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Eidgenössisches Feldschiessen 2017

127’840 Teilnehmer am Eidgenössischen Feldschiessen

Das Eidgenössische Feldschiessen <br>ist das grösste Schützenfest der Welt. <br>Hier ein Schnappschuss aus dem <br>Schiessstand Wishalde in Baar.
Das Eidgenössische Feldschiessen
ist das grösste Schützenfest der Welt.
Hier ein Schnappschuss aus dem
Schiessstand Wishalde in Baar.

07.06.2017 - Das Eidgenössische Feldschiessen war einmal mehr das grösste Schützenfest der Welt. 127’840 Schützinnen und Schützen haben mit ihrer Teilnahme gezeigt, wie hoch der Stellenwert des Schiesssports in der Schweiz nach wie vor ist.

 

Impressionen (Schicken Sie Ihr Bild an redaktion@swissshooting.ch)

Das Feldschiessen in Giffers-Tentlingen

Statistik

 

Kaiserwetter für das grösste Schützenfest der Welt: Vom Freitag- bis am Sonntagabend dominierte die Sonne den Himmel in der Schweiz. Das färbte auf die Stimmung in den Schiessständen in der ganzen Schweiz ab. Überall kam richtige Volksfeststimmung auf. Mit Kick-off-Veranstaltungen und mit viel Prominenz war das Eidgenössische Feldschiessen schon in den Tagen zuvor eingeläutet worden. Besonders zelebriert wird der Breitensport-Grossanlass jeweils im Kanton Freiburg. Dort wird das Feldschiessen in den verschiedenen Bezirken zentral durchgeführt. Dass das Freiburger Kantonswappen das begehrte Kranzabzeichen ziert, hat die Festfreude nochmals verstärkt. Ein «Feldschüssä»-Anlass stach dabei besonders hervor – jener von Giffers-Tentingen. Auf einem gebührend grossen Festgelände wurde dort der Kanton Fribourg im Rahmen des Feldschiessens gefeiert, samt Persönlichkeiten aus Politik und Prominenz. Das Wetter war auch auf dem Festgelände in Giffers-Tentingen, dem de-fakto Hauptgastgeberort des eidgenössischen Feldschiessens 2017, der grosse Pluspunkt – doch auch wenn es anders gewesen wäre, könnte man sich nur schwer vorstellen, dass die Stimmung darunter gelitten hätte. Zu fröhlich waren die Gesichter, die Kameradschaft war spürbar. Dies erwähnte auch Ruedi Vonlanthen in seiner Festrede: «Drei Tage lang erlebten wir zufriedene Menschen, jung und alt, Frauen und Männer, welche sich im sportlichen Wettkampf messen, sich gegenseitig achten, lebhaft diskutieren und einander ein freundliches Lächeln schenken.» Dies also die Grundessenz dessen, was das eidgenössische Feldschiessen ja genau erreichen möchte – die Bevölkerung und die Schützen näher zusammenzubringen, Türen zu öffnen und Brücken zu bauen.

Das schöne Festzentrum, auf einer riesigen Wiese erbaut, hat auch einige bekannte Gesichter angelockt – darunter Roger De Weck, Generaldirektor SRG SSR, seinerseits stolzer Fribourger und ehemaliger Finalist beim zürcherischen Knabenschiessen, sowie hoher Besuch in Form von Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Internationaler Besuch war in Form der Königlichen Hauptschützengesellschaft München anwesend, welche mit 50 Mitgliedern das Feldschiessen absolviert hat – sehr zum Gefallen seiner Mannschaft, welche sich lediglich den Umgang mit Kleinkalibern und olympischen Disziplinen gewohnt ist. Doch trotz dieser Umgewöhnung sah man auch bei ihnen einige Kränze an den Jacken hängen. Seine erste Ansprache als neuer Präsident des SSV hielt Luca Filippini in der voll besetzten Festhalle – und fasste den Mut, auch ernstere Themen anzusprechen und die Bedrohung für den Schützensport aus Brüssel beim Namen zu nennen.

Doch genau wie überall in der Schweiz ging auch dieses Feldschiessen am Sonntagabend, 11. Juni, zu Ende, und die Organisatoren bauen ihr Equipment ab. Denn egal wo man das Feldschiessen besucht, überall endet es auf die gleiche Weise – es wird aufgeräumt, Material wird versorgt, und man freut sich schon auf das nächste Jahr.

 

Grosser Zuwachs in Schaffhausen

Im Kanton Freiburg konnte wie andernorts auch ein Zuwachs an Schützinnen und Schützen vermeldet werden. Andere Kantone konnten aber noch mehr zulegen: die Kantone Schaffhausen (+7,81 Prozent), Basel-Stadt (+6,34) und Tessin (+5,94) vermelden den höchsten Zuwachs. Dagegen hat das Feldschiessen in den Kantonen Obwalden (-10,82 Prozent), Wallis (-7,99) und Zug (-5,87) etwas an Zuspruch verloren.

Das Eidgenössische Feldschiessen, dessen Geschichte auf das Jahr 1872 (Gewehr) und 1919 (Pistole) zurückgeht, ist landesweit als volksnaher Grossanlass rundum positiv verlaufen. Es kann weiterhin als gutes Zeichen gewertet werden, dass eine grosse Zahl an Schweizerinnen und Schweizern aus allen Bevölkerungsschichten und Altersstufen am Feldschiessen teilnimmt und damit ein Bekenntnis zur Schweiz und ihren Traditionen abgibt. Gerade im Hinblick auf die von der EU beschlossene Verschärfung des Waffenrechts stärkt eine hohe Teilnahme am Eidgenössischen Feldschiessen den Rücken der Schützinnen und Schützen, die sich für ihr Hobby einsetzen werden.

 

Maximalresultate. Gewehr (72 Punkte): Walter Bachmann, Seon AG; Willi Gloor, Tägerig AG; Josef Reichmuth, Aristau AG; Paul Amacher, Oberried Brienz BE; Fritz Locher, Messen BE; Gerhard Marti, Gsteig BE; Hans Röthlisberger, Wasen i. E. BE; Ernst Wyttenbach, Heimenschwand BE; Heinrich Gugler, Rechthalten FR; Hans Luzi Stucki, Valendas GR; Beat Brunner, Menznau LU; Christian Graber, Grossdietwil LU; Beatrice Hodel, Wikon LU; Bernhard Schmid, Hasle LU; Thomas Blöchlinger, Ernetschwil SG; Peter Hochreutener, Eggersriet SG; Lukas Müller, Neuhaus SG; Michael Schweizer, Weite SG; Mirco Stoffel, Mols SG; Karl Thoma, Amden SG; Markus Borner, Hägendorf SO; Mario Calanca, Claro TI; Urs Amacker, Varen VS; Norbert Wyder, Glis VS; Stefan Baumann, Weisslingen ZH; Daniel Bernegger, Hünikon ZH.

Pistole (180 Punkte): Daniel Dennler, Umiken AG; Andreas Hunziker, Oberkulm AG; Hans-Rudolf Schneider, Emmenmatt BE; Hans Bürkli, Untervaz GR; Martin Berner, Menznau LU; René Koller, Grosswangen LU; David Leisibach, Aesch LU; Walter Moor, Altishofen LU; Sepp Kost, Engelberg OW; Markus Fischer, Zuckenriet SG; Beat Schmitt, Bellach SO; Roland Wicki, Wynigen SO; Erich Krummenacher, Oberarth SZ; Adrian Müller, Walchwil ZG; Roberto Allegranza, Biasca TI; Brenno Regazzoni, Grancia TI; Hanspeter Schuler, Erstfeld UR; Andreas Peier, Oberrieden ZH; Paul Stutz, Zwillikon ZH.

 

 

Statistik Eidgenössisches Feldschiessen 2017

Kanton

Teilnehmer 2017

Teilnehmer 2016

Differenz

Teilnehmer Gewehr 300m

Differenz
zu 2016

Teilnehmer Pistole 25/50m

Differenz zu 2016

AG

13335

14102

-767

10460

-719

2875

-48

AI

635

636

-1

560

+2

75

-3

AR

910

879

+31

803

+40

107

-9

BE

26006

26397

-391

19722

-268

6284

-123

BL

4379

4161

+218

3276

+284

1103

-66

BS

755

710

+45

436

+22

319

+23

FR

6857

6822

+35

5095

+38

1762

-3

GE

1496

1484

+12

1041

+62

455

-50

GL

944

1000

-56

760

-45

184

-11

GR

3635

3669

-34

2584

-51

1051

+17

JU

1271

1367

-96

788

-40

483

-56

LU

8007

7847

+160

5857

+109

2150

+51

NE

1518

1593

-75

970

-48

548

-27

NW

1019

973

+46

660

-5

359

+51

OW

816

915

-99

495

-71

321

-28

SG *

7572

7692

-120

5582

-164

1990

+44

SG (OT)**

640

640

+0

530

+0

110

+0

SH

1366

1267

+99

995

+77

371

+22

SO

6133

6282

-149

4693

-168

1440

+19

SZ

3373

3322

+51

2607

+26

766

+25

TG

5953

5682

+271

4679

+255

1274

+16

TI

4635

4375

+260

3223

+218

1412

+42

UR

930

880

+50

759

+37

171

+13

VD

6054

6330

-276

4455

-143

1599

-133

VS

3224

3504

-280

2353

-190

872

-90

ZG

1955

2077

-122

1117

-87

838

-35

ZH

14422

14587

-165

9890

-163

4532

-2

Ganze CH

127840

129193

-1353

94389

-992

33451

-361

 

* Sankt Gallen ohne Obertoggenburg
** nur Obertoggenburg

Alle Angaben ohne Gewähr

 


Vorschau vom 6. Juni 2017

 

Das grösste Schützenfest der Welt

 

Vom 9. bis 11. Juni werden rund 130'000 Schützinnen und Schützen am Eidgenössischen Feldschiessen um das begehrte Kranzabzeichen schiessen. Doch letztlich geht es beim grössten Schützenfest der Welt primär um die Freude am Schiesssport und das Bewahren einer Tradition.

 

Weitere Informationen und Abfrage der Schiesstage

 

Im Jahr 1872 wurde das Feldschiessen (damals nur für Gewehr) erstmals durchgeführt. 1919 stiessen die Pistolenschützen hinzu. Bis heute hat sich an der Faszination Feldschiessen nichts geändert. Für alle Schützinnen und Schützen sind die drei Tage im Juni ein fixes Datum im Terminkalender. Auch dieses Jahr erwarten die Schweizer Schützenvereine über 130'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die damit ihre Freude am Schiesssport unter Beweis stellen. Denn die Teilnahme kommt beim Eidgenössischen Feldschiessen vor dem Rang.

 

Lockt die Schweizerinnen und Schweizer in den Schiessstand!

Bereits haben in zahlreichen Kantonen und auf verschiedenen Schiessständen Kick-off-Veranstaltungen und Vorschiessen stattgefunden, die deutlich machen, dass der Schiesssport nach wie vor eine grosse Bedeutung hat (siehe die verschiedenen Artikel rechts). Das ist gerade in Zeiten, in welchen die Europäische Union mit der Verschärfung des Waffenrechts diese urschweizerische Tradition gefährdet, ungemein wichtig. Eine hohe Teilnehmerzahl ist auch ein politisches Statement. Deshalb erfolgt auch der Aufruf an alle Schützinnen und Schützen, so viele Teilnehmer wie möglich in den Schiessstand zu locken und somit dem Bekenntnis zu unserem Land, zu unseren Traditionen und zu unserem Milizsystem Nachdruck zu verleihen.

 

Gesucht: die besten Fotos vom Feldschiessen

Am traditionellen Feldschiessen wird einerseits mit Gewehr und Pistole auf Scheiben, andererseits mit der Kamera geschossen. Die unzähligen Helferinnen und Helfer sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer halten das grösste Schützenfest der Welt bildlich fest. Diese Bilder zeigen wir gerne auf swissshooting.ch und auf unserem Facebook-Auftritt. Senden Sie Ihre Schnappschüsse an redaktion@swissshooting.ch. Die besten Bilder werden publiziert.

 

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