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Aargauer Meisterschaften 300m Möhlin

Bereuter und Denzler an der Spitze

Titelverteidiger Rafael Bereuter (Mitte) <br> liess sich im Dreistellungsmatch den <br>Aargauer Meistertitel von Rolf Denzler<br> nicht entreissen, rechts die <br> überraschende Drittklassierte<br> Vanessa Zürcher. (Foto: wr)
Titelverteidiger Rafael Bereuter (Mitte)
liess sich im Dreistellungsmatch den
Aargauer Meistertitel von Rolf Denzler
nicht entreissen, rechts die
überraschende Drittklassierte
Vanessa Zürcher. (Foto: wr)

27.08.2018 - Wie an den Aargauer 50-m-Meisterschaften eine Woche zuvor drückten die Gewehrschützen Rafael Bereuter und Rolf Denzler auch den Aargauer 300-m-Titelkämpfen in Möhlin den Stempel auf. Bereuter siegte dreistellig, Denzler zweistellig. Walter Schumacher gewann bei den Schützen mit Ordonnanzwaffe.

Weder das Alter noch eine Sommergrippe hindern den 54-jährigen Hallwiler Rolf Denzler zurzeit an Spitzenleistungen. Im Dreistellungswettkampf 300 m in Möhlin fand er allerdings in Rafael Bereuter erneut seinen Meister. Der Freiämter Titelverteidiger, der für die SG Aarau schiesst, konnte sich im Fricktal nach dem Frühlingseffort mit einer WM-Medaille an den Militärweltmeisterschaften auf seine Stehendfähigkeiten verlassen.

Spannender Kampf

Nach je 20 Kniend- und Liegendschüssen führte Denzler mit drei Punkten Vorsprung. Der Seetaler hatte liegend mit 200 Zählern perfekt getroffen. „Ich spürte den Druck von Rolf und musste mich stehend zusammenreissen“, gestand Nationalkaderschütze Bereuter. Das Aargauer Aushängeschild erzielte 190 Punkte gegenüber 180 von Denzler. Somit gelang Bereuter die Titelverteidigung im Elitewettkampf überzeugend. „Da fehlte mir das Stehendtraining“, zollte Denzler dem Sieger Anerkennung.

Die vielversprechendste Leistung gelang der 17-jährigen Mettauerin Vanessa Zürcher. Nach schwachem Beginn schoss sie immer besser und erreichte in einem ihrer ersten 300-m-Dreistellungsmatchs Bronze vor dem Fricktaler Routinier Hans Häseli.

Nervenduell

Trotz körperlichen und anderen Problemen zog Rolf Denzler am Nachmittag sein „Ding“ durch. Als Zweistellungs-Titelverteidiger mit dem Standardgewehr legte er in der Qualifikation mit 581 Punkten das Bestresultat vor, obwohl er mitten im 60-Schuss-Pensum einen Standwechsel vornehmen musste. Im Final gelang Denzler das Liegendpensum mässig. Peter Haltiner lag nach den ersten 15 Schüssen klar vorne. Der Teufenthaler fand sich dann in der Kniendstellung anfänglich nicht zurecht und fiel an die sechste Stelle zurück. Denzler übernahm nach 25 Schüssen die Führung und gab diese nicht mehr ab. Haltiner bäumte sich auf und holte noch Silber nach Bronze im Vorjahr. Gold verschenkte er, weil sein letzter Schuss nur 7,7 Punkte ergab.

„Heute wäre ich zu schlagen gewesen“, gestand Denzler. Am Schluss hatten alle mit den wechselnden Lichtverhältnissen zu kämpfen.“ Badmeister Haltiner, der einen erheblichen Trainingsmangel geltend machte, zeigte sich trotzdem zufrieden. Auch nur knapp geschlagen geben musste sich der Laufenburger Lukas Müller auf Rang 3.

Nervenflattern

Manches „Ahh“ und „Ohh“ entlockten die Ordonnanzschützen den Finalbeobachtern. Walter Schumacher jagte Titelverteidiger Stephan Morgenthaler. Letzterer führte nach 15 Liegendschüssen vermeintlich vorentscheidend, geriet aber kniend aus dem Konzept. Schumacher fand in der entscheidenden Phase zur nötigen Präzision und baute seinen Vorsprung auf 7,5 Punkte aus. Dies beruhigte ihn keineswegs. Er zitterte sich buchstäblich über die Distanz und musste gar noch 6,7 Punkte akzeptieren. Dennoch rettete er 4,5 Zähler Vorsprung auf Morgenthaler. Dahinter sah sich Altmeister Willy Linder hauchdünn auf Rang 3 verwiesen. (Wolfgang Rytz)

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