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Finaltag Shooting Masters SSV

Brutal harter Modus im Kampf um das Preisgeld

Nina Christen (3. v.l.) liess sich den Sieg <br>nicht nehmen.
Nina Christen (3. v.l.) liess sich den Sieg
nicht nehmen.

15.10.2017 - Die Shooting Masters 2017 sind entschieden: Lisa Suremann und Nina Christen heissen die Siegerinnen Gewehr, Jason Solari und Dylan Diethelm die Sieger Pistole. Gekämpft wurde um Preisgelder von rund 20'000 Franken, gestiftet zu 80% von der Gönnervereinigung der Schützennationalmannschaften (GöV).

Fotos vom Finaltag

Resultate

Beim Glarner Sommercup hat sich der Finalmodus mit Tableaus für Nachwuchs und Elite längst etabliert. Schützinnen und Schützen freuen sich jeweils auf die Direktduelle mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Deshalb und weil in der ISSF nach neuen Wettkampfformen gesucht wird, wurde im SSV auch der Finalmodus für die Shooting Masters überdacht. Früher wurden die Finals jeweils mit den Besten zuvor bestimmter Disziplinen durchgeführt. Darauf wurde verzichtet. Neu wurden in jeder Disziplin Vorgaben für die Finalteilnahme gemacht, der Final aber nur noch mit Druckluftgewehr oder - pistole ausgetragen. Und im Final zählte auch nicht mehr die Zehnkommanull und besser, erst ab 10,3 galt der Schuss als Treffer. Dieser brutale Modus führte dazu, dass bereits im Achtelfinal einige Topleute auf der Strecke blieben. Das vor allem im Gewehrbereich. Da zeigte sich, dass nicht der siegt, der mehr Zehner in Serie schiessen kann, sondern der, der in einer Fünferserie mehr Innenzehner trifft. So mussten nach dem Achtelfinal Gewehr bei der Elite EM-Teilnehmerin Vanessa Hofstetter (1:3-Niederlage gegen Petra Lustenberger), Marina Schnider (2:3 gegen Jan Lochbihler), Gilles Dufaux (2:3 gegen Christoph Dürr), Marina Bösiger (1:3 gegen Andrea Brühlmann) frühzeitig die Koffer packen. Pascal Loretan rettete sich erst im Shoot-Off-Schuss gegen René Homberger vor dem Out. Weniger krass war das im Feld Pistole. Da hatte Sandra Stark einfach das Pech, bereits im Viertelfinal auf Heidi Diethelm Gerber zu treffen.

Lisa Suremann meisterte das Feld der Gewehrjunioren.

Auch bei den Gewehrjunioren mussten bekannte Namen frühzeitig packen. Chiara Leone, am Vortag Siegerin im Glarner Sommercup,  unterlag Ludovic Rohrbasser im Shoot-Off knapp, genauso Manuel Lüscher gegen Lukas Roth. Weitere Opfer waren Sarina Hitz, Ivo Weber, Valentina Caluori, Sandra Meier, Tim Landolt und Franziska StarkAlle hatten zwar reihenweise Zehner geschossen, aber im Gegensatz zu ihren direkten Gegner nur angepickte. Bereits im Viertelfinal wurde es noch heisser. Nur Lisa Suremann setzte sich erneut souverän durch. Das wiederholte sie auch im Halbfinal gegen Lukas Roth. Christian Alther schaffte den Finaleinzug in der anderen Tableauhälfte. Im Final schaffte er sich zuerst einen kleinen Vorsprung, doch Lisa Suremann konnterte stark und holte sich die Siegprämie.

Die Theorie der besseren Innenzehner setzte sich natürlich während der gesamten Wettkampfdauer fort und sorgte bei den Zuschauern für viel Spannung. Im Viertelfinal Gewehr Elite setzte sich Petra Lustenberger erst im Shoot-Off gegen Jan Lochbihler durch, Fabienne Füglister besiegte Christoph Dürr, Nina Christen bootete eine starke Andrea Brühlmann aus. Pascel Loretan schaffte es gegen Pascal Bachmann nur knapp in die nächste Runde. In den Halbfinalserien (best off 7) setzte sich das fort. So schoss Petra Lustenberger zwar in einer Serie fünf Zehner, verlor diese Serie gegen Fabienne Füglister  dennoch, weil erst 10,3 als Treffer gilt. Pascal Loretan erging es gegen Nina Christen ähnlich. Im Final bewies Nina Christen gegen Fabienne Füglisten ihre mentale Stärke und siegte sicher 4:1. Mit 4:2 setzte sich Petra Lustenberger gegen Pascal Loretan im Kampf um Rang 3 durch.

Pistole Elite

Sohn besiegt Mutter

Bei der Elite Pistole wurde es erst im Halbfinale richtig spannend. Da musste sich Benjamin Burri schon richtig anstrengen, um Marc Wüthrich auszubooten. Da schien es im zweiten Duell schon, als ob es Mutter Heidi ihrem Sohn Dylan leicht gemacht hätte. Das dürfte aber nicht zutreffen. Dylan verzeichnete den ganzen Tag über gute Werte, während Heidi vom SRF-Team in Beschlag genommen wurde und sich nicht entsprechend auf den Wettkampf konzentrieren konnte. Was Mutter Heidi wirklich drauf hat, zeigte sie erst in der letzten Serie im Duell um Rang 3 gegen Marc Wüthrich mit vier Treffern. Dylan Diethelm wurde im Duell um den Tagessieg von Benjamin Burri stark gefordert, holte sich die Siegprämie am Schluss mit einem 4:3-Sieg.

Pistole Junioren

Bei den Junioren Pistole eliminierte Jason Solari mit Frederik Zurschmiede einen Sieganwärter bereits im Achtelfinal, im Viertelfinal gelang ihm dasselbe Kunststück gegen Favorit Marvin Flückiger. Danach eliminierte das Tessiner Talent auch Anna Bastian und im Final Esther Wälti.

 

Der neue Modus

Die neue Wettkampfform wurde bei Athletinnen und Athleten mehrheitlich positiv aufgenommen, das aber auch nur als ein- zweimalige jährliche Abwechslung zum Normalprogramm. Weniger positiv sahen das natürlich die Ausscheidenden der Startrunde: «Für 15 Wettkampfschüsse lohnt sich eine lange Anreise kaum». Vielleicht würde da eine zusätzliche Looserrunde, in der ja auch Preisgelder ausgegeben werden könnten. Wer die Namen der Preisgeldgewinner mit Ranglisten normaler Wettkämpfe vergleicht, stellt schnell fest, dass die praktisch identisch sind. Wer hart trainiert, schafft esnämlich bei jeder Wettkampfform nach vorne. (mfl)

partner FST

 

 

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