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Delegiertenversammlung der Nidwaldner Schützen

Nidwaldner Kantonalvorstand ist wieder vollzählig

Die Feldschiessen-Sieger wurden mit <br>der Stanser-Verkommnis-Medaille<br>geehrt.
Die Feldschiessen-Sieger wurden mit
der Stanser-Verkommnis-Medaille
geehrt.

05.03.2018 - Die DV der Nidwaldner Schützen wählte die Hergiswiler Sandra Kübler und Stefan Durrer neu in den Kantonalvorstand. Als Kantonaler Meisterschütze konnte Hans-Peter Bucher, Ennetmoos, gefeiert werden. Die Lärmschutzprobleme und die EU-Waffenrichtlinien beschäftigen die Nidwaldner Regierung und die Schützengesellschaften.

Über 100 Teilnehmer, davon 68 stimmberechtigte Delegierte, interessierten sich am Samstag, 3. März 2018, in Obbürgen für die Geschäfte der Kantonalschützengesellschaft Nidwalden. Kantonalpräsident Max Ziegler, Ennetbürgen, freute sich am Besuch von Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi, Oberdorf, Gemeindepräsident Beat Plüss, Divisionär Hans-Peter Walser und Schiessoffizier Kreis 16 Oberst iGst Hans Wyrsch, Hergiswil sowie von SSV-Vertreter Renato Steffen, Root. Ziegler erinnerte in seiner Begrüssung an die Regierungsrats- und Landratswahlen vom Wochenende. Er meinte, dass Politiker gefragt sind, welche sich uneigennützig für das Nidwaldner Volk zur Verfügung stellen.

Stellvertretend für den verhinderten Vereinspräsidenten Fredy Barmettler, erzählte Markus Christen, Obbürgen, interessante Begebenheiten aus der wechselvollen, gesellschaftlichen Geschichte des 1914 gegründeten Feldschiessverein Obbürgen, Sowohl die Tagungs-Eröffnung wie auch die Verstorbenen-Ehrung umrahmte das bekannte Obbürger Akkordeon Duo «Echo vom Schöntal» mit den Aktivschützen Stefan Odermatt und Herbert Agner sowie Siro Odermatt, bekannt als Sieger vom TV-Nachwuchs-Wettbewerb. Ein besonderes Lob verdient innerhalb der glänzenden Organisation die «Wirte-Familie» Yvonne und Armin Christen-Mehr mit ihren Söhnen. Ihnen spendeten die Delegierten und Gäste für das schmackhafte Nachtessen den wohlverdienten Applaus.


Erträgliches Minus bei den Finanzen

Kantonalkassierin Chantal Bläsi, Dallenwil, präsentierte einen Verlust von «nur» rund 2'000 Franken und das bei einem budgetierten Minus von 5'400 Franken. Trotz der Vermögensverminderung beantragte Chantal Bläsi  keine Erhöhung der Jahresbeiträge. Genehmigt wurden auch die umfassenden Ressortberichte der Ressortchefs, nämlich von Schützenmeister Seppi Gabriel, Pistolenschützenmeister Remo Bachmann, Feldschützenmeister Walter Odermatt und Jungschützenchef Sepp Mathis.

Nach der Genehmigung der Terminliste 2018 und des neuen Reglementes für den Nidwaldner-Stich und Meisterschütze stellte sich die SG Beckenried für die Durchführung des Feldschiessen im 2019 und der DV 2019 zur Verfügung. Dem Antrag des Vorstandes für einen Kostenbeitrag von Fr. 5'000.00 an die Machbarkeitsstudie betreffend Zentraler Schiessanlage (ZSA), wie auch dem Verteilschlüssel und der entsprechenden Kompetenz an die Arbeitsgruppe wurde grossmehrheitlich zugestimmt. Im Gespräch für eine ZSA sind von bisher 12 noch vier Standorte, nämlich Herdern Ennetbürgen, Haltli Beckenried, Cholwald Ennetmoos und Schwybogen Stans.


Zwei neue Vorstandsmitglieder

Erfreulicherweise hatten sich schon seit April 2017 Sandra Kübler, Hergiswil, als Beisitzerin, und Stefan Durrer, Hergiswil, als Sekretär und Nachfolger von Edith Zimmermann in ihre Aufgaben eingearbeitet. Die zeitaufwendige «Produktion» von Stefan erstem Jahresbericht darf als gelungen bezeichnet werden. Mit grossem Applaus wurden nun beide von den Delegierten offiziell in den Kantonalvorstand gewählt. Für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren bestätigte die Versammlung auch Pistolenchef Remo Bachmann und für zwei weitere Jahre Rechnungsrevisor Peter von Rotz.  

Mit der SSV-Verdienstmedaille wurden die vier Obbürger Fredy Barmettler, Christoph Bühlmann, Matchschütze Beat Odermatt und Michael Rothenfluh sowie der Emmetter Stefan Schärer geehrt und ausgezeichnet. Zusammen haben sie 81 Jahre Vereinsarbeit geleistet.

SSV-Mitarbeiter Norbert Utz stellte die neue Sport-Disziplin ISSF-Target Sprint vor. Dieser neue Sport umfasst 3x400m laufen und schiessen auf Biathlon-Scheiben. Als Grundlage dient das Biathlon-Regelwerk.


Besondere Ehrungen

Kantonalschützenmeister Seppi Gabriel ehrte mit Freude und Stolz die Schweizermeister-Gruppe der SG Dallenwil mit Gerhard Kesseli, Michel Barto, Paul Niederberger 47, Paul Niederberger 62 und Andreas Odermatt. Keine Überraschung bildete der Sieg von Matchschütze Hans-Peter Bucher, Ennetmoos, um den kantonalen Meisterschützen 2017. Bucher gewann diese Auszeichnung bereits in den Jahren 2003 und 2011. Der 55-jährige Geschäftsführer kann auf ein besonders erfolgreiches Jahr zurückblicken, konnte er doch als Vize-Schweizermeister mit dem Sturmgewehr und als Rütli-Meisterschütze gefeiert werden. Dass er neben vielen anderen Wettkämpfen auch die Verbandsmeisterschaft der NW-Matchschützen überlegen gewann, darf ebenfalls erwähnt werden. Jungschützenchef Seppi Mathis durfte den 15-jährigen Jungschützen Marcel Joller, KKS Büren-Oberdorf, für seinen tollen Sieg am Schweizerischen Jugendfinal G50m und den Wolfenschiesser Junior Sämi Christen für seinen grossartigen Sieg mit dem Standardgewehr am JU+VE-Final auszeichnen. Geehrt wurden aber auch der abwesende Martin Frank, Ennetbürgen, als bester Jungschütze, sowie die tüchtigen Sturmgewehr-Damen Seraina Waser, Wolfenschiessen, und Jessica Odermatt, Büren-Oberdorf. Mit Geschenken geehrt und als «Internationale» verabschiedet wurden die erfolgreichen Spitzenschützen Patrick Scheuber (Pistole) und Manuel Lüscher (Gewehr).

Beste Nidwaldner Jungschützen im 2017 und Gewinner der «Regierungs-Zinnkanne»
von links Regierungsrätin Karin Kayser, Ehrendame Anita, Seraina Waser (2.), Jessica
Odermatt (3.), Ehrendame Lydia. Es fehlt Sieger Martin Frank.


Grussadressen

Regierungsrätin Karin Kayser informierte über die zwei aktuellsten Probleme der Schützen, nämlich über die neuen EU-Waffenrichtlinien und die Nidwaldner 300m-Schiessanlagen, welche die Lärmschutzwerte übersteigen. Die Erleichterungs-Frist ist bekanntlich Ende 2017 abgelaufen. Sie dankte für die bisherigen Sanierungsbemühungen, aber die Lärmschutzprobleme seien nach wie vor nicht gelöst. Sie gab auch bekannt, dass die Regierung betreffend EU-Waffenrichtlinien Bedenken angemeldet habe. Allerdings habe die Waffen-Registrierung nicht nur Nachteile. Kayser schloss ihre Grussadresse mit den Worten: «Ich wünsche mir, dass wir betreff Lärmschutz miteinander für Nidwalden einen Weg finden». SSV-Vertreter Renato Steffen kämpft mit dem SSV-Gesamtvorstand ebenfalls gegen die EU-Waffenrichtlinien. Steffen: «Wenn das Parlament in Bern uns Schützen nicht hilft, dann ergreifen wir vom SSV das Referendum. Ich danke den NW-Schützen schon heute für ihren Einsatz bei der Unterschriften-Sammlung» schloss Steffen. Divisionär Hans-Peter Walser dankte den Nidwaldner Schützengesellschaften für die Durchführung des Bundesprogrammes und für die Ausbildung der Jungschützen. Diese Ausbildung sei für die Armee sehr wichtig, denn sie seien die Profiteure. (Franz Odermatt)

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