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DV Zürcher Schiesssportverband (ZHSV)

DV ZHSV: Die Weichen sind gestellt

KKdt Aldo C. Schellenberg erfreute<br>mit seiner Rede die Zürcher Schützen
KKdt Aldo C. Schellenberg erfreute
mit seiner Rede die Zürcher Schützen

10.04.2017 - Der Zürcher Schiesssportverband (ZHSV) hat an seiner 11. Delegiertenversammlung am Samstag in Neftenbach die Weichen für die Zukunft gestellt. Rund 360 Abgeordnete aus den Zürcher Bezirks-, Unterverbänden und Vereinen beschlossen in der vollständig ausgebuchten Turnhalle «Auenrain» nach wenig geführten Diskussionen die Einführung einer professionell ausgerichteten Verbands-Geschäftsstelle ab 1. November 2017.


Finanzierung ist durch

An einer ausserordentlichen DV im letzten Herbst wurde mit der Genehmigung der rechtlichen Grundlagen in den Statuten der Schaffung einer Geschäftsstelle mit eindeutigem Mehr zugestimmt. Im Wesentlichen ging es bei diesem Geschäft jetzt lediglich noch um die Finanzierung. Nach dem Vergleich verschiedener Anträge standen sich für das Kostendach von 60‘000 Franken am Schluss der Antrag des Vorstandes (100 Franken pro Verein und 5 Franken pro Lizenz) und derjenige vom InfSV Hirslanden-Riesbach (120 Franken pro Verein und 5 Franken pro Lizenz ohne Junioren) gegenüber. Letztlich erhielt mit 175:121 Stimmen die Variante Hirslanden-Riesbach den Vorzug.
 

Volles Haus: Die Turnhalle «Auenrain» war ausgebucht


Neftenbach zum Zweiten

Eröffnet wurde die Delegiertenversammlung, die nach 2012 zum zweiten Mal in Neftenbach stattfand, durch den Musikverein Neftenbach unter der Leitung von Brigitte Büchi mit der musikalischen Einstimmung, gefolgt vom Fahnenmarsch beim Einmarsch der Kantonalfahne und später mit besinnlichen Klängen bei der Totenehrung.

Hugo Bretscher vom OK gab organisatorische Hinweise bekannt und der Neftenbacher Gemeindepräsident Martin Huber stellte im Rahmen der Grussadresse des Gastgebers seine Komune (5‘600 Einwohner - 50 Vereine) vor.


Geschäfte gutgeheissen

Im weiteren Verlauf der von Präsident Urs Stähli (Oberstammheim) in gewohnt souveräner Manier geleiteten Jahrestagung wurden überdies alle statutarischen Geschäfte und Anträge, mit den Schwerpunkten Jahresbericht und Finanzwesen, gemäss den Vorgaben des Vorstandes gutgeheissen. Der ZHSV steht finanziell auf einem gesunden Fundament. Die RPK stellte dem Vorstand mit Finanzchef Enrico Brandenberger für den haushälterischen Umgang mit den Verbandsfinanzen ein gutes Zeugnis aus. Die transparente und detaillierte Jahresrechnung 2016 sowie auch das Budget 2017 wurden ohne Einreden einstimmig genehmigt.


Freddy Kohler Ehrenmitglied

Im Mittelpunkt der wiederum zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen von erfolgreichen Aktiven und Jungschützen sowie langjährigen und verdienstvollen Funktionäre stand die Verleihung der Verbands-Ehrenmitgliedschaft an Freddy Kohler. Der Geehrte war seit den 70er-Jahren in den unterschiedlichsten Chargen und Ämter für den Schiesssport tätig, vorab im Matchwesen. Unter anderen bei der Matchschützenvereinigung Zürich, den Sportschützen Kloten, beim Schweizer Matchschützenverband, beim ehemaligen Zürcher Sportschützenverband und zuletzt von 2001 bis 2017 als Chef Kantonalkader 10m im ZHSV. Trotz seines Rücktritts wird er weiter für den ZHSV tätig sein (Kantonalstich G50).

Wie gewohnt nahmen weitere Ehrungen breiten Raum ein. Für mindestens 25 Jahre unkumulierte Ausübung von wichtigen Chargen wurden 15 Funktionäre mit der Ehrenmedaille des ZHSV ausgezeichnet

Dazu ist Silvia Weber, die sich als Mitglied der Revisionsstelle jahrelang um das Schiesswesen im Zürcher Schiesssportverband verdient gemacht hat, in die Gilde der ZHSV-Ehrengäste aufgenommen worden.

Gewürdigt und ausgezeichnet wurden zudem die Leistungen von Zürcher Schützen an den Schweizermeisterschaften und mit Prämienkarten wurden die jeweils besten Jungschützen und Jugendliche in den Jahreswettkämpfen (je drei Erstplatzierte) der insgesamt sieben Kategorien belohnt.

Ferner wurden Peter Gamper (Machtchef G 50m), bleibt aber Ressortleiter Match Gewehr), Thomas Gubser (Gruppenleiter Zürcher Meisterschaften G 10m), bleibt aber Ressortleiter Nachwuchskader, Peter Schneeberger (ALStv Finanzen) bleibt aber Ressortleiter Controlling und Roland Meister (Kantonalstich G 50m) mit Geschenken aus Funktionärstätigkeiten verabschiedet.


Prominent gespickte Gästeliste

Präsident Urs Stähli begrüsste zuerst einige Ehrengäste aus der langen und prominent «gespickten» Präsenzliste, ehe er anschliessend mit kernigen Worten zu den Themen Erfolge der Schweizer Schützen, die Senkung des Jungschützenalters und die Verschärfung des EU-Waffenrechts zur DV überleitete. Aus der Politik verfolgten Ständerat Ruedi Noser, Regierungspräsident Mario Fehr sowie die Kantonsräte Jacqueline Hofer, René Isler, Dieter Kläy, Konrad Langhart und Martin Zuber mit grossen Interesse die Verhandlungen. Das hohe Militär war vertreten durch KKdt Aldo C. Schellenberg (Kdt Luftwaffe und Stv Chef der Armee), Div Hans-Peter Kellerhals (Kdt Ter Reg 4), Oberst iGst Thomas Bär (Amtschef AMZ), Oberst Gerhard Gräzer (ESO 14), Oberst Franz Walker (ESO 15) und Oberstlt Tanja Lips (AMZ). Willkommen geheissen wurden zudem (von der „Viererbande“) Renato Steffen (Vorstand SSV), Toni Meyer (KSV Obwalden) und Oviedo Mazorini (KSV Tessin) und weiteren Gäste aus den kantonalen Verbänden. Ausserdem Peter Seeburger (Power-Team ZKS), Peter Schneeberger (USS-Versicherungen) und Bettina Gysi (ZKB), die ZHSV-Ehrenpräsidenten Hans-Rudolf Alder, Bernhard Bähler, Max Meier, Fritz Kilchenmann und Arthur Tobler sowie rund 35 Ehrenmitglieder. Insgesamt 490 Anwesende (360 Stimmberechtigte und 130 Gäste) nahmen Kenntnis von einem in allen Teilen intakten, geeinten und gut funktionierenden Zürcher Schiesssportverband.
 

Austausch von kleinen Geschenken: Regierungspräsident Mario Fehr (links) mit ZHSV-Präsident Urs Stähli

 


Am Rednerpult

Wiederum nutzten prominente Gäste für einen Auftritt das Rednerpult. KKdt Aldo C. Schellenberg sprach den Zürcher Schützen in die Herzen. Das Erfolgsgeheimnis der Schweiz sei das Milizprinzip. Dazu gehöre auch das ausserdienstliche Schiesswesen. Es sei ihm bewusst, dass in Schützenkreisen immer wieder die Angst aufkäme, dass die Armee dereinst die Unterstützung für das ausserdienstliche Schiessen einstellen werde. Für diese Befürchtungen bestehe aber kein Anlass, es werde auch in Zukunft von der Armee benötigt und unterstützt. Im Weiteren sprach er über die Weiterentwicklung der Armee (WEA): «Wir haben die beste Armee der Welt - wir dürfen stolz auf sie sein», schloss der Kdt Luftwaffe und Stv CdA.

Der Zürcher Regierungsrat stehe voll hinter dem Schiesssport, sagte Regierungspräident Mario Fehr bei seinem kurzen und wie immer humorvollen Auftritt am Mikrophon. Der Schiesssport werde immer mehr zur trendigen Sportart, immer mehr Jugendliche seien seiner positiven Ausstrahlung zugetan, wie von allem auch die Zunahme bei den Jungschützen und das Knabenschiessen in Zürich deutlich aufzeige.

Wegen der angekündigten Schliessung von Schiessanlagen in den Zürcher Gemarchen (Hasenrain und Probstei) soll man sich nicht einschüchtern lassen und man soll einfach um jede Anlage kämpfen. Am Schluss übergab der Regierungspräsident noch das Zertifikat für ehrenamtliche Tätigkeit im Sport an Vreni Hollenstein.

Im Weiteren gab Peter Seeburger (Power-Team ZKS) einen Einblick in die Tätigkeiten des Zürcher Kantonalverbandes für Sport und SSV-Vorstandsmitglied Renato Steffen überbrachte die Grüsse des Landesverbandes und informierte über dessen neuesten Programme und Angebote Schliesslich machte er bereits erste Werbung für das Eidgenössische Schützenfest 2020 in Luzern.


Kantonales auf Kurs

Das 26. Zürcher Kantonalschützenfest 2018 (15.-18. - 22.-25. - 29. Juni - 1. Juli) ist auf Kurs. Werner Hediger, OK-Vizepräsident informierte über die auf vollen Touren laufenden und schon sehr weit fortgeschrittenen Vorbereitungen des Kantonalfestes, das sechs Jahre nach Fehraltdorf, im Zürcher Limmattal stattfinden wird.


Gelungenes Abschlussprogramm

Es gehört zu den gastfreundlichen Gewohnheiten, dass die ZHSV-Delegiertentagungen jeweils mit einem Nachtessen und einem vom lokalen Organisator angebotenen Unterhaltungsprogramm abgeschlossen werden. Rund 280 Versammlungsteilnehmer liessen sich das feine von flinkem Personal servierten Znacht schmecken und freuten sich dazwischen über die Darbietungen des Jodelclubs Wülflingen und der Alphornfreunde Neftenbach. (Werner Hirt)

partner FST

 

 

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