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Landsturmverein Lenzburg - Frühlingsschiessen und GV

Gelungene Frühlingsmeisterschaft der Lenzburger Landsturmschützen

Wachtablösung: Ehrenpräsident Kari<br> Neuhaus (links) übergibt die LSV<br>Glocke an Wilton Soria, dem neuen<br> Präsidenten des LSV Lenzburg
Wachtablösung: Ehrenpräsident Kari
Neuhaus (links) übergibt die LSV
Glocke an Wilton Soria, dem neuen
Präsidenten des LSV Lenzburg

11.04.2017 - Die Gründung des Landsturmvereins Lenzburg erfolgte im Jahr 1900. Diese vaterländische Vereinigung kennt jährlich zwei Veranstaltungen: das Frühlings- und das Herbstschiessen. Ausgetragen wird dieser Anlass in der regionalen Schiessanlage von Lenzburg auf den klassischen Distanzen 25, 50 und 300 Meter. Neben den Ordonnanzwaffen sind auch Sportgewehr und Sportpistole zugelassen.

Grundsätzlich - und das vor vielen Jahren - galt das Landsturmschiessen als ausserdienstliche Tätigkeit, wobei Ausbildung und die Stärkung der Wehrkraft im Vordergrund standen. Was möglicherweise noch daran erinnert, ist,  dass es bei beiden Waffen keine Probeschüsse gibt, ganz nach dem Gedanken, der erste Treffer zählt. Heute ist das Landsturmschiessen Stätte der Begegnung und Kameradschaft unter Gleichgesinnten. Der gesellschaftliche Teil zieht mit dem rein sportlichen Wettkampf gleich. Schlussendlich geht es aber, wie beim Schiess-Sport - immer und überall - um Punkte. Es gibt glückliche Sieger und nachdenkliche Verlierer. So auch nach 117 Jahren am Lenzburger Landsturmschiessen vom 08.04.2017. 

Die souveränen Tagessieger heissen:

Hans Häfeli (Standardgewehr) Stefan Mathis (Ordonnanzgewehr) und Thomas Rey (Pistole)

Der 87-jährige Seniorveteran Fridolin Staubli aus Künten bestätigt sich - wie vor einem Jahr - mit dem Standardgewehr mit schönen 187 Punkten und erreichte hinter dem Kategoriensieger und Pokalgewinner Hans Häfeli vom MSV Meisterschwanden (191 Punkte) den schönen Ehrenplatz.
 

87 Jahre - aber zielsicher wie je und je: Fridolin Staubli aus Künten belegt den 2. Rang mit dem Standardgewehr

 

Landsturmschützen sind «Profis»

Überfliegt man die Rangliste stellt man sofort fest, hier sind keine Amateure am Werk. Die Namen der vorn Platzierten sind - zumindest regional - gut bekannt. Die Landsturmschützen trainieren vorgängig in ihren Schützenvereinen und messen sich dann am Tag X in der SAL in Lenzburg. Es kommt aber auch vor, dass der Wettkampf als eigentlicher Saisonauftakt gilt und hier der erste Schuss im neuen Jahr abgefeuert wird.

Die meisten kommen aus der Region, aus dem Kanton Aargau. Gut vertreten ist die Umgebung von Lenzburg und das Seetal. 10 Schützen stammten aus dem PC Rupperswil. Einer reist aber immer von Luzern an. Pistolenschütze Ueli Sandmeier vom PC Fahrwangen. Mit der Beteiligung  ist er zufrieden - Präsident Kari Neuhaus - welcher nun das Zepter dem jüngeren Wilton Soria übergibt. Fast 80 Schützen waren an diesem warmen Frühlingstag präsent - es waren schon mehr - aber auch schon weniger.


Qualität führte zum Sieg: Erfolgreicher Gewehrschütze Stefan Mathis

Den Gewehrschützen stehen 2 Scheibenbilder zur Verfügung, die schwarze klassische Punktscheibe A10 und die grüne Figurenscheibe B10. Nur wer mit beiden Zielbildern zurecht kommt, hat die Chance zum LSV-Meisterschützen. Die Scheibe spielt eigentlich keine Rolle, man muss einfach immer in die Mitte schiessen, erklärt Stefan Mathis aus Staufen - und genau das tat er !

Er totalisierte zweimal 93, das reichte - mit Vorsprung - zum Tagessieg bei den Ordonnanzschützen. Martin Hodel (ebenfalls Staufen) vergab seine Siegeschance auf der A Scheibe - wo er "nur" 89 Punkte abliefern konnte. Er holte mit seinen 182 Punkten "Silber". Erwähnenswert ist, dass die beiden Führenden ihre Ränge ohne die speziellen "LSV-Zuschläge" erreichten. Kommen beide in die (Veteranen)-Jahre werden sie umso gefährlicher für die Konkurrenz. Hans Hunziker, Christian Zaugg und Beda Schmid profitierten vom 4 Punkte Bonus - und reihen sich hintereinander mit einem Total von 181 Punkten in der Rangliste ein. Von den 32 rangierten Ordonnanzschützen verwendeten über die Hälfte das modifizierte Sturmgewehr 57-03. Als bester Karabinerschütze zeichnete sich Christian Zaugg (1943) aus. Mit  guten 177 Gesamt-Punkten schwang Walter Obrist - eine legendäre Figur der ehemaligen Sektion Aargau des Schweizerischen Feldweibelverbandes - oben aus. Er darf als Stgw 90-Sieger bezeichnet werden. Mit dem Jahrgang 1930 waren Fridolin Staubli (Künten) und Bernhard Wiederkehr (Baden) die ältesten Semester im Feld. 50 Jahre jünger, Lars Dittmann (1980) aus Sarmenstorf.  Als beste Gewehrschützin etablierte sich Rita Knobel aus Brunegg auf dem 12. Rang.


Mit 93+2 Punkten auf der langen Distanz den Grundstein zum Sieg gelegt:

Pistolenschütze Thomas Rey, Möriken holt den Wanderpreis

Im Gegensatz zu den Gewehrschützen stehen den Pistoleros zwei Distanzen zur Verfügung.

Ausschlaggebend ist aber meistens das Resultat auf 50 Meter, das musste auch der mehrfache Pistolenmeister des LSV Lenzburg, Robert Bart zur Kenntnis nehmen. Wer im 50-Meter Programm unter 90 bleibt muss auf 25 Meter das Maximum schiessen um noch auf das Podest gelangen zu können. Harold Baur, ein regional bekannter Spitzenschütze, blieb mit 91 noch gut im Rennen, blieb dann aber mit geschossenen 94 auf der Kurzdistanz unter seinen Möglichkeiten. Gesamthaft reichte es ihm (mit Zuschlägen) zu einem Score von 189 Schlusspunkten. Das war der dritte Rang. Ein fataler 7er warf ihn aus dem Rennen, Meisterschütze Bernhard (Beni) Berner aus Rupperswil. Er, welcher hier schon oftmals als Mister LSV auf dem obersten Podest stand. Nicht jeder Schuss ist ein Genuss, würde dazu Bruno Dörig vom PCR rezitieren. Mit 97+2 Punkten auf 25 Meter reichte es Beni aber zum verdienten Ehrenplatz. Wie schon oft, steigerte sich der PCR Rekordmeister kurz vor der Ziellinie. Die beste Dame im Pistolenfeld war die Lenzburgerin Esther Hauser, vor Ursula Casali und Rita Knobel. Insgesamt wurden 38 Schützen rangiert.

Gäbe es eine Kombination, dann wären wohl Kurt Sommerhalder, Guido Fischlin und Lars Dittmann vorn. Dieses Trio war - mit Gewehr und Pistole - praktisch ebenbürtig.

Als ältester Pistolenschütze stand Walter Sandmeier (1934) - der ehemalige Lenzburger Bezirksamtmann - im Einsatz. Er ist - wie die meisten Absolventen - ein treuer Stammschütze des LSV Lenzburg.

 

Flankieren den verdienten Ordonnanzmeister 2017 Stefan Mathis aus Staufen und vervollständigen das Podest: Hans Hunziker (links) und Martin Hodel (rechts)

Dominierten bei den Pistolenschützen: (v.l.) Bernhard Berner (2.) Thomas Rey (1.) Harold Baur (3.)


Gehört zum Rahmenprogramm: Generalversammlung im Hendschiker Horner

Es gehört zur Tradition dieses ehrenwerten Vereins, dass die Generalversammlung Teil des Frühlingsschiessens ist und man nach dem letzten Schuss bei Pauli Baumann im - als Trucker-Restaurant bekannten "Horner" in Hendschiken - zum gemütlichen Umtrunk einkehrt. Praktisch bis auf den letzten Platz war das "Säli" besetzt, als Kari Neuhaus zu seiner letzten Generalversammlung als Präsident einläutete. 48 Stimmberechtigte waren anwesend. Das werte ich als ein kameradschaftliches Zeichen, resümiert Kari freudestrahlend. 15 Jahre war er Präsident des LSV Lenzburg. Gerne gibt er nun die "Glocke" einem jüngeren Kameraden in die Hand. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Wehmut, aber auch mit vaterländischem Stolz und Zuversicht tritt der Lenzburger nun ins zweite Glied zurück.


Verdienter Ehrenpräsident: Karl Neuhaus

Folgerichtig kam auch der Vorschlag aus dem Vorstand zur Ernennung zum Ehrenpräsidenten. 48:0 - so das formelle Abstimmungsresultat. Wilton Soria, Mitglied der Schützengesellschaft Lenzburg und seit 2009 im Landsturmverein aktiv dabei wurde von der  Versammlung einstimmig  zum neuen Präsidenten gewählt. Er tritt in die Fusstapfen von Kari Neuhaus und präsidiert ab sofort den LSV Lenzburg, welcher aktuell 163 Mitglieder umfasst.

Der nun abtretende Präsident stiess im Jahre 1985 zum Landsturmverein Lenzburg, war anfänglich Kassier und dann Präsident.


Fernziel LSV Lenzburg: 200 Mitglieder

Dieses - von Karl Neuhaus formulierte Ziel - konnte, trotz grossen Anstrengungen und Bemühungen bisher nicht erreicht werden. Wilton Soria welcher auf Kontinuität setzt, will keine radialen Veränderungen bewirken, meinte aber, dass ein Bestand von 200 auf jeden Fall anzustreben - und auch machbar sei. In Kürze werde er seine Ideen dem Vorstand unterbreiten und die Strategie der Zukunft festlegen.


Landsturmverein Lenzburg: Grundsätzlich kein Altersheim

Bereits ab 30 Jahre kann man Mitglied im Landsturmverein Lenzburg werden. Die sinnvolle Herabsetzung von 40 auf 30 Jahre war eine Idee des Vorstandes um der Überalterung zu begegnen. Junge Schützen sollen dem Landsturmverein neue Impulse geben. Die Massnahme hat noch nicht richtig gegriffen, weil Landsturm und Landwehr immer noch mit dem Zitat "Länger als das Gewehr"  (und damit mit älteren Herrschaften) verbunden wird.

 

Der Landsturmschiessen in Lenzburg ist für den regionalen Sportschützen eine gute Möglichkeit, die Saison - im Kreise Gleichgesinnter - sinnvoll zu beginnen und zu beenden.

Angesprochen sind Schützinnen und Schützinnen, welche eine zusätzliche Herausforderung brauchen oder eine Ergänzung zu ihrem Clubprogramm suchen.


Herbstschiessen mit Kultur 

Das aktive Mitmachen lohnt sich alleweil - besonders beim kommenden Herbstschiessen wo die traditionelle Berner Platte aufgetischt wird und bis zum letzten Rang schöne Natural-Preise abgegeben werden - und alles für einen Jahresbeitrag von bescheidenen 20 Franken.

Neumitglieder sind jederzeit willkommen. Das Anmeldeformular auf der Homepage ist zum Ausfüllen bereit.


Auszug aus den Ranglisten

partner FST

 

 

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