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Final Schweizer Gruppenmeisterschaft Gewehr 50m Junioren

Cottens geht als Sieger aus dem Krimi hervor

Cottens ist der neue Schweizer <br>Junioren-Gruppenmeister.
Cottens ist der neue Schweizer
Junioren-Gruppenmeister.

02.07.2017 - Mit dem letzten Schuss schlossen die Junioren von Cottens et Environs im Final der Schweizer Junioren-Gruppenmeisterschaft 50m zum führenden Pfäffikon am Etzel auf. Im Stechen setzten sich die Romands mit 0,2 Punkten Vorsprung durch.

 

Resultate: Qualifikation, Final

Impressionen

 

«Wir wollten viele kleine Fehler vermeiden und so ein möglichst optimales, grosses Ganzes erreichen», hielt Equipenchef Marcel Zürcher nach dem Final an der Gruppenmeisterschaft 50m der Junioren in der Thuner Guntelsey fest. Eine fast schon philosophische Beschreibung dessen, was letztlich effektiv zum Sieg seines Freiburger Quartetts von Cottens et Environs führte. Das Kleine am besten gemacht haben Thomas Frioud, Emile Verdon, Jérémy Chardonnens und Ludovic Rohrbasser. Diese glorreichen Vier behielt die Nerven und setzten sich im «Shoot-off» gegenüber Pfäffikon am Etzel hauchdünn um 0.2. Punkte durch.

Das Schwyzer-Viererteam von Pfäffikon am Etzel mit Ian Roggenmoser, Rebecca und Muriel Züger sowie Sandra Meier hatte die zwei Qualifikationsrunden à je 20 Schuss (2 Schützen kniend, 2 liegend) zuvor dominiert. Dies vor Rubigen und den Titelverteidigern von Zürich-Neumünster. Cottens lag nach diesem «Vorkampf» nur auf Rang 6. Im 10-schüssigen Final drehten die vier Jungs aus dem Saanebezirk dann jedoch mächtig auf.

Bei Halbzeit lagen die Westschweizer noch 3.5 Punkte hinter den vorausfliegenden Schwyzern. Einen Schuss vor Ultimo waren es 1.5 und nach dem zehnten Schuss hatten die Vorjahresvierten zu den mitfavorisierten Innerschweizern aufgeschlossen. «Finalement» reichte es dann gar zum Sieg. «Wir legen viel Wert auf mentales Training», sagt Zürcher. Mit Erfolg. Die 37.8 Punkte im Shoot-off waren zwar nicht wirklich eine Granate; da freilich auch bei der Konkurrenz die Nerven im alles entscheidenden Moment zu galoppieren begannen, reichte es trotzdem. «Mit dem Sieg rechnen durften wir nicht», so Cottens-Teamchef Marcel Zürcher. «Wie Sie sehen liegen, die Resultate extrem eng beisammen.» Allein: «Steht man einmal im Final der besten Acht, ist alles möglich. Das hat man ja bei der Elite tags zuvor gesehen.» Dort gewann völlig überraschend Balsthal, das als Achter in den Final eingezogen war.

 

Wie 1993

Emile Verdon, Jérémy Chardonnens und Ludovic Rohrbasser – der Bäcker-, der Polymechaniker-Lehrling und der Student, alle 18-jährig – sowie Nesthäkchen und Schüler Thomas Frioud (16) von den Tireurs Sportifs Cottens & Environs haben mit ihrem Sieg für ein Ausrufezeichen in der Klub-Historie gesorgt. Und das nur wenige Tage, nachdem Teamleader Rohrbasser, der im Final mit 100.7 ein starkes Kniend-Resultat erzielte, erstmals an einer Junioren-WM am Start war. Im Liegendmatch reichte es dem Romand im fränkischen Suhl zum 21. Rang.

1993 hatten Sportschützen aus dem Molassehügelland des Freiburger Mittelandes den Titel in der 50m-Gruppenmeisterschaft schon einmal mit der Elite gewonnen. Und jetzt also zum ersten Mal bei den Junioren. «Im Final waren wir schon öfter; jetzt hat es zum ersten Mal geklappt.» Das gleiche Cottens-Quartett hatte im Vorjahr, wie angetönt, das Podest nur knapp verpasst.

Stichwort Podest. Dieses vervollständigten letztlich 0.4 Punkte hinter den Besten Kilian Imholz, Jana Gisler, Flavio Indergand und Fabio Wyrsch aus Uri. Wyrsch, auch Mitglied des Nachwuchs-Kaders und mit Rohrbasser zuletzt mehrfacher Medaillengewinner am Alpencup in Bologna, meinte später, dass er nach dem achten Schuss mitbekommen habe, dass sein Team wieder auf Rang 3 lag. «Da dachte ich mir, jetzt ist es Zeit, noch einmal nachzulegen.» Gesagt getan. Nach einer Berg- und Talfahrt – zwischenzeitlich lag Uri auf Rang 7 – ging die Edelmetall-Rechnung noch prima auf.

Noch krasser als Uri floppte und toppte im Final Titelverteidiger Zürich-Neumünster. Nach einem soliden Start stürzten die Zürcher mit dem 6. Schuss auf den letzten Platz ab. Im Tiefland angekommen konnte es nur noch besser werden. Das galt denn in dem Fall auch für die entthronten Meister. Ganz nach dem Motto: «Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehts», verbesserten sich die Neumünsterer mit einem starken Finish noch auf Rang 4. Summa summarum – ein hochspannender, attraktiver Final. (Michael Schenk)

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