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Solothurner Schiesssportverband

Solothurner Schiesssportverband informiert über Förderungsprogramm

02.02.2016 - Der Solothurner Schiesssportverband (SOSV) führte am 30. Januar im Schützenhaus Zuchwil einen Informationstag zur Förderung des Schiesssportes durch. Schweizweit wollen die Verbände Nachwuchsschützen auf allen Stufen gewinnen, denn Schiesssport ist und bleibt ein Spitzensport.

Initiiert von Nachwuchsspezialist und Erfolgstrainer Fritz Ryser und moderiert von Abteilungsleiter Rolf Kaiser fand erstmals ein solcher Informationstag des SOSV statt. Ziel ist die Förderung des Schiesssport-Nachwuchses in allen Disziplinen des Leistungs- und Breitensports. Mitgewirkt haben Heinz Hammer (Präsident SOSV), Jürg Dietschi (Abteilungsleiter Gewehr 300m und Pistole), Hanspeter Meister (Abteilungsleiter Leistungssport), nebst weiteren Referenten. Eingeladen waren Vereinspräsidenten, Trainer, Jugend + Sport-Leiter und -Coaches sowie Jungschützen-Leiter. Gekommen sind zusätzlich viele interessierte Mitglieder der verschiedenen Solothurner Schützenvereine, auch viele junge. Rund 80 Personen wurden informiert, in Gruppenarbeiten geschult und mittags durch Standwirt Alexander Rudolf von Rohr in der Schützenstube verpflegt.

 

Was bietet der SOSV und was erwartet er von den Vereinen?

Präsident Hammer weist zu Beginn mit Nachdruck auf die eminente Wichtigkeit der Nachwuchsförderung hin. Will der SOSV auch künftig über Spitzenresultate seiner Athleten in den Medien lesen und sollen auch weiterhin viele Schützen den Schiesssport als Breitensport betreiben, so muss die Nachwuchsförderung schleunigst intensiviert werden. Aktiv sein, bedeute agieren und nicht reagieren, so Hammer. Reagieren müssen die Schützen aber auf Veränderungen und sie müssen diese akzeptieren. Alle Solothurner Vereine sind aufgerufen, eigene Ideen, aber auch die Vorgaben von SOSV und SSV (Schweizer Schiesssportverband) umzusetzen. Jeder Verein muss einen Trainer haben (würde je eine Musikprobe ohne Dirigent stattfinden?). Gefordert sind Initiative und Beharrlichkeit, den Nachwuchs abzuholen, zu fördern und ins Vereinsleben einzubinden. Zu zeigen, welch einmaliger Sport der Schiesssport ist und was er dem Sportler jeden Alters bietet. Wenn alle am gleichen Strick ziehen, wird dies gelingen.

 

Welcher Hut ist auf meinem Kopf?

Die «6 Denkhüte-Methode» lockt mit ihrer Kreativitätstechnik immer wieder Kursteilnehmer aus der Reserve. Jürg Dietschi wusste das zu nutzen und in der Gruppenarbeit am Vormittag wurde engagiert mitgemacht. Sie brachte Erstaunliches zutage. Die Postenchefs stellten in ihrem Résumé fest: Die Vereine fühlen sich gut getragen von SSV, SOSV und Bezirksschützenvereinen und auch vom VBS. Positiv gewertet wird, dass Jungschützen neu bereits ab 15 Jahren ausgebildet werden können. Vereine und ihre Funktionäre müssen endlich wegkommen vom Gärtlidenken, so der Tenor. Professionalisierung auf allen Stufen ist unumgänglich. Das Werbepotenzial soll genutzt werden. Der Schiesssport muss sich besser verkaufen. Selbstbewusst sollen die Schützen zu ihrem Sport stehen und ihn repräsentieren. Entsprechend müssen Wettkämpfe interessanter gestaltet und mediengerechter aufbereitet werden. Um an junge Nachwuchsschützen zu kommen, sind soziale Medien unumgänglich. Veranstaltungen wie Schnupperschiesskurse, Ferienpassangebote, Freundschaftswettkämpfe, Tage der offenen Türen, gute Information und Einbezug der Gemeinden können Rezepte sein, um Mitglieder und Nachwuchsschützen zu gewinnen, so die Teilnehmer der Gruppenarbeiten. Der Wille, Festgefahrenes zu ändern, steht bei allen im Vordergrund. Beim letzten Hut konzentrierten sich die Aussagen auf zwei zentrale Punkte: Es braucht Köpfe, die Funktionen übernehmen und es braucht Gespräche, persönliche Motivierung, Mund-zu-Mund-Propaganda. Der SOSV wird die Gruppenarbeiten nun auswerten, darüber informieren, die Umsetzung forcieren. Das braucht ein wenig Zeit. Doch untätig werden die Kursteilnehmer derweil keineswegs bleiben.

 

Projekt «Zwinky» des SSV (Schweizer Schiesssportverband)

Kernaussage des von Rolf Kaiser vorgestellten Projekts ist «Chance nutzen, den Verein/Verband bekannter zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen und so den Fortbestand zu sichern». Vereine, Kantonalverbände und der SSV, je auf ihren Ebenen, führen Events durch, planen, steuern die Anlässe oder initiieren die Ausbildung. Der SSV zeichnet jährlich die besten Events aus. So soll gemeinsam gegen die sinkenden Mitgliederzahlen im Schiesssport gekämpft werden. An der Messe Fischen Jagen Schiessen vom 18. bis 21. Februar auf dem BEA-Gelände in Bern wird der SSV mit einem Schützendorf präsent sein und am 20. Februar das Projekt  Zwinky mit einem Kick-off-Anlass lancieren. Das Projekt ist professionell aufgemacht, steht und fällt aber mit der Bereitschaft der Vereine zum Mitmachen.

 

Nachwuchsförderung aus der Praxis

Solche Bereitschaft haben der Bezirksschützenverein Olten-Gösgen, die Sportschützen Subingen-Deitingen und der Schützenverein Niederbuchsiten längst bewiesen. Maureen Scussolin, André Gobet und Jürg Dietschi zeigen eindrücklich, was mit einem jährlichen Schnupperschiesstag, einem erfolgreichen Schülerschiessen, dem Einbezug der Gemeinde (Ferienpass, Kulturabend) alles erreicht werden kann. Trotz aufkommender Trägheit nach dem sehr guten Mittagessen sind alle Kursteilnehmer hellhörig geworden und applaudieren den Nachmittagsreferenten herzlich. Da wurde beispielhaft von drei Organisationen etwas geschaffen, das nicht mit Wortwahl und Layout aus der Werbebranche à la «Zwinky» brilliert. Aber da haben tolle Plakate Jugendliche und erwachsene Nichtschützen direkt angesprochen und zum Mitmachen animiert. Eindrücklich, praxisbezogen, pointiert stellen die Referenten ihre Erfolgsrezepte dar. Wen wundert’s, dass solche Anlässe erfolgreich sind? Da zieht man gerne einen der farbigen Denkhüte von de Bono und sagt: Ja warum ist uns das nicht auch in den Sinn gekommen?

 

Jugend + Sport, Schiessen als Leistungssport, Jungschützenwesen

Jürg Dietschi, Hanspeter Meister und Rolf Kaiser stellen in der zweiten Nachmittagshälfte weitere wichtige Eckpfeiler der Nachwuchsförderung vor. Förderkader, Swiss Shooting Academy (vormals Label-Standort Nordwest-Westschweiz), Jungschützenausbildung sind professionelle Ausbildungs-Gefässe. Junge Talente werden da gezielt gefördert, berücksichtigt werden Schule, Lehrausbildung, Studium. Der Trainingsaufwand ist hoch, ohne Fleiss und Disziplin gibt es im Schiesssport keine Medaillen zu gewinnen. Professionelles Trainieren ist unabdingbar. Egal ob als junger Nachwuchsschütze, als Leistungssportler oder als Breitensportler.

 

Ausblick

Rolf Kaiser zeigt sich begeistert über das engagierte Mitmachen der Kursteilnehmenden. Die vielseitigen Hinweise, Kritiken, Gedanken und Ideen der Gruppenarbeit werden nun ausgewertet. Das gibt einige Arbeit für die Geschäftsleitung des SOSV. Ein anstrengender Ausbildungstag geht zu Ende. Einige werden sich Gedanken machen über längst verpasste Chancen. Das ist gut so. Der SOSV hat immer wieder Spitzenathletinnen und Spitzenathleten hervorgebracht, konnte auf eine breite Basis zählen. Das muss er auch in Zukunft können! Dieser Ausbildungstag schafft weitere Voraussetzungen dazu. Die Teilnehmenden werden die vielen Informationen weitergeben. Der Esprit dieses Tages wird nachhallen. (Barbara Sollberger)

SSV-Partner

 

 

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