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Schweizerische Offiziersgesellschaft ruft Parlament auf, Bürger ernst zu nehmen

14.05.2018 - Stefan Holenstein, Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft SOG, kritisiert das geplante Waffengesetz und zeigt Solidarität mit den Schweizer Schützinnen und Schützen.

 

Interview in der Basler Zeitung

 

Am Freitag, 11. Mai, hat die Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz (IGS) eine Mitteilung zur geplanten Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie versandt (zur Mitteilung der Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz). Die IG, in der 16 Verbände und Organisationen vertreten sind, ruft darin die Mitglieder der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats auf, bei der Detailberatung des geplanten Waffengesetzes die Anregungen und Vorschläge der Schützen und der Waffenbesitzer aufzunehmen und Vernunft walten zu lassen. Mitunterzeichner der Medienmitteilung war auch die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG), die nicht Mitglied der IGS ist, sich aber solidarisch hinter deren Ziele stellt. 

Nun hat Stefan Holenstein, Präsident der SOG, nachgedoppelt. In einem Interview mit der Basler Zeitung nimmt er dezidiert Stellung gegen die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie. Der Bundesrat habe seinen Spielraum nicht ausgenützt und den Besonderheiten des Schweizer Schiesswesens keine Achtung geschenkt. Der Bürger werde zu wenig ernst genommen. Ebenso zerstreut er Befürchtungen, dass eine freiheitliche Ausgestaltung des Waffengesetzes automatisch eine Kündigung des Schengen-Abkommens nach sich ziehe. Das Abkommen sei in gegenseitigem Interesse, deshalb sei der Verhandlungsspielraum gross.

Zu reden gibt auch eine schon länger bekannte Klage Tschechiens vor dem Europäischen Gerichtshof. Neu ist, dass Tschechien nicht nur gegen die EU-Waffenrichtlinie an sich klagt, sondern auch gegen die Ausnahmeregelung für die Schweiz, die besagt, dass ehemalige Armeeangehörige nach Beendigung ihres Dienstes die Ordonnanzwaffe behalten dürfen. Darüber berichten unter anderem die NZZ am Sonntag (zugänglich nur für Abonnenten), der Blick und die Luzerner Zeitung. (van)

 

 

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