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Verbandsmatch Gewehr 50m, Schwadernau

Zentralschweizer feuern sich zum Sieg

Die drei besten Teams (von links): <br>Zürich, Zentralschweiz und Ostschweiz. <br>Vorne die beste Einzelschützin <br>Marina Bösiger.
Die drei besten Teams (von links):
Zürich, Zentralschweiz und Ostschweiz.
Vorne die beste Einzelschützin
Marina Bösiger.

06.10.2018 - Die Zentralschweizer Auswahl gewinnt den Verbandsmatch Gewehr 50m der Elite in Schwadernau. Heuer ohne Chance: die Grossmacht aus Freiburg.

 

Resultate

 

Nicht weniger als 20 Mal (!) hat Freiburg seit 1996 den Verbandsmatch Elite mit dem Sportgewehr auf der 50m-Distanz bislang gewonnen. Mit 25 Siegen seit 1923 sind die Freiburger sowohl was diese Statistik angeht, als auch was das Punktetotal angeht, Rekordhalter. Der Rekord stammt mit 580 Zählern aus dem Jahr 2011. Freiburg ist also sozusagen das Real Madrid punkto Verbandsmatch 50m. Heuer indes war von den klingenden Namen wie Simon und Irene Beyeler, Gilles Dufaux, Pascal Loretan oder Marco Poffet, die in der Summe für viele Nationalmannschafts-Einsätze stehen, niemand anwesend. Warum, wusste niemand so haargenau. Nicht einmal die für die «Stars» in die Bresche springende zweite Freiburger Garde. «Ich weiss es auch nicht», hielt einer der nachrückenden Schützen fest. Hat da angesichts der Dominanz der letzten Jahre, der langen Saison und dem langen Tag in Schwadernau eventuell eine gewisse Sättigung eine Rolle gespielt? «Honi soit qui mal y pense.» Es habe auf jeden Fall Spass gemacht dabei zu sein, so die anwesenden Freiburger. Auch wenn es letztlich «nur» der 10. Rang wurde.  Das Abwechslungsreiche an dieser Sache war, dass es wieder einmal einen Nicht-Freiburg-Sieger geben musste.

Spätestens nach der 1. Ablösung im abschliessenden Stehend-Schiessen konnte dieser neue Sieger nur noch Zürich oder Zentralschweiz heissen. Erstere in der Besetzung Manuel Lüscher, Fabio Sciuto, Patrik Lustenberger, Samuel Christen, Roman Durrer, Roberto May, Paul Wyrsch und Albrecht Imfeld entschieden das Z-Duell schliesslich mit 571.250 gegenüber 571.000 Punkten hauchdünn zu ihren Gunsten. «Dabei mussten auch wir auf Petra Lustenberger, Nina Christen und Marina Schnyder verzichten»,  sagt Teamchef Sepp Risi. Drei Athletinnen aus dem Nationalkader also. Anders als Freiburg vermochten die Zentralschweizer aus den Kantonen Nid- und Obwalden, Zug, Schwyz, Uri und Luzern die Absenz ihrer Kimme- und Korn-Matadoren besser zu verkraften. «Wir haben mindestens 15 Schützinnen und Schützen, die den Durchschnitt, mit dem wir hier gewonnen haben, schiessen können», so Risi. Die breite der Spitze also hat es ausgemacht. In der Tat: Die Resultate der acht Zentralschweizer Einzelschützen lagen zwischen 581 und 565. Freilich sei auch ein sehr guter Teamgeist Erfolgsrezept. «Jedes Mal, wenn wir unterwegs sind, ist es lustig», hält Risi fest. Und das sei nicht überall so... 

Den Kampf um Platz drei fochten die Ostschweiz, Glarus, Bern und Solothurn aus. Der Rest des Feldes hatte mit der Edelmetall-Abgabe nicht wirklich etwas zu tun. Die vom 22-jährigen St. Galler Christoph Dürr angeführten Ostschweizer (583 Punkte) behielten in diesem Vierkampf finalement die Oberhand. Die Entscheidung auf den Rängen vier, fünf und sechs war extrem eng. Noch besser als Christoph Dürr traf letztlich allein die Solothurnerin Marina Bösiger. Die 23-jährige Derendingerin war mit 584 Punkten die Beste. «Auch wenn es ein Team-Wettkampf ist, ist so ein Sieg auf jeden Fall wertvoll für mich», sagt sie. Immerhin sei es die einzige Gelegenheit, sich als Frau auf diesem Niveau mit der männlichen Konkurrenz zu messen. Die auf einer Fachstelle im Sozialbereich tätige Meisterschützin erreichte heuer unter anderem am Weltcup in den USA den sehr guten 14. Platz. Gelernt ist eben gelernt. (Michael Schenk)

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