Punkte (Rang 10), der vierte Schweizer Junior im Bunde, Ludovic Rohrbasser 610.6 (Rang 13).
 

Holten gleich zweimal Edelmetall für die Schweiz:
Sven Riedo (Bronze) und Fabio Wyrsch (Gold) (v.l.)

 

Am Freitnachmittag bestritten die Pistolenschützinnen ihren zweiten Wettbewerb: Nachdem es gestern nicht für den Sprung aufs Podest reichte, liess Heidi Diethelm Gerber am zweiten Wettkampftag nichts anbrennen und sicherte sich mit 234.1 Punkten Silber mit der Luftpistole. Bereits die Qualifikation meisterte die Märstetterin souverän und klassierte sich mit 568 Zählern auf Rang eins. Rebecca Villiger erzielte in der Qualifikation 562 Punkte (Rang vier) und bestritt ebenfalls den Final, den sie schliesslich mit 133 Zählern auf dem siebten Rang abschloss. Sandro Stark klassierte sich mit 553 Zählern auf Rang 13.
Juniorin Anna Bastian liess in der Qualifikation die Konkurrenz hinter sich und schoss 571 Punkte, was Rang eins bedeutet – genau wie am gestrigen Wettkampfauftakt, nur diesmal mit zwei Zählern mehr. Diesmal sollte es aber im Gegensatz zu gestern nicht für den Sprung aufs Podest oder gar Gold reichen – die 15-jährige Nachwuchshoffnung wurde schliesslich mit 170.8 Punkten sehr gute Fünfte.

Strahlende Silbermedaillengewinnerin: Heidi Diethelm Gerber


Bei den Männern Pistole war es Steve Demierre, der sich in der Qualifikation mit 575 Punkten (Rang 7) für den Final qualifizieren konnte. Den Wettkampf der besten Acht beendete er mit 176 Zählern auf dem fünften Rang. Dylan Diethelm und Sandro Loetscher schossen in der Qualifikation beide je 569 Punkte, was die Ränge 14 und 15 bedeutete.

Das i-Tüpfelchen auf diesen für die Schweizer Schützinnen und Schützen erfolgreichen zweiten Wettkampfages setzte dann Junior Jason Solari. Nachdem der junge Tessiner bereits gestern mit seinem sehr guten vierten Rang gezeigt hatte, was in ihm steckt, legte er heute noch eine Schippe drauf – und holte sich Gold mit 235.5 Punkten.
«Das erste Mal an einem IWK einen Final zu gewinnen ist natürlich schon ein besonderer Moment», sagt Claudia Loher, Nationaltrainerin Pistole. Das sorge für das nötige und unabdingbare Selbstvertrauen.
 

Gewann an seinem ersten internationalen Wett-
kampf gleich Gold: Jason Solari (Bildmitte)


 

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Berichterstattung vom 14.12.17

Siege für die Damen

Der RIAC in Luxemburg ist eröffnet – und die Schweizer Luftpistolenschützinnen starteten hervorragend. Sandra Stark holte Silber, Heidi Diethelm Gerber wurde Sechste, gefolgt von Rebecca Villiger – dies bedeutet Gold im Teamwettbewerb. Siegerin im Final Damen Junioren wurde Anna Bastian. Am Abend legten die Damen Gewehr nach – und wie: Nina Christen holte Gold und gewann den Wettkampf mit neuem Schweizerrekord. Die Damen siegten auch im Teamwettbewerb. 

Am Donnerstagmorgen, 14.12 2017, eröffneten die Pistolenschützinnen den Wettkampf am RIAC in Luxemburg. Die Wettbewerbe dauern bis und mit Samstag, 16. Dezember 2017 und zählen als Selektion der Schweizer Elite und Junioren für die Luftdruck-Europameisterschaften in Györ (HUN) im Februar 2018.

Bereits in der Qualifikation legten die Schweizerinnen vor: Rebecca Villiger (569 Punkte/Rang 1), Heidi Diethelm-Gerber (564 Punkte/Rang 5) und Sandra Stark (561 Punkte/Rang 8) qualifizierten sich so uniso für den Finale. Hier drehte Stark den Hebel um und überholte ihre Teamkameradinnen: Mit 237.3 Punkten holte sich die Thurgauerin Silber, gefolgt von Diethelm Gerber auf Rang sechs (153,7 Punkte) und Villiger (133,7 Punkte) auf Platz sieben. Mit dieser starken Leistung sicherten sich die Schweizer Schützinnen so den Sieg im Teamwettbewerb.

Mit ihren starken Leistungen sicherten sich die Schweizer-
innen den Sieg im Teamwettkampf Luftpistole.


Gold gibt es auch für Anna Bastian: Die 15-Jährige legte bereits in der Qualifikation vor und schoss 569 Zähler, was Rang Eins bedeutete. Im Finale schliesslich liess die junge Fribourgerin nichts anbrennen und verwies mit 231.3 Punkten die Schwedin Amanda Jägersvärd (226.9 Punkte) und die Belgierin Liselotte Janssen (210.6 Punkte) deutlich auf die Ränge Zwei und Drei.
Auf Bastian darf man weiterhin gespannt sein: Bereits am RIAC 2016 – ihrem ersten internationalen Einsatz überhaupt – holte sie sich zweimal Gold und einmal Bronze.

Das Podest Damen Luftpistole: Sandra Stark (links im Bild) gewann Silber. Bei den Juniorinnen holte sich Anna Bastian (Bildmitte) die Goldmedaille.


Bei den Männern war es einzig Sandro Loetscher, der sich mit 572 Punkten für den Final qualifizieren konnte.  Steve Demierre belegte mit 566 Zählern Rang 17, der dritte Schweizer Pistolenschütze im Bunde, Dylan Diethelm, beendete die Quali mit 558 Punkten auf Platz 28.
Im Final schliesslich erzielte Loetscher den guten vierten Rang mit 196.3 Punkten - dies bei einer mehr als namhaften Konkurrenz, wie etwa dem Zweitplatzierten Weltklasse-Schütze Oleg Omelchuk (239.9 Punkte).
Sehr erfreulich ist auch die Leistung des Juniors Jason Solari: In der Qualifikation mit 562 Punkten auf Rang vier, behauptete der junge Tessiner diese Platzierung auch im Finale. Er erzielte ein Total von 191,6 Zählern. 

P.S.: Die hohe Punktzahl der Schweizer Schützinnen in der Quali erklärt sich übrigens wie folgt: Der Internationale Schiesssportverband (ISSF) erhöht auf den 1. Januar 2018 die Schusszahlen in den Frauen- sowie den Juniorinnen-Disziplinen und gleicht sie den Schusszahlen der Männer an. Der SSV übernimmt diese Anpassung in gewissen Wettkämpfen. Am RIAC nun wird dieses Novum bereits praktiziert: Die Frauen und die Juniorin bestritten mit der Luftpistole und dem Luftgewehr wie die Männer die Qualifikation über 60 Schuss.

Am Donnerstagabend griffen dann die Gewehrschützinnen ins Wettkampfgeschehen ein. Bereits mit dem ersten Platz in der Qualifikation (627.3) zog Nina Christen souverän in den Final ein. Dort legte sie noch einen Gang zu, siegte mit 252.5 Punkten und verbesserte ihren eigenen Schweizerrekord vom März dieses Jahres (251.5) nochmals. Doch damit nicht genug: Mit Andrea Brühlmann mischte eine weitere Eidgenossin im Final mit. Am Schluss klassierte sich die Thurgauerin auf Rang Acht.
Insgesamt überzeugten alle Schweizer Gewehrschützinnen: Irene Beyeler wurde in der Qualifikation Zehnte (619), dicht gefolgt von Petra Lustenberger auf Rang 11 mit gerade mal einem Zehntel Abstand und Vanessa Hofstetter auf dem 18. Rang (616.4).
Logisches Resultat der starken Mannschaftsleistung: die Goldmedaille im Teamwettbewerb.

Nina Christen (Bildmitte) holte Gold und verbesserte
ihren eigenen Schweizerrekord.

 

Auch die Juniorinnen zeigten, was in ihnen steckt: Gleich drei Schweizerinnen qualifizierten sich für den Finale. Julia Oberholzer wurde als Beste im Bunde Vierte mit 204.2 Punkten, gefolgt von Sarina Hitz (Rang 6/162.7) und Lisa Suremann (Rang 7/142). Chiara Leone (Rang 11/614.2) und Kim Sturny (Rang 22/607.6) rundeten in der Qualifikation die insgesamt sehr gute Mannschaftsleistung der Juniorinnen ab. Der Lohn: Bronze im Teamwettbewerb für das Trio Christen/Beyeler/Lustenberger.

Bronze im Team sicherten sich die Juniorinnen
Gewehr Lisa Suremann, Julia Oberholzer
und Chiara Leona (v.l.)

 

Bei den Herren Luftgewehr reichte es nicht fürs Podest: Als einziger der fünf Eidgenossen schaffte Jan Lochbihler den Einzug ins Finale. Dort klassierte er sich auf dem fünften Schlussrang mit 184.7 Punkten.
Christoph Dürr erzielte in der Qualifikation ein Total von 620.6 Zählern (Rang 11) – nur 0.8 Punkte fehlten zum Finaleinzug. Die Klassierungen der weiteren Schweizer: Pascal Bachmann erzielte 618.9 Punkte (Rang 16), gefolgt von Sandro Greuter (617.5 Punkte/Rang 17) und Pascal Loretan auf Rang 19 mit 616.4 Zählern. Lohn für diese geschlossen Mannschaftsleistung: Die Silbermedaille im Teamwettbewerb.

Silber im Team gab es für die Pistolenschützen (v.l. auf
Podest 2): Steve Demierre, Sandro Loetscher und Dylan
Diethelm

 


Bester Schweizer bei den Junioren wurde Lukas Roth auf Rang vier mit 202.3 Punkten, gefolgt von Fabio Wyrsch auf Rang fünf (183.7). Für die insgesamt sehr gute Mannschaftsleistung sorgten zudem in der Qualifikation Ludovic Rohrbasser (612 Punkte/Rang 11) und Sven Riedo (610.3 Punkte/Rang 12). Daraus resultierte schlussendlich die Silbermedaille im Teamwettbewerb frü das Trio Wyrsch/Rohrbasser/Riedo.

Silber im Teamwettbewerb für die Junioren. Im Bild (v.l.): Sven Riedo,
Fabio Wyrsch und Ludovic Rohrbasser (alle auf Podestplatz 2).


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Vorschau vom 24.11.2017

27 Schützen vertreten die Schweizer Farben in Luxemburg

27 Schützinnen und Schützen, davon 11 Junioren, werden am letzten internationalen Wettbewerb des Jahres am RIAC in Luxemburg antreten. Wichtiger als der Gewinn von Edelmetall werden jedoch die Resultate sein: Der Wettkampf zählt als Selektion der Schweizer Elite und Junioren für die Luftdruck-Europameisterschaften in Györ (HUN) im Februar 2018.

Die Wettkämpfe gehen am RIAC vom 14. bis 16. Dezember 2017 in Luxemburg über die Bühne. An den Wettbewerben macht die Elite der Luftgewehr-Schützinnen- und Schützen untereinander aus, wer die Schweiz an der EM in Györ im Februar 2018 vertreten darf. Auch bei den Pistolenschützinnen und –schützen geht es ums Ganze.

Jeweils die besten fünf Athletinnen und Athleten (Elite wie Junioren) der Shooting Masters vom 18. und 19. November 2017 qualifizierten sich für den Selektionswettkampf. Von diesen wiederum wurden diejenigen nicht aufgeboten, welche vom Leistungsniveau her keine realistische Chance hatten, das geforderte Durchschnittsresultat für die Selektion zur EM in Györ zu erreichen.

Bei den Frauen Luftgewehr kämpfen Nina Christen (Wolfenschiessen NW), Irene Beyeler (Schwarzenburg BE), Petra Lustenberger (Rothenburg LU), Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE) und Andrea Brühlmann (Arbon TG) um die drei begehrten Plätze.

Um die drei Startplätze bei den Männern kämpfen Jan Lochbihler (Holderbank SO), Pascal Loretan (Düdingen FR), Sandro Greuter (Heiligkreuz SG), Christoph Dürr (Gams SG) und Pascal Bachmann (Wila ZH). (Der ebenfalls qualifizierte Gilles Dufaux verzichtet auf einen Start am RIAC.)

Bei den Frauen Luftpistole nehmen drei Athletinnen an den Wettbewerben in Luxemburg teil. Es sind dies Heidi Diethelm Gerber (Märstetten TG), Sandra Stark (Münchwilen TG) und Rebecca Villiger (Bad Ragaz SG).

Beim letztjährigen RIAC in Luxemburg lief es vielversprechend für die Damen: Heidi Diethelm Gerber gewann je einmal Gold, Silber und Bronze. Sandra Stark holte bei ihrem Debüt auf internationaler Bühne gleich Gold. Und Rebecca Villiger beendete einen der Wettkämpfe auf dem dritten Rang, nachdem sie in der Qualifikation mit 384 Punkten ein Weltklasse-Resultat erzielt hatte. Zudem gewann das Team einen der Teamwettkämpfe.

Bei den Herren gehen Steve Demierre (Auboranges FR), Dylan Diethelm (Weinfelden TG) und Sandro Loetscher (Gelterkinden BL) am RIAC an den Start. 


Junioren sorgten am RIAC 2016 für Furore

Bei den Juniorinnen Luftgewehr kämpfen Julia Oberholzer (Neftenbach ZH), Chiara Leone (Frick AG), Lisa Suremann (Mönchaltdorf ZH), Sarina Hitz (Mauren TG) und Kim Sturny (Tafers FR) um die drei begehrten Plätze.
Am RIAC 2016 übrigens gewann Julia Oberholzer Gold, Lisa Suremann je einmal Gold und Silber. Zudem holten sich die Juniorinnen den Sieg in einem der Team-Wettkämpfe.

Gespannt sein darf man auch bei den Junioren Gewehr: Hier kämpfen Ludovic Rohrbasser (Neyruz FR), Fabio Wyrsch (Schattdorf UR), Sven Riedo (St. Ursen FR) und Lukas Roth (Rubigen BE) um die drei begehrten Plätze für die WM-Teilnahme in Györ. Gut an den letztjährigen RIAC wird sich Fabio Wyrsch erinnern: Damals gewann er Bronze.

Bei den Junioren Pistole vertreten in Luxemburg je ein Schütze respektive eine Schützin die Schweiz. Auf Anna Bastian (Villaz-Saint-Pierre FR) darf man ein besonderes Augenmerk legen. So holte sich die damals 14-Jährige am RIAC 2016 – ihrem ersten internationalen Einsatz überhaupt – zweimal Gold und einmal Bronze. Bei den Junioren geht Jason Solari (Malvaglia TI) für die Schweiz an den Start.
Marvin Flückiger (Zuzwil SG) und Frederik Zurschmide (Trogen AR) verzichten beide aus beruflichen Gründen auf die Teilnahme am RIAC.

Grundsätzlich gilt: Kann ein Athlet aus besonderen Gründen nicht am Selektionswettkampf teilnehmen, entscheidet der Tainerstab mit und um Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport und Nachwuchsförderung beim SSV, ob er trotzdem für die Europameisterschaften qualifiziert werden kann. Entscheidend sind hier unter anderem die vorhandenen Leistungskriterien, das Potential und das persönliche Commitment, also ein klares Bekenntnis zum Spitzensport.


Auch die Frauen schiessen 60 Schuss

Zu guter Letzt: Der Internationale Schiesssportverband (ISSF) erhöht auf den 1. Januar 2018 die Schusszahlen in den Frauen- sowie den Juniorinnen-Disziplinen und gleicht sie den Schusszahlen der Männer an. Der SSV übernimmt diese Anpassung in gewissen Wettkämpfen. Am RIAC nun wird dieses Novum bereits praktiziert:  Die Frauen und Juniorinnen werden mit der Luftpistole und dem Luftgewehr wie die Männer eine Qualifikation über 60 Schuss bestreiten.
Näher Infos zum Thema gibt es hier.

 

 

 

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