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Offizieller Tag am 19. Zuger Kantonalschützenfest

Ein sonniges Fest bei Regenwetter

OK-Präsident Georges Helfenstein <br>musste seine Ansprache auf dem <br>Zuger Landsgemeindeplatz bei <br>strömendem Regen halten.
OK-Präsident Georges Helfenstein
musste seine Ansprache auf dem
Zuger Landsgemeindeplatz bei
strömendem Regen halten.

02.07.2017 - Das 19. Zuger Kantonalschützenfest kann mit mehreren Superlativen aufwarten. Belohnt wurde das von Petrus nicht: Am Offiziellen Tag regnete es genau einmal.

 

19. Zuger Kantonalschützenfest

Video vom Festumzug

Impressionen

 

Die Fähndriche der Zuger Schützenvereine taten einem Leid: Über eine Stunde lang mussten sie am Offiziellen Tag des 19. Zuger Kantonalschützenfests vom Sonntag, 2. Juli, im Regen ausharren. André Wicki, OK-Mitglied des Zuger Kantonalschützenfests und Zuger Stadtrat, hatte anlässlich der Begrüssung im Stadtzuger Burgbachsaal zwar versprochen, dass der Regen aufhören werde. Doch als sich die rund 150 geladenen Gäste vom (trockenen) Burgbachsaal kurz vor 10 Uhr morgens auf den Weg zum Landsgemeindeplatz machten, regnete es munter weiter. Wicki blieb denn auch rund zwei Stunden später, als sich die Festgemeinde wieder im Burgbachsaal zum Mittagessen versammelt hatte, nichts anderes übrig, als sich für das Wetter zu entschuldigen. Der himmlische Sanitärinstallateur habe an diesem denkwürdigen 2. Juli versagt, so Wicki. Der sonnigen Festfreude tat das garstige Wetter keinen Abbruch. Auf dem idyllischen Landsgemeindeplatz, von dem aus die Gäste bei schönem Wetter den besten Ausblick auf den Zugersee hätten geniessen können, wurde das Kantonale Schützenfest offiziell zelebriert. OK-Präsident Georges Helfenstein konnte in seiner Ansprache mit mehreren Superlativen auftrumpfen. 150’000 Franken warten im Gabentempel auf die erfolgreichen Schützinnen und Schützen, über 350’000 Patronen werden an den drei Wochenenden verschossen – und das von über 6100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Erwartet hatte das Organisationskomitee um die 5000 Schützen. Die Gäste reisten aus der ganzen Schweiz, aber auch aus dem Ausland an. So war am 2. Juli beispielsweise ein Schweizer Schützenklub aus Brüssel im Baarer Schiessstand Wishalde anzutreffen. Die Stimmung war nicht nur bei den Schützen, sondern auch bei den rund 800 freiwilligen Helferinnen und Helfern hervorragend. Der Schiesssport ist im Kanton Zug gut verankert. Das war einmal mehr zu spüren.

 

Das Beresina-Korps in seinen historischen Uniformen bereicherte den Offiziellen Tag am 19. Zuger Kantonalschützenfest.

 

Zuger Politprominenz (fast) in Vollbesetzung

Wie wichtig der Schiesssport im Kanton Zug ist, war auch am Offiziellen Tag eindrücklich zu sehen. Vier von fünf Zuger Bundesparlamentariern (die Ständeräte Joachim Eder und Peter Hegglin sowie die Nationalräte Gerhard Pfister und Thomas Aeschi), fünf von sieben Zuger Regierungsräten, zahlreiche Kantonsräte und Gemeindepräsidenten sowie weitere Lokalprominenz waren der Einladung gefolgt. Frau Landammann Manuela Weichelt liess es sich nicht nehmen, auf dem Zuger Landsgemeindeplatz zur Schützengemeinde zu sprechen. Die links-alternative Regierungsrätin gab unumwunden zu, dass sie mit der Schützenwelt nur wenig Berührungspunkte habe. Diese habe sie aber auch mit den Jägern nicht gehabt. Doch jedes Jahr geht Weichelt mit «ihren» Jägern auf die Jagd. Als Direktorin des Innern ist sie auch für das Amt für Wald und Wild und damit die Jagd zuständig. Manuela Weichelt betonte, wie wichtig die Schützen für die Schweiz seien. Sie selber lande als Politikerin ab und zu auch einen Treffer ins Schwarze. «Aber manchmal geht ein Schuss auch nach hinten los», kalauerte die Regierungsrätin und hatte die Lacher auf ihrer Seite.

 

Fahnen und Regenschirme: Zwei der prägenden Accessoires am Festumzug.

 

Eine sehr enge Beziehung zu den Schützen hat der zweite Redner auf der Landsgemeindeplatz-Bühne: Der Zuger Baudirektor Urs Hürlimann ist Präsident des Historischen Morgartenschiessens und liess in seiner Ansprache die Geschichte des Schiesswesens Revue passieren. Hürlimann blickte aber auch in die Zukunft: «Wir sind auf dem richtigen Weg», beschwor er die Schützinnen und Schützen. Die Vereine müssten innovativ und kreativ sein, dann sei die Zukunft des Schiesssports gesichert. Das 19. Zuger Kantonalschützenfest kann seinen Teil zu einer erfolgreichen Zukunft beitragen: Wer die positive Stimmung am Offiziellen Tag, im Festzentrum in Neuheim oder in den Schiessständen erlebt hat, weiss, dass der Schiesssport, die Kameradschaft und die Geselligkeit keine Auslaufmodelle sind – im Gegenteil. (van)

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