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DV WSSV 2018 in Hérémence

Schiesssport vereint alle: IPC-Rollstuhl-<br>schütze Olivier Luisier und Natascha Möri,<br>6. Rang SM Pistole
Schiesssport vereint alle: IPC-Rollstuhl-
schütze Olivier Luisier und Natascha Möri,
6. Rang SM Pistole

12.03.2018 - Ein noch winterliches Hérémence bereitete den Delegierten der 82 kantonalen Vereine sowie den Gästen des Walliser Schiesssports einen dafür umso wärmeren Empfang in gastfreundlicher, musikalischer und kulinarischer Form.

WSSV- Präsident Hugo Petrus brachte die vielen Traktanden zweisprachig in weniger als zwei Stunden über die Bühne, dies auch dank  ausgezeichneter Vorbereitung zusammen mit dem Vorstand. Ein riesiger Vorteil, wenn ein Verbandspräsident die beiden Kantonssprachen perfekt beherrscht. Dazu kommt ein eingespieltes Komitee. Mit Romeo Lattion aus Liddes konnte auch eine langjährige Lücke geschlossen werden: Der junge Pistolenschütze aus Liddes wird in Zukunft «hors comité» die Unterwalliser Medien mit Berichten aus dem Schiesssport beliefern.

Neben dem Absenden der diversen Spezialpreise und der Ehrung kantonaler,  nationaler und sogar internationaler Erfolge auf alle Distanzen bot die DV eine perfekte Plattform für kommende Grossanlässe nicht nur im Schiesssport. Sportminister Frédéric Favre kam in seinem Grusswort nicht über lang auch auf die geplanten Olympischen Spiele 2026 im Wallis zu sprechen, wobei er sicher  schon wusste, dass der WSSV voll hinter dieser Idee steht. Zitat Favre: «Das Wort „impossible“ gibt es im Wallis nicht, wagen wir diese Spiele!» Favre schätzt an den Schützen zudem, dass sie Fehler bei sich suchen und nicht anderswo.

Auch Redner aus dem Armeekader und dem Vorstand des SSV appellierten an die Schützen als Akteure des Friedens  und der sinnvollen Freizeitgestaltung bis ins hohe Alter. Die neue Sportart «Target Sprint», eine Art schneeloser Biathlon mit laufen und schiessen, soll ein andermal im Detail vorgestellt werden.

Daneben rührten auch die Organisatoren des Eidgenössischen Schützenfestes für Jugendliche 2019  in Frauenfeld eifrig die Werbetrommel. Auch das Freiburger Kantonale 2018 und das Bernische Landesteilschiessen im Oberaargau 2018 wetteiferten  um die Gunst  der vielen anwesenden Walliser Schützenvereine, bei denen es im vergangenen Jahr zu keinen Fusionen oder Rückzügen gekommen war, leider auch zu keinen Neugründungen.

Finanziell steht der WSSV gut da; hier eine interessante Zahl: z.Z. sind Kranzkarten (Gutscheine anstelle von Medaillen) im Wert von über einer halben Million im Kanton in Schützenbesitz und warten darauf, bald einmal gegen Bares  eingelöst zu werden.

Auch das Walliser Kantonale von 2022 in der Region Chablais ist gut unterwegs, wie OK-Präsident Yannick Buttet eloquent zu berichten wusste. Gesucht werden noch einzelne OK-Mitglieder und ein Generalsekretär.

Der Schiessport ist im Val d’Herens Tradition. Bereits 1806  soll alten Quellen zufolge in Vex und Hérémence friedlich geschossen worden sein. Zahlreiche Schützen besuchten vor der DV die imposante Kirche von Hérémence und zeigten sich sehr beeindruckt von diesem sakralen Betonbau, dem zweiten grossen Bauwerk neben der Dixence-Staumauer, die das ehemals rurale  Leben in diesem Tal radikal verändert hat.

Zweisprachig bis zum Schluss: Am Ende der DV sang die Schützengesellschaft zu den Klängen des Marsches «Marignan», gespielt von der Musikgesellschaft Hérémence, unisono die Walliser Hymne, wie es Brauch ist. Ein langer Apéro und ein ausgezeichnetes Mittagessen liessen die DV noch nicht ausklingen, begaben sich doch Delegationen diverser eingeladener Vereine an den Fussballmatch nach Sion. Und der FC Sion siegte souverän 7:2. Vielleicht sollte CC die treffsicheren Schützen mehr ins Tourbillon einladen. (Francis Pianzola)

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