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ISCH Hannover, 7. bis 13. Mai

Claudia Kunz verpasst den Final nach umstrittenem Juryentscheid

10.05.2018 - Blindenschützin Claudia Kunz-Inderkummen trumpfte im Liegend-Wettkampf Gewehr 10m an der International Shooting Competition of Hannover gross auf und hat den Finalplatz vermeintlich auf sicher. Aufgrund eines umstrittenen Juryentscheids fiel sie auf Rang 9 zurück.

 

Resultate: Qualifikation

 

Am 8. Mai war die Freude im Schweizer Lager gross: Claudia Kunz-Inderkummen hatte im Stehend-Wettkampf Gewehr 10m der Sehbehinderten (SH3) den Einzug in den Final geschafft. Tags darauf wurde diese Freude getrübt. Der Wettkampftag war durch einige Unruhe geprägt. Verursacht wurde diese durch die Wettkampf-Jury, welche eine zunächst zu recht an einen Schützen ausgesprochene Zweipunkte-Strafe nach mündlichen Reklamationen des betroffenen Schützen am Schluss des Qualifikationswettkampfes nicht nachvollziehbar wieder zurücknahm. Dies führte dazu, dass Claudia Kunz den eigentlich regulär erkämpften achten und damit finalberechtigten Platz an den reklamierenden Schützen verlor. Der formell eingereichte Protest wurde ohne wirkliche Begründung abgewiesen, die Protestgebühr jedoch an das Schweizer Team zurückerstattet. Dieses Vorgehen lässt einige Fragezeichen offen. Geändert hat alles nichts: Claudia Kunz-Inderkummen war beim Final nur Zuschauerin statt Akteurin. Etwas Trost spendete die Tatsache, dass sie mit 580.3 Punkten ein hervorragendes Resultat erreicht hatte - und das erneut in einem reinen Männerfeld.  

«Wir waren uns immer bewusst, dass eine Finalqualifikation schwierig sein wird», sagt Trainer Heinz Reichle. «Umso schwerer ist es dann nach eigentlich erreichtem Ziel so aus dem Wettkampf ausscheiden zu müssen.» Dennoch sei auch Rang 9 in diesem starken Männerfeld eine hervorragende Leistung, die Anerkennung verdient habe. Claudia Kunz-Inderkummen gab sich nach anfänglichem Frust und mit einigen Stunden Abstand kämpferisch: «Denen zeigen wir es bei der nächsten Gelegenheit. Ich greife wieder an und dann bin ich im Finale mit dabei!» (van)

 


Berichterstattung vom 8. Mai

 

Blindenschützin Claudia Kunz behauptet sich in reinem Männerfeld

 

An der International Shooting Competition of Hannover fehlt die Schweizer Nationalmannschaft. Dafür trumpft Blindenschützin Claudia Kunz-Inderkummen gross auf.

 

Resultate: Qualifikation, Final

 

Erstmals können an der International Shooting Competition of Hannover (ISCH) auch Blindenschützen teilnehmen. Die Schweiz wird durch Claudia Kunz-Inderkummen vertreten. Die Zürcherin zeigte im Stehend-Match Gewehr 10m vom 8. Mai eine starke Leistung. Als einzige Frau unter den 22 Startenden erreichte sie in der Qualifikation den 7. Rang und schaffte damit den Sprung in den Final. Trotz eines Fehlers im ersten Schuss konnte sie sich in der Endausmarchung gegenüber der Qualifikation nochmals steigern. In einem hochklassigen Feld wurde sie sehr gute Sechste.

Am Mittwoch, 9. Mai, findet der Ligend-Match Gewehr 10m statt. Eine erneute Finalqualifikation würde im sehr starken Männerfeld eine Überraschung bedeuten. Aber Claudia Kunz-Inderkummen hat im Stehend-Match bewiesen, dass sie immer für eine Überraschung gut ist. (Heinz Reichle/van)

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