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Final der Schweizer Gruppenmeisterschaft Pistole 25m

Lausanne steht vor dem «Grand Slam»

Die Sieger aus Lausanne (von links): <br>Michael Witschi, Cédric Grisoni, <br>Alvaro Garcia, Gérald Hippias und <br>Teamchef François Barrat.
Die Sieger aus Lausanne (von links):
Michael Witschi, Cédric Grisoni,
Alvaro Garcia, Gérald Hippias und
Teamchef François Barrat.

01.09.2018 - Lausanne Les Carabiniers gewinnt den Schweizer Gruppenmeistertitel Pistole 25m vor Genf Arquebuse I und Malters II. Die Waadtländer holen sich damit nach dem Triumph mit der Luftpistole bereits den zweiten Titel in dieser Saison.

 

Resultate

 

Es war ein packender «Finish», der sich da im Rahmen des Schweizer Gruppemeisterschaftsfinal 25 m in Thun abspielte. Letztlich behielt Lausanne die Oberhand. Der 27-jährige Kriminalistiker Cédric Grisoni, der 31-jährige Ingenieur Alvaro Garcia, der 43-jährige Polymechaniker Gérald Hippias und der 44-jährige Banker Michael Witschi erzielten «finalement» einen einzigen Punkt (1139 gegen 1138) mehr als ihre Kollegen aus der Romandie, Genève Arquebuse. «Natürlich freut uns der Sieg gegen Genf. Aber wir sind nicht Rivalen im negativen Sinn», klärt Lausannes Teamchef Francois Barrat auf. «Im Gegenteil. Wir pflegen einen guten Kontakt untereinander und spornen uns gegenseitig eher an.» Die Stärke seiner Equipe ortet Barrat in der Ausgeglichenheit. «Alle vier sind auf einem ähnlichen Niveau. Wir haben niemanden der obenaus schiesst und niemanden der abfällt.» Das sorgt für einen gesunden Konkurrenzkampf. Und einen befeuernden...

 

Im Vorjahr knapp daneben

Vor Jahresfrist noch hatten die Lausanner den Final um einen Punkt als Elfte verpasst. Dies, nachdem sie zuvor einen Kameraden, der «blau» angelaufen war, ins Krankenhaus hatten bringen müssen. Die Umstellung in der Equipe zeitigte ihre Wirkung. Umso schöner der jetzige Triumph. «Wir haben wirklich ein Superjahr», sagt Barrat. In der Tat. Nach dem Gewinn der Silbermedaille im GM-Final 10m mit der Luftpistole nun der Triumph über 25m. Notabene in der genau gleichen Besetzung. Im Oktober steht noch der Final auf die 50m-Distanz an. Schlagen die Waadtländer im Rausch ihrer Erfolgswelle erneut zu, sichern sie sich quasi den helvetischen Pistolen-«Grand Slam». Im Tennis ist das dann, wenn ein Spieler alle vier Grand Slam-Turniere im Jahr für sich entscheidet. «Ich weiss nicht, ob es das schon einmal gab», sagt Barrat. Bis es jedoch so weit sei, stehe noch einiges an Arbeit an. «Aber es wäre ein schönes Ziel.»

 

Die Medaillengewinner (von links): Genève Arquebuse, Lausanne und Malters 2.

 

Und wieder nur um 1 Punkt

Titelverteidiger Teufen dominierte heuer sämtliche Vorrunden und sorgte auch im Halbfinal zusammen mit Malters für das Bestresultat. Doch dann kassierte Stefan Fuchs im Schnellfeuer-Final einen Nuller. Unerklärlich für den Betroffenen. Freilich befand die Jury, dass nur vier Schüsse auf der Scheibe zu eruieren waren. Der Schütze hätte derlei beweisen müssen, dass der fünfte auch im Ziel gelandet sein muss. «Wie soll ich das machen?», so Fuchs konsterniert. So blieb den starken Appenzellern lediglich Rang 7. Nächstes Jahr ist auch wieder ein Final. 

Ein brisantes Duell entwickelte sich auch im Kampf um Rang 3. Und zwar ein klubinternes. Malters 2 behielt schliesslich gegenüber der ersten Equipe der Luzerner um ebenfalls einen Punkt (1135 gegen 1134) die Oberhand. Es war der Final der knappen Entscheidungen.

 

Das Überraschungsteam aus Zunzgen (von links): Joachim Erhardt, Joel Kym, Tanja Spiess und Adrian Schaub.

 

Verblüffendes Zunzgen

Eine coole Vorstellung lieferte die junge Truppe von Zunzgen-Tenniken ab. Die beiden Lehrlinge Joel Kym (17) – seines Zeichens U21-Schützenkönig am Eidgenössischen 2015 – und Adrian Schaub (20) – beide Mitglieder des Nachwuchs-Kaders, sowie der 26-jährige Hauswart Joachim Erhardt und die 25-jährige Büroangestellte Tanja Spiess rückten als 23. der Hauptrunde als Ersatz in den Final vor. Dies, da drei Teams auf einen Einsatz in Thun verzichteten. Als Achte des Halbfinals erreichten die Baselländer zur allgemeinen Überraschung den Endkampf der Top 10. In diesem musste die junge Truppe dann Lehrgeld bezahlen. Dennoch: Platz 10 ist ein hervorragendes Ergebnis. Schnellfeuer trainieren in dieser Mannschaft primär die beiden Kaderschützen. Joachim Erhardt zum Beispiel sagt. «Als ich am Dienstag letzter Woche erfahren habe, dass wir am Final dabei sind, habe ich noch ein bisschen geübt.» Tja, dann wird man sich wohl nächstes Jahr wiedersehen, oder? «Eigentlich wollten wir nicht mehr», erzählt Joel Kym. Jetzt aber, da es so gut gelaufen sei, «werden wir wohl wieder dabei sein.» Dann als erfahrene Finalisten. (Michael Schenk)

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