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87. Historisches Stoss Schiessen 2016

SG der Stadtpolizei Zürich holt sich dritten Mannschaftserfolg am Stoss

Nähern sich unaufhaltsam dem Podest:<br>Guter fünfter Rang für das Gewehrteam<br>der SG Stadtpolizei Zürich.
Nähern sich unaufhaltsam dem Podest:
Guter fünfter Rang für das Gewehrteam
der SG Stadtpolizei Zürich.

31.08.2016 - Alle Jahre reist Präsident René Bucher mit einem stattlichen Detachement von Stadtpolizisten (im oder ausser Dienst) auf das ehemalige Schlachtfeld im appenzellischen Gais um sich dort am alljährlich wiederkehrendem vaterländischen Gedenkschiessen zu beteiligen - nun zum 16. Mal. Zur Waffe griffen 16 Gewehr- und 18 Pistolenschützen. Die Kernkompetenz der Zürcher Stadtpolizisten, welche hier als Stammsektion eingetragen sind, liegt bei der Pistole. Mit 16 Punkten Vorsprung vor dem Tessiner Traditionsverein Liberi Tiratori Chiasso schaffte man nun den angestrebten «Hattrick». Für den dritten Mannschaftssieg (nach 2014 und 2015) sorgten vor allem Paul Stutz (104) Luigi Casagrande (101) Daniela Lienhardt (100) Martin Koller und Alfons Zischg (beide 99).

Mit seinem Stgw 90 schoss er ganz vorne mit - Präsident René Bucher höchstpersönlich.  Seine formidablen 58 Punkte trugen wesentlich dazu bei, dass sich die Zürcher Gewehrgruppe auf den 5. Gesamtrang platzierte. Geht man von der Kombination aus, so heisst der Zürcher Bestklassierte, Martin Koller. Vereinsintern belegt der Seniorveteran zweimal den schönen 4. Rang. Mit der Stoss-Wappenscheibe ausgezeichnet wurden Ueli Eisenring (Gw) und Daniela Lienhard (Pist). Insgesamt wurden 14 Kranzkarten für die SG Stapo Zürich ausgestellt.   

Unternehmen Stoss Schiessen 2016 geglückt: Zufriedene Schützen der Schützengesellschaft Stadtpolizei Zürich 

Souveräne 6 x 5 in der letzten Passe: Paul Hochreutener, Feldschützen Oberegg AI mit 56 Punkten vorn 

Während die Pistolenschützen etwas zulegen konnten, schmolz leider die Anzahl der traditionellen Gewehrschützen um ca. 12 % sodass die angestrebten 700 Schützen nicht erreicht wurde. Geschossen wurde mit Ordonnanzwaffen, auf die Distanzen 300 und 50 Meter. Als Bundesgabengewinner konnten Dominik Schläpfer, Sportschützen Gais (Gewehr) und Walter Kast, SG Berneck (Pistole) geehrt werden. Als beste Frauen gehen die Gewehrschützin Sigrid Giussani, Liberi Tiratori Chiasso und die Pistolenschützin Céline Frey, Stadtschützen Zürich, aus der Veranstaltung hervor. Beide figurieren auf der Rangliste auf Platz 22.

Übernahm Verantwortung und legte vor: René Bucher mit 58 Punkten ganz knapp neben der Bundesgabe!

Das Programm umfasst - auf beiden Distanzen - 12 Schuss. Der zu Beginn abgefeuerte Einzelschuss hat den Charakter eines Probeschusses, kommt aber bereits in die Wertung. Danach geht es zügig voran. Zwei Serien mit je 5 und 6 Schuss folgen. Im Maximum sind 120 Punkte mit der Pistole und 60 Punkte mit dem Gewehr zu erreichen. Als Zielbild dient die B5 (Gewehr) und die B10 (Pistole).

10 x 5 und 2 x 4 so die Bilanz des Präsidenten, netto 58 Punkte - ein Kranzresultat. Da nur 1% der Schützen kranzberechtigt ist, hat diese Auszeichnung einen ganz besonderen Stellenwert. 5 Gewehr- und 3 Pistolenschützen zogen mit dem begehrten Stoss-Kranzabzeichen von dannen. Ebenfalls in Form ist der Doppelstarter Ueli Eisenring, er totalisiert 56, während Allessandro Crameri mit guten 55 Punkte ausschiesst. Als bester Karabinerschütze etabliert sich der 79-jährige Martin Koller - 51 Punkte.

Gehörten zum letzten Aufgebot der SG Stadtpolizei Zürich. Keine Höchstresultate aber stark im Kollektiv. v.l. James Kramer, René Bucher, Martin Koller, Werner Mettler und Adrian van der Lem 

Während die Gewehrschützen mit Sack und Pack einen Hang hinaufkraxeln, werden die Pistoleros per Bus zum Stand geführt. Im Vorjahr verkehrten auf der Strecke zum idyllischen - in einer Waldlichtung gelegenem Pistolenstand - eher «bockige» Puchs. Mit den nun verwendeten Personenbusse reiste der Pistolenschütze recht bequem zu seinem Wirkungsort. Der vor dem Stand querverlaufende Waldweg ist abgesperrt - Wanderer und Biker warten geduldig auf die nächste Feuerpause. Hier kommt man miteinander bestens zurecht. Der Schiesssport hat Tradition, ist verankert und wird von der Bevölkerung anerkannt. Nicht überall ist Appenzell!

Die Zürcher Stadtpolizisten verzeichnen einen eher verhaltenen Start. Wenig Resultate über hundert Punkte - da wird es mit der Titelverteidigung schwierig - sinniert Teamchef Bucher. Die ersten 10 Schützen machen die Mannschaft. Quasi als letztes Zürcher Aufgebot marschieren Martin Koller, René Bucher, Werner Mettler, Heinrich Egloff, Adrian van der Lem und James Kramer auf die Feuerlinie. Wunschgemäss läuft es keinem. Martin - Veteranen-Schweizermeister aus dem Jahre 2011 - hadert mit einem 4er. Zwei Schüsse haben sich verflogen klagt auch der zielsichere Heiri Egloff. James Kramer beginnt pfeifengerade, aber zu kurz, ein Fünfer wird signalisiert - Herrgott - die Felle scheinen für die Zürcher davon zu schwimmen. Der «Schaden» hält sich in Grenzen als René im Festzelt auf einem Bierdeckel seine Buchhaltung macht und feststellt, dass doch noch zwei gute Hunderter in die Wertung einfliessen. Dafür hat auch Paul Stutz gesorgt, der Bundesgabengewinner von 2014 mit seinen 104 Zählern. Somit sollte ein 98er Schnitt drin sein - die Erlösung bringt OK Präsident Peter K. Rüegg als er die Zürcher Pistolenschützen zum Mannschaftmeister 2016 erklärt.  

Sorgten für den sagenhaften Vorstoss der Gewehrschützen: René Bucher (Kranzgewinner) Ueli Eisenring (Wappenscheibengewinner) 

Wies den Weg zum Sieg: Adrian van der Lem, Doppelschütze im Detachement der SG Stapo Zürich

Festrednerin Dora Andres spricht Klartext

Wie auch Bundesrat Ueli Maurer, welcher das letzte Jahr am Rednerpult stand, sprach die SSV Präsidentin, Dora Andres Klartext. Nach den freundlichen Grussworten und den Rückblick auf die Geschichte kommt Dora Andres schnell zum Kern ihrer Ansprache. Nach 2011, als die von linker Seite lancierte Waffenverbotsinitiative ihr Unwesen trieb will uns nun die EU mächtig an den Karren fahren. Unter dem Vorwand - Terroristen, Verbrecher und Kriminelle zu bekämpfen - soll der Schweizerbürger, welcher seit Jahrzehnten Verantwortung für seine Waffe übernimmt, praktisch entwaffnet werden. Mit einem Sammelsurium an Vorschriften, welche schlussendlich den Kriminellen nützen, will uns die EU schachmatt setzten. Schiessen ist Brauchtum bester Güte - ein im Volk fest verankerter Sport. Gelingt es der EU mit dem Vorhaben durchzukommen - ist der nationale Schützensport - von der Basis bis zur Spitze - beendet.

Von Dora Andres, Präsidentin des SSV beglückwünscht: René Bucher mit dem beehrten Stoss-Kranz 

Entschied das «Familienduell» diesmal für sich: René Bucher klar mit 58 Punkten in Front. 

Bundesgaben in Papier

Früher noch - erhielten Bundesgabengewinner an historischen Schiessen ihre Preise, ein Sturmgewehr 90 oder eine Pistole 49 am Wettkampftag zum Behalt in die Hand. Die Champions die jeweils auf dem Treppchen stehen, schiessen nicht erst seit gestern. Sie sind sichere Schützen welche mit Waffen umgehen können und vaterländisch gesinnt sind. Trotzdem müssen sie ihre Waffenerwerbsscheintauglichkeit - wenn sie nach der verdienten Bundesgabe greifen - erst wieder beweisen. Dieser Vorgang ist unehrenhaft und kommt einer Bevormundung gleich. Bundesgabengewinner langen vorerst ins Portemonnaie und drücken 70 Franken ab - für Strafregisterauszug und WES. Das Waffengesetz greift auch hier - wie in vielerlei Hinsicht - komplett ins Leere. Damit verkommt die Übergabe von Bundesgaben an historischen Schiessen zu einem rein bürokratischen Akt - ein Wermutstropfen für Meisterschützen und Zuschauer. Gegenüber der von Seite der EU drohenden Bürger-Entwaffnung ist dies natürlich mehr als «Peanuts» - und schlussendlich - wenn auch zähneknirschend - verkraftbar.    

Stoss Schiessen: Entscheid am 26.11.2016

Peter K. Rüegg, der rührige Präsident des Stoss-Schützenverbandes hat es seit längerer Zeit angekündigt. Er beendet nach 10-jährigem Wirken seine Amtszeit. Wer in seine Fusstapfen tritt, ist - zumindest für Aussenstehende - ungewiss. Mit Peter K. Rüegg verliert der Stoss-Schützenverband den Motor, Macher und Beweger. Jahrelang stand das Stoss-Schiessen im Mittelpunkt seines Schützen-Lebens, denn es ist ein offenes Geheimnis, dass dank seiner vorbildlichen Pflege der Sponsoren das Schiff auf Kurs gehalten werden konnte. Die Entscheidung - wie es am Stoss weitergeht - fällt an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom 26.11.2016.   

Eine Legende tritt ab: 10 Jahre Präsident des Stoss-Schützenverband Peter K. Rüegg 

Bisher geschafft: 3 Pistolen-Bundesgaben für die SG der Stadtpolizei Zürich - die Gewehrschützen werden nachziehen

Ingrid De Munari (1995) Dominik Reis (2012) und Paul Stutz (2014) sind Besitzer dieser begehrten Trophäen. Bundesgabenberechtigt sind nur Schützen und Schützinnen, welche mindestens dreimal auf dem Stoss geschossen haben. Mit dem Gewehr konnte die SG der Stadtpolizei Zürich noch nie ganz vorne mitmachen. Nun scheint der Bann gebrochen zu sein. Der Vormarsch auf Rang 5 beweist die aufsteigende Tendenz. Zum Bronzeplatz haben lediglich 2 (!) Punkte gefehlt. An der Spitze - für die Konkurrenz unerreichbar - die Lokalmatadoren aus dem Sportschützenverein Gais, gefolgt von den Standschützen Teufen und den Tiratori aus Chiasso.

Abgeschlossen wurde das Unternehmen Stoss mit dem letzten Umtrunk - im Landgasthof Sammelplatz in Appenzell-Meistersrüte, wo sich die Zürich Polizeisektion seit Jahren heimisch und stets willkommen fühlt. James Kramer

Geschichte

Am 17. Juni 1405 fand die Schlacht am Stoss statt. 400 Appenzeller schlugen eine Truppe von 1200 berittenen äbtischen und habsburgischen Soldaten und besiegelten damit die Loslösung des alten und damals noch ungeteilten Landes Appenzell von der Hoheit des Fürstabtes von St. Gallen. Ein Denkmal erinnert an diesen Tag.

Zur Erinnerung an die Schlacht findet jährlich das Stoss-Schiessen statt. Das Schiessen wird am letzten Wochenende im August ausgetragen. Am 3. April 1927 wurde der Stoss-Schützenverband gegründet.

 

Auszug aus den Ranglisten

Gewehr

Einzelklassement:

1. Dominik Schläpfer   1995 Sportschützen Gais 59 Kranz, KK, BG
2. René Bucher  1944 SG Stadtpolizei Zürich  58 Kranz, KK
3. René Streule 1957  SG Clanx   58 Kranz; KK
4. Martin Schoch   1957 SV Wallisellen  58 Kranz, KK
5. Jérome Högger  1989  SV Horn  58 Kranz, KK
6. Hermann Knöfler 1947  Standschützen Teufen   57 KK
7. Wilfried Züst   1956 FSG Heiden 57 KK
         
Ferner        
25. Ueli Eisenring  1983 SG Stadtpolizei Zürich 56 KK
29. Sandro Crameri  1950 SG Stadtpolizei Zürich 55 KK
(total klassiert: 442)        

 

Sektionsklassement:

1. Sportschützen Gais   543  54.300
2. Standschützen Teufen 528 52.800
3. Liberi Tiratori Chiasso  519  51.900
4. SG Au-Widnau  519 51.900
5. SG Stadtpolizei Zürich  517 51.700

                                                                              

Pistole

Einzelklassement:

1. Erwin Hilber    1950  SV Kreuzlingen    113 KK
2. Hanspeter Kobelt 1960  SG Au-Widnau  112 KK
3. Daniel Schnyder  1967 SV Kreuzlingen 111 KK
4. Paul Stieger  1949 SG Au-Widnau 110 KK
5. Walter Kast  1962 SG Berneck 110 KK BG + Komb
6. Walter Vochezer  1943 SV St. Margrethen  109 KK
7. Peter Prajer   1946 Sportschützen St. Finden 109 KK
Ferner:        
19. Paul Stutz  1955 SG Stadtpolizei Zürich 104 KK
31. Luigi Casagrande 1955 SG Stadtpolizei Zürich 101 KK
45. Manuela Lienhardt 1970 SG Stadtpolizei Zürich 100 KK
46. Martin Koller   1937 SG Stadtpolizei Zürich 99 KK
48. Alfons Zischg 1944 SG Stadtpolizei Zürich 99 KK
52. Heinrich Egloff 1938 SG Stadtpolizei Zürich 98 KK
(total klassiert: 216)        

                                  

Sektionsklassement:

1. SG Stadtpolizei Zürich 984 98.400
2. PS Liberi Tiratori Chiasso    968 96.800
3. FSG St. Gallen-Stadt    961 96.100
4. SG Berneck 953 95.300
5. SV St. Margrethen    951 95.100
(total klassiert: 9)     

 

Vollständige Ranglisten auf: www.Stoss-Schiessen.ch

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