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Glarner Sommercup – Final

Der Mann aus Gold tritt in Näfels gegen die Konkurrenz an

Jung, motiviert, freundlich und optimistisch:<br>Die Tugenden des Jan Lochbihlers.
Jung, motiviert, freundlich und optimistisch:
Die Tugenden des Jan Lochbihlers.

10.10.2017 - Der Glarner Sommercup – Final ist in der Agenda eines jeden Luftgewehrschützen kaum mehr wegzudenken. Die Luftgewehrsaison findet auch dieses Jahr mit dem Glarner Highlight ihre Eröffnung. Neu wird auch erstmals am Sonntag der Shootingmastersfinal in Näfels ausgetragen. Also für die Athleten der Schweizer Schützenszene ein doppeltes Muss im Glarnerland mit dabei zu sein. Ab 0900 Uhr treffen sich am Samstag die besten Qualifikanten des gesamten Sommers und duellieren sich bei Direktbegegnungen.

Alle mit Rang und Namen dabei

Die besten Zwei der heissen Jahreszeit sind Irene Beyeler und Patrik Lustenberger. Die Freiburgerin und der Innerschweizer verloren auf 200 Schuss nur elf Punkte. Bei der Elite sind praktisch alle Topathleten in den Top Ten vertreten. Wie hoch das Niveau mittlerweile ist, zeigt sich darin, dass der letztjährige Dritte, Simon Beyeler, sich mit Rang 12 begnügen musste. Umso erfreulicher, dass die Lokalmatadorin, Gina Landolt, sich direkt hinter dem Westschweizer-Star einreihen konnte. Nicht minder zu bewerten sind die Resultate beim Nachwuchs. Die jungen Talente sind mächtig am Drücker und würden so manchen Eliteschützen zum Schwitzen bringen. Julia Oberholzer hätte sich mit ihren 1974 Punkten gar bei den Erwachsenen an die Top Ten herangeschossen. Die Nidwalderin hat gute Chancen auf den Titel, denn das Ausnahmetalent Sarah Hornung hat dem Spitzensport den Rücken zugedreht und wird dieses Jahr auf der Startliste in Näfels fehlen.    

 

Der Dank gebührt den Helfern

Der Glarner Sommercup wartet eigentlich jedes Jahr mit einer neuen Überraschung auf. Jürg Fischli und sein eingespieltes Team setzen jeden Herbst wieder neue Ideen um, dass die Zuschauer und Athleten auf ihre Kosten kommen. Dieses Jahr wird dem Publikum erstmals die Herzfrequenz der Schützen visualisiert. «Die Athleten werden verkabelt und das Publikum kann live mitverfolgen wessen Herz nun am schnellsten schlägt» meint Jürg Fischli, der mit seinen Kameraden in den letzten Vorbereitungen steckt. «Ohne die fleissigen Hände und die stetigen Ideen meines Teams wäre die Aufgabe nicht realisierbar», so der Glarner Sportschütze und Organisator.

Sämtliche Informationen zu den Resultaten und zum Finaltag sind auf der Homepage www.glarner-sommercup.ch zu finden. (Text und Interview: André Eberhard)

 

Interview mit Jan Lochbihler

Jan, der Sommercupfinal steht bevor. Du giltst als Aushängeschild des Schweizer Schiesssports. Seit geraumer Zeit hast Du dein Leben dem Spitzensport verschrieben und bist nun Profi in Magglingen. Wie lebt es sich, wenn sich alles nur ums Schiessen dreht?
Sehr einfach und schlicht. Konzentriert auf seine Aufgaben und Ziele die man sich während der Saison setzt.
Ich kann jetzt in viel grösseren Umfängen trainieren als zuvor in der «normalen Arbeitswelt». Man darf aber nicht vergessen auch einmal etwas anders zu tun, statt sich nur mit dem Schiesssport zu beschäftigen.

 

Die EM in Baku war nicht nur von Erfolg gekrönt. In den olympischen Disziplinen blieb der erwartete Erfolg aus. Wie man lesen konnte, wurden Anpassungen in der Stehendstellung gemacht. Wirkt sich das auch auf das Luftgewehrschiessen aus?
Genau, die Stehendposition habe ich im 50m wie auch im 10m – Bereich angepasst. Ich bin ein Sportler der sehr schnell neue Dinge annehmen und umsetzen kann. Mir fehlt jedoch noch das Vertrauen und die Feinmotorik in dieser Position. Ich muss mir noch ein wenig Zeit geben, doch es wird sicherlich gut werden, da bin ich optimistisch.

 

Du hast nur gerade mal 17 Punkte über die ganzen Vorrunden verloren, aber belegst im Ranking nur den 5. Rang. Es zeigt sich, dass an der Spitze das Niveau sehr hoch ist. Du konntest dich in deiner Gruppe nicht direkt qualifizieren, was heissen könnte, dass Du bereits früh auf starke Gegner treffen dürftest. Ärgert es dich, dass ein einziger Zähler für die direkte Qualifikation fehlte?
Natürlich wäre es immer am schönsten den direkten Weg zu gehen um weiter zu kommen. In diesem Fall ergab sich die zweite Möglichkeit einen kleineren Umweg zu gehen und sich anhand der Punktzahlen zu qualifizieren. Lieber habe ich jetzt einen Punkt weniger, als dann im Final.

 

Dieses Jahr wartet eine Neuerung beim Final auf. Die Schützen werden mit Pulsbänder ausgerüstet und die Herzfrequenz wird über eine Leinwand projiziert. Welche Frequenz darf das Publikum bei dir erwarten?
Bestimmt keine Tiefe. Ich habe ja schliesslich auch eine stattliche Körpergrösse mit einem «grossen Motor», da schlagen die Ventile schon mal schneller.

 

Bei welchem Gegner oder besser gesagt bei welcher Gegnerin schlägt dein Herz höher?
Da bin ich selber gespannt. Ich hoffe aber schwer bei einer weiblichen Gegnerin.


Kommen wir zurück zum Sportlichen. Wie sieht die Zukunft von Jan Lochbihler aus?
Ganz klar werde ich bis 2020 in Magglingen als Vollprofi trainieren und leben. Weitere Jahre als Profischütze kann ich mir gut vorstellen. Wo und wie kann ich noch nicht beantworten, da kann noch vieles passieren.

Was gönnst Du dir mit dem Preisgeld, wenn Du den Jackpot für dich knackst?
Ich sollte noch neue Winterpneus haben… .


Wer gewinnt den Glarner Sommercup 2017?
Ich würde es von ganzem Herzen Simon gönnen. Er ist jetzt schon so viele Jahre dabei und hat diesen Cup meines Wissens noch nie gewonnen. Nun wird es Zeit dafür.

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