Home  ->   Attualità  ->   News

Campionati del Mondo CISM, 29 maggio-6 giugno, Thun

Buon bilancio ai CM CISM casalinghi

I sei vincitori di medaglie per la 
<br>Svizzera (da sin.): Rafael Bereuter, <br>Gilles Dufaux, Andrea Rossi, Nina <br>Christen, Vanessa Hofstetter e<br>Petra Lustenberger.
I sei vincitori di medaglie per la
Svizzera (da sin.): Rafael Bereuter,
Gilles Dufaux, Andrea Rossi, Nina
Christen, Vanessa Hofstetter e
Petra Lustenberger.

05.06.2018 - Con un totale di cinque medaglie ai 50. Campionati del mondo CISM a Thun, la Svizzera ha superato il suo proprio obiettivo. Ciò nonostante qualcosa da preoccupazioni al capo missione Viktor Leiggener e Daniel Burger, responsabile sport d'elite FST.

 


 

Tutti i risultati

Impressioni della festa finale

 

«Cinque medaglie sono un bel bilancio. Prima di iniziare ci avrei messo subito la firma» afferma Daniel Burger, responsabile Sport d’elite FST, alla fine del 50. CM CISM a Thun. Con una medaglia d’oro, tre argenti e una di bronzo, la Svizzera ha convinto ai „suoi“ campionati del mondo. Nonostante ciò Daniel Burger e il capo missione Viktor Leiggener non sono completamente contenti. Entrambi vedono miglioramenti possibili in ambito pistola. In effetti tutte le medaglie provengono dai tiratori al fucile. I pistoleri hanno comunque ottenuto buone prestazioni. Sandro Loetscher (Gelterkinden BL), Steve Demierre (Auboranges FR) e Guido Muff (Rothenburg LU) hanno mostrato che manca loro poco per essere tra i migliori. A Thun tutti gli sforzi e il buon lavoro al poligono non sono stati sufficienti per un podio. In vista dei settimi CISM World Games 2019 in Cina a Wuhan bisogna fare ulteriori sforzi in ambito pistola ma allo stesso tempo non tralasciare le discipline al fucile.

In ambito fucile negli ultimi due-tre anni è cresciuto un forte team che è riuscito a tener testa alla pressione di un mondiale casalingo. Al primo giorno di gara (giovedì 31 maggio) si sono sentiti i nervi ma gli svizzeri hanno reagito in modo molto positivo. Le medaglie di team al fucile standard 3x20 e al fucile 50m a terra delle donne sono mancate per errori personali, ma i nostri hanno reagito bene il giorno dopo venerdì 1. giugno nelle gare individuali. Nina Christen (Wolfenschiessen NW) con la sua vittoria al fucile 50m a terra ha lanciato la caccia alle medaglie; lo stesso giorno Gilles Dufaux (Granges-Paccot FR) ha aggiunto un bronzo al fucile standard 300m 3x20.

Domenica 3 giugno è giunta le medaglie numero 3 e 4. Nina Christen, Petra Lustenberger (Rothenburg LU) e Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE) grazie ad una forte prestazione di team hanno ottenuto l’argento nelle 3 posizioni (3x40) fucile 50m. Nina Christen ha ottenuto anche un nuovo record svizzero con 1178 punti. Gli uomini hanno seguito l’esempio delle donne e hanno ottenuto l’argento al fucile 300m nel programma di fuoco celere militare: Gilles Dufaux, Rafael Bereuter (Müswangen LU) e Andrea Rossi (Dietfurt SG) sono vice-campioni del mondo.

Lunedì 4 giugno, l’ultimo giorno di gara, Gilles Dufaux ha terminato il suo primo campionato del mondo CISM con la sua terza medaglia personale e un record svizzero. Il friborghese al fuoco celere militare ha ottenuto 575 punti, argento.

L’obiettivo dichiarato della delegazione svizzera erano tre medaglie. Il capo missione Viktor Leiggener sognava in segreto cinque medaglie. «A Thun abbiamo avuto un team forte, dagli atleti ai coach», riassume. «Mi è piaciuta soprattutto la reazione alle difficoltà iniziali. Le prestazioni del team sono state grandiose.» (van)

 


Berichterstattung vom 4. Juni

 

Gilles Dufaux ist Vize-Weltmeister

 

Der Fribourger Gilles Dufaux sicherte der Schweiz die fünfte Medaille an den Heim-Weltmeisterschaften. Er erzielte im militärischen Schnellfeuer Gewehr 300m 575 Punkte, erhöhte den eigenen Schweizerrekord um einen Zähler und gewann Silber.

 

Resultate
Gewehr 300m Militärisches Schnellfeuer
Gewehr 50m 3x40 Frauen
Pistole 25m Militärisches Schnellfeuer

Impressionen
Siegerehrungen
Gewehr 300m Militärisches Schnellfeuer
Gewehr 50m 3x40 Frauen

Weitere Informationen
Website der CISM-WM 
CISM Shooting 
CISM in der Schweizer Armee

 

«Ich habe mich beim Aufstehen schon gut gefühlt», sagte Gilles Dufaux (Granges-Paccot FR) nach geschlagener Schlacht. Sein Gefühl sollte ihn nicht täuschen. Ein paar Stunden nach dem Aufwachen konnte er in der Thuner Guntelsey seinen grössten Erfolg in der bisherigen Karriere feiern. Der Fribourger krönte sich mit einer starken Leistung zum Vize-Weltmeister Gewehr 300m Militärisches Schnellfeuer. Dufaux war kniend und liegend auf Augenhöhe mit den favorisierten Norwegern. Die Stehend-Passen mussten entscheiden. In der ersten Serie erreichte er hervorragende 96 Punkte. Damit übernahm er gar die Führung im Zwischenklassement. Doch der Norweger Odd Arne Brekne konterte: Mit 93 Punkten erzielte er in der letzten Passe drei Punkte mehr als der Schweizer und konnte mit 577 Punkten den Weltmeistertitel erringen. Gilles Dufaux durfte mit 575 Zählern WM-Silber und einen neuen Schweizerrekord feiern. Als er vom minimalen Rückstand erfuhr, konnte er sich auch ein wenig aufregen: Nachdem er sich zuerst mit einem französischen Schimpfwort Luft gemacht hatte, ärgerte er sich über den Achter in der letzten Serie. Das alles allerdings mit einem Lachen auf dem Gesicht. Denn der junge Fribourger hat definitiv Silber gewonnen und nicht Gold verloren.

Die anderen beiden Schweizer konnten um die Vergabe der Medaillen nicht mitreden. Rafael Bereuter (Müswangen LU) verlor kniend und stehend ein paar Punkte zuviel. Mit 563 Punkten belegte er den 13. Platz. Andrea Rossi (Dietfurt SG) musste eine Liegend-Passe wiederholen, weil die Munition klemmte. Bereits das kostete ihn ein paar Punkte. Stehend unterlief ihm ein Fehler beim Auslösen. Die Konsequenz war eine Drei auf der Zielscheibe. Mit 554 Punkten belegte er den 28. Rang.

 

Gilles Dufaux ist Vize-Weltmeister militärisches Schnellfeuer Gewehr 300m.

 

Gewehr 50m Dreistellung: Für Edelmetall hätte der Schweizerrekord fallen müssen

Gilles Dufaux sorgte mit seiner Silbermedaille, der fünften Medaille für die Schweiz an den Heim-Weltmeisterschaften, für den krönenden Abschluss. Die anderen Schweizer konnten am letzten Wettkampftag in Thun beim Kampf um Edelmetall nicht mitmischen. Nina Christen (Wolfenschiessen NW) und Petra Lustenberger (Rothenburg LU) lagen im Dreistellungsmatch Gewehr 50m zwar beide lange Zeit zumindest in der Nähe der Podestplätze. Am Ende verloren sie aber beide zu viele Punkte. Liegend-Weltmeisterin Nina Christen liess genau in dieser Stellung ein paar Punkte liegen, stehend konnte sie keinen Boden mehr gutmachen. Mit 1169 Punkten belegte sie den 9. Rang. Nur ein kleiner Trost wird für sie die Tatsache sein, dass nicht einmal ihr Schweizerrekord vom Vortag im Team-Wettkampf zu Bronze gereicht hätte. Mit ihren 1178 Punkten und 64 Innenzehnern wäre sie wegen einer fehlenden Mouche auf den vierten Platz verwiesen worden. Das sagt alles über das enorm hohe Niveau aus. Im Kampf um Gold spielte sich ein kleines Drama ab. Die Südkoreanerin Bae Sang Hee vergab mit einer Neun im letzten Schuss den Weltmeistertitel. Gold ging stattdessen an die Russin Iuliia Karimova. Beide Athletinnen hatten 1180 Punkte auf dem Konto, Karimova wies aber mit 79 deutlich mehr Mouchen auf als die Südkoreanerin. Mit den 1180 Zählern haben beide Schützinnen übrigens den aktuellen Weltrekord egalisiert. Tags zuvor im Teamwettkampf hatte Karimova mit 1183 gar eine neue Bestmarke gesetzt. Die Resultate an den CISM-Weltmeisterschaften werden vom Internationalen Verband allerdings nicht als Rekorde anerkannt.

Petra Lustenberger vergab eine Top-Ten-Klassierung in den Stehend-Passen. Sie war (nicht zum ersten Mal) die langsamste aller Schützinnen. Mit 1159 Punkten klassierte sie sich auf dem 21. Rang. Besser lief es Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE). Sie zeigte einen konstanten Wettkampf und konnte sich im Vergleich zum Vortag um drei Punkte steigern. Mit 1161 Zählern belegte sie den 17. Platz.

 

Ehrenmeldung für Sandro Loetscher

Ohne Medaille blieb auch Sandro Loetscher (Gelterkinden BL). In einem erneut hochklassigen Pistolenwettkampf Militärisches Schnellfeuer fiel der Baselbieter in keiner Weise ab. Im Gegenteil: Es fehlten einmal mehr nur Kleinigkeiten, um bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitzureden. Mit 578 Punkten belegte er den 16. Rang. Für Bronze wären 584 Punkte nötig gewesen. Gold holte sich Alexei Klimov (RUS) mit 587 Punkten vor dem Chinesen Jin Yongde (585) und Pavlo Korostylov aus der Ukraine. (van)

 


Berichterstattung vom 3. Juni

 

Zweimal Silber für das Schweizer Team

 

Dritte und vierte Medaille für die Schweiz an den CISM-Weltmeisterschaften in Thun: Die Schweizer Männer hielten dem Erwartungsdruck stand und gewannen Silber im Mannschaftswettkampf Gewehr 300m militärisches Schnellfeuer. Vize-Weltmeisterinnen sind auch Nina Christen, Petra Lustenberger und Vanessa Hofstetter im Teamwettkampf Gewehr 50m Dreistellung.

 

Resultate
Gewehr 50m 3x40 Frauen Team
Pistole 25m Militärisches Schnellfeuer Team
Gewehr 300m Militärisches Schnellfeuer Team 
Weitere Resultate

Impressionen
Pistole 25m Militärisches Schnellfeuer Team
Gewehr 300m Militärisches Schnellfeuer Team
Gewehr 50m 3x40 Frauen Team

 

Um 16.15 Uhr konnten sie jubeln: Vanessa Hofstetter und Nina Christen lagen sich in den Armen, nachdem Petra Lustenberger den 120. und letzten Schuss kurz vor Ablauf der Zeit abgegeben und die benötigte Zehn getroffen hatte. Die Silbermedaille für das Schweizer Team war Tatsache. Diese hing lange an einem seidenen Faden. Die Deutschen und die Schweizer Frauen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beate Köstel hatte als letzte Schützin den Punktestand der Deutschen auf 3494 Punkte hochgeschraubt. Damit war klar: Petra Lustenberger durfte sich in den letzten sieben Schüssen noch eine einzige Neun erlauben. Bis zum drittletzten Schuss blieb ihre Weste sauber. Die Luzernerin reihte Zehner an Zehner. Der drittletzte Schuss war eine 9.9. Doch Petra Lustenberger bewies Nervenstärke. Sie liess nochmals zwei Zehner folgen, wobei sie beim letzten Schuss wegen des aufkommenden Windes bis zur letzten Sekunde wartete. Dank ihrer 1158 Punkte kam die Schweiz ebenfalls auf 3494 Zähler und verwies wegen der höheren Anzahl Mouchen das nördliche Nachbarland auf den Bronzeplatz. Der Sieg ging an die Chinesinnen mit 3499 Punkten. Petra Lustenberger wusste von der Ausgangslage nichts, aber natürlich hatte sie die Uhr immer im Blick. «Ich habe auf dem Monitor gesehen, dass mir für den letzten Schuss nicht mehr viel Zeit bleibt», sagte sie. Trotzdem hat sie kaltschnäuzig auf bessere Windverhältnisse gewartet. «Aber dann musste ich den Schuss abgeben, ob ich wollte oder nicht.» Der Poker ist aufgegangen.

 

Die Vize-Weltmeisterinnen (von links): Petra Lustenberger, Nina Christen und Vanessa Hofstetter.

 

Die Basis für diesen Erfolg hatten Nina Christen und Vanessa Hofstetter in der ersten Ablösung gelegt. Vanessa Hofstetter zeigte einzig in einer Stehend-Passe eine leichte Schwächephase, konnte mit 1158 Punkten aber ein ansprechendes Total ausweisen. Auf Nina Christen war wie bereits während der ganzen WM Verlass. Mit bärenstarken 1178 Punkten machte sie sich auch in der Einzelkonkurrenz zur Medaillenkandidatin. Gleichzeitig stellte sie einen neuen Schweizerrekord auf.

 

Schweizer Gewehrschützen schiessen sich souverän zu Silber

Im Dreistellungsmatch mit dem Standardgewehr 300m am Eröffnungstag der 50. CISM-Weltmeisterschaften in Thun war den Schweizer Männern die Nervosität anzusehen. Statt der erhofften Medaille gab es einen fünften Rang im Mannschaftswettkampf. Doch Rafael Bereuter, Gilles Dufaux und Andrea Rossi liessen sich davon nicht beirren. Im zweiten Teamwettkampf an diesen Heim-Weltmeisterschaften zeigte das Schweizer Trio eine starke Leistung. An den einmal mehr überragenden Norwegern gab es kein Vorbeikommen. Die Silbermedaille schaukelten die drei Schweizer aber absolut souverän nach Hause. Der Vorsprung auf die drittklassierten Polen betrug am Schluss 19 Punkte. 

 

Andrea Rossi (links), Gilles Dufaux und Rafael Bereuter sind Vize-Weltmeister.

 

In der ersten Ablösung hatten Rafael Bereuter 570 und Andrea Rossi 561 Punkte geschossen. Damit lagen sie in der Zwischenrangliste auf dem zweiten Rang. An Gilles Dufaux lag es, in der zweiten Ablösung den Medaillenplatz zu festigen. Dufaux und seine Konkurrenten mussten dabei mit schwierigen Licht- und Windverhältnissen zurechtkommen. Die Resultate waren deutlich tiefer. Mit 558 Punkten war der Romand drittbester Schütze seiner Ablösung hinter dem Koreaner Choi Young Jeon und dem Franzosen Alexis Raynaud. Mit 1689 Punkten gewannen die Schweizer eine vielumjubelte Silbermedaille. Was war heute anders als im Teamwettkampf vom Donnerstag? «Die Nervosität war genau gleich da», sagte Andrea Rossi mit einem breiten Grinsen. «Aber im Schnellfeuer spielt das keine grosse Rolle. Es zittert sowieso.» Mit der eigenen Leistung und jener seiner Teamkameraden war auch Rafael Bereuter mehr als zufrieden. «Heute hat jeder seinen Job gemacht. Diese Teammedaille ist sehr viel wert. Wir können die Freunde teilen.» Und er machte auch gleich eine Ansage für den Einzelwettkampf vom Montag, 4. Juni: «Wir werden alle befreit an den Start gehen können.»

Daniel Burger, Leiter Spitzensport beim SSV, war nach den beiden Silbermedaillen erleichtert. «Wir haben nach dem Donnerstag nicht die Köpfe hängen lassen, sondern gezeigt, zu was wir fähig sind», sagte er. «Vier Medaillen an CISM-Weltmeisterschaften gab es schon lange nicht mehr.»

 

Rang 8 für die Pistolenschützen

Eine gute Leistung zeigten auch die drei Schweizer Pistolenschützen Steve Demierre, Sandro Loetscher und Guido Muff. Loetscher eröffnete den Wettkampf am frühen Morgen mit starken 581 Punkten. Guido Muff gelangen 560 Punkte, Demierre steuerte 564 Zähler hinzu. Der Wettkampf in der provisorischen Anlage im Auwald war geprägt von grossen Verspätungen. Steve Demierre begann seinen Wettkampf mit über einer Stunde Verzögerung. Die 1705 Punkte reichten für den 8. Rang. Wegen des hohen Niveaus müssen Steve Demierre und Guido Muff beim Einzelwettkampf vom Montag, 4. Juni, zuschauen. Einzig Sandro Loetscher konnte sich qualifizieren. (van)

 


Berichterstattung vom 2. Juni

 

Sandro Loetscher fehlen sechs Punkte

 

Die beiden Pistolenschützen Steve Demierre und Sandro Loetscher zeigten im Einzelwettkampf mit der Zentralfeuerpistole eine gute Leistung. Für Medaillen reichte es trotzdem nicht.

 

Resultate Zentralfeuerpistole 25m

Impressionen

Video

 

Die Enttäuschung sass tief: Sandro Loetscher (Gelterkinden BL) hatte sich mehr erhofft von diesem Einzelwettkampf mit der Zentralfeuerpistole. Zur Erinnerung: Im Teamwettkampf tags zuvor war er mit 581 Punkten der zweitbeste Schütze. Am frühen Samstagmorgen zeigte Loetscher erneut eine starke Leistung, die 581 Zähler vom Vortag erreichte er aber nicht mehr ganz. 577 Punkte standen nach 60 Schuss hinter seinem Namen – und vorne leuchtete eine 12 auf (die später noch in eine elf korrigiert wurde, weil der Chinese Yao Zhaonan disqualifiziert wurde). Ein elfter Rang ist eine tadellose Leistung an einer Weltmeisterschaft. Ganz zufrieden war Loetscher aber nicht. «Heute wäre mehr dringelegen», analysierte er seinen Wettkampf. «Der Start ist mir ideal gelungen, mit etwas mehr Wettkampfglück hätte es drei 50er-Passen gegeben.» Tatsächlich kratzte der eine oder andere Neuner an der Zehn. «Im Schnellfeuer unterliefen mir zwei grobe Fehler», erklärte der Baselbieter. «Das hat mich etwas aus der Bahn geworfen. Der letzte Biss fehlte danach.» Zwar konnte er sich nochmals steigern. Für ganz vorne reichte es aber nicht mehr. Allerdings hätten auch die 581 Punkte vom Vortag nicht für Edelmetall gereicht. Dafür wären 583 Punkte nötig gewesen. Erzielt hatte diesen Wert der Chinese Jin Yongde, der von der Disqualifikation seines Landsmanns Yao Zhaonan profitierte und auf den dritten Platz rutschte. Zhaonan hatte sich mit dem Aserbaidschaner Ruslan Lunev um Gold duelliert. Lunev musste eine Serie nachschiessen, behielt die Nerven und schoss mit 49 Punkten aus. Damit lag er mit einem Innenzehner vor Yao Zhaonan und gewann Gold. Silber ging statt an den Chinesen an den Estländer Peeter Olesk.

Steve Demierre (Auboranges FR) war lange sehr gut unterwegs, fing sich aber in den Schüssen 41 bis 50 eine Baisse ein. Die 89 Punkte in dieser Serie warfen ihn in der Rangliste zurück. Mit 568 Punkten klassierte er sich auf dem 31. Rang. «Mit der Leistung bin ich nicht zufrieden, mit der Arbeit im Schiessstand aber schon», sagte der Fribourger nach dem Wettkampf. Demierre war anzumerken, dass er in den letzten Wochen und Monaten sein Training auf die Luftpistole ausgelegt hat. Das hatte sich am Weltcup in München mit dem hervorragenden 9. Rang ausbezahlt. Für die CISM-Weltmeisterschaften war die Umstellungszeit von den Luftgewehr-Diabolos zum grösseren Kaliber zu kurz. «Mir fehlen die Automatismen», erklärte er. Das sieht Pistolen-Nationaltrainerin Claudia Loher genau gleich. «Steve hat sehr gute Passen gezeigt, aber man sieht ihm den Trainingsrückstand an.» Sandro Loetscher, so Loher, habe eine gute Leistung gezeigt. «Natürlich könnte er noch etwas mehr, aber 577 Punkte sind mehr als anständig.» (van)

 


Berichterstattung vom 1. Juni

 

Gold für Nina Christen, Bronze für Gilles Dufaux

 

Die Schweizer können es doch! Nach dem verhaltenen Start am Donnerstag haben die Schweizer Gewehrschützen tags darauf ein kleines Feuerwerk gezündet. Nina Christen gewann mit 623.0 Punkten den Liegend-Wettkampf Gewehr 50m, Gilles Dufaux sicherte sich die Bronzemedaille mit dem Standardgewehr 300m 3x20.

 

Resultate
Zentralfeuerpistole 25m Männer Team
Gewehr 50m liegend Frauen
Standardgewehr 300m 3x20 Männer

Impressionen
Gewehr 50m liegend Frauen
Standardgewehr 300m 3x20 Männer
Standardgewehr 300m 3x20 Männer: Video von Rafael Bereuter
Zentralfeuerpistole 25m Männer Team
Zentralfeuerpistole 25m Männer: Video von Steve Demierre

 

Schon im Teamwettkampf hatte Nina Christen (Wolfenschiessen NW) mit der zweitbesten Leistung aller Athletinnen angedeutet, dass im Liegendwettkampf Gewehr 50m mit ihr zu rechnen ist. Und wie: Die Zeitmilitär-Soldatin zeigte eine ausgeglichene, starke Leistung und siegte mit 623.0 Punkten. Direkt neben ihr schoss die Ukrainerin Lesya Leskiv. Und an ihr orientierte sich Nina Christen kurz vor Schluss. Leskiv hatte den Wettkampf mit 622.1 Punkten abgeschlossen. «Ich habe mir gesagt: Das schaffe ich auch», erklärte eine lachende Nina Christen nach dem Wettkampf. Den 105.4 Punkten in der fünften liess sie 104.0 Punkte in der sechsten Serie folgen. Leskiv war geschlagen. Dass dies gleichzeitig die Goldmedaille bedeutete, war Christen während des Wettkampfs nicht ganz bewusst. Der Applaus der zahlreichen Zuschauer hat ihr aber die Bestätigung gegeben, dass die erste Medaille an den Heim-Weltmeisterschaften Tatsache ist. Die Erleichterung war nicht nur bei ihr, sondern auch beim Trainerstaff gross.

 

Gold für Nina Christen! Die Nidwaldnerin lancierte die Heim-WM mit einem souveränen Sieg im Liegend-Wettkampf Gewehr 50m.

 

Nachdem am Donnerstag den Schweizern die Nervosität anzumerken war, schien der Heimvorteil die Schweizer am zweiten Tag zu beflügeln. Das gilt auch für die zwei weiteren Eidgenossinnen im Wettkampf. Petra Lustenberger (Rothenburg LU) und Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE), die im Teamwettkampf nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen konnten, rehabilitierten sich im Einzelwettkampf eindrücklich. Lustenberger schoss lange um eine Medaille mit. Erst in den letzten beiden Serien (102.4, 101.0) fiel sie aus den Top Drei heraus. Mit 617.8 Punkten belegte sie den neunten Rang. Auf die Österreicherin Franziska Peer und damit auf Bronze fehlten ihr genau zwei Zähler. Mit nur 0.6 Punkten weniger folgte Vanessa Hofstetter auf dem 13. Rang. 1858.0 Punkte haben die drei Schweizerinnen gemeinsam erzielt. Zur Erinnerung: Am Donnerstag, 31. Mai, ging Gold für zwölf (!) Punkte weniger weg. Der verpassten Teammedaille wollte aber niemand mehr nachtrauern. Mit Einzelgold und einer starken Teamleistung haben sich die Schweizerinnen eindrücklich für den verpatzten Auftakt rehabilitiert.

 

Starke Reaktion der Schweizer wird mit Bronze belohnt

Dasselbe gilt für Gilles Dufaux (Granges-Paccot FR), Andrea Rossi (Dietfurt SG) und Rafael Bereuter (Müswangen LU). Auch sie trauerten am Eröffnungstag der CISM-Weltmeisterschaften einer verpassten Teammedaille nach. An Tag 2 zeigten sie eine starke Reaktion. Allen voran Gilles Dufaux: Der Romand hatte im Teamwettkampf seinen Rhythmus nie gefunden. Das war nun anders: Der Schnellschütze absolvierte seinen Wettkampf wie gewohnt in einem raschen Tempo. Und das bekam ihm und seiner Leistung gut. 195 Punkte kniend und 197 Punkte liegend brachten ihn in eine gute Ausgangslage. Dufaux wusste aber auch, dass es angesichts des hohen Niveaus eine Topleistung in den Stehend-Passen brauchte, um die Medaillenchance zu wahren. Und Dufaux enttäuschte nicht. Er erzielte bärenstarke 195 Punkte und war damit zusammen mit dem Österreicher Bernhard Pickl und dem Finnen Juho Kurki der beste Stehendschütze. Gilles Dufaux hatte 587 Punkte vorgelegt, nun begann das lange Warten. Auf der provisorischen Rangliste war er noch ein paar Plätze von einer Medaille entfernt, doch ein Schütze nach dem anderen konnte im Stehendanschlag nicht mit Dufaux mithalten. Kurz vor Schluss lag der Norweger Kim-André Lund mit 590 Punkten (und egalisiertem Weltrekord) vor seinem Landsmann Odd Arne Brekkne mit 587 Punkten. Brekkne lag wegen eines Innenzehners mehr vor dem Schweizer. Nun lag es an Altmeister Rajmond Debevec aus Slowenien, der als einziger noch die Möglichkeit gehabt hätte, Dufaux vom Podest zu verdrängen. Doch zwei Neuner hintereinander besiegelten sein Schicksal. Dufaux war die Bronzemedaille nicht mehr zu nehmen.

Nahe dran an Edelmetall war auch Rafael Bereuter. Der Luzerner zählte nach den Kniend- und Liegend-Schüssen zur absoluten Spitze, verlor aber stehend den einen oder anderen Punkt zuviel. Mit 584 Punkten belegte er den 10. Rang. Eine starke Leistung, dennoch war Bereuter sichtlich unzufrieden. Beim dritten Schweizer im Bunde, dem gebürtigen Tessiner Andrea Rossi, passte im Teamwettkampf nicht viel zusammen. Im Einzelbewerb war er nicht mehr wiederzuerkennen. Er erzielte hervorragende 583 Punkte und belegte am Ende den 13. Rang. Auch bei den Männern sei ein kleines Rechenspiel erlaubt: Das Schweizer Trio erzielte im Einzelwettkampf zusammengezählt 1754 Punkte. Damit waren sie sogar besser als die Norweger bei ihrem Team-Weltrekord tags zuvor. Allerdings konnten sich auch die Norweger nochmals steigern. Sie belegten die Ränge 1, 2 sowie 11 und kamen zusammen auf 1760 Zähler.

 

Ansprechender siebter Rang der Pistolenschützen und ein Versprechen für den Einzelwettkampf

Eine Erfolgsmeldung gab es auch aus dem Pistolenstand Auwald. Das Schweizer Männer-Team beendete den Teamwettkampf Zentralfeuerpistole 25m auf dem ansprechenden 7. Rang. Guido Muff (Rothenburg LU), Steve Demierre (Auboranges FR) und Sandro Loetscher (Gelterkinden BL) erzielten 1706 Punkte. Auf die drittplatzierten Tschechen fehlten elf Punkte. Um Gold und Silber stritten sich China und die Ukraine. China behielt mit 1727 gegenüber 1724 Zählern das bessere Ende für sich. Die Schweizer konnten sich in einem starken Feld sehr gut behaupten, eine Medaille wäre eine Überraschung gewesen. Alle drei konnten ihren guten Auftritt vom Donnerstag in der Präzision im zweiten Wettkampfteil, dem Schnellfeuer, bestätigen. Guido Muff war wie tags zuvor kämpferisch, gab nie auf und wurde mit einer Steigerung belohnt. Er erzielte total 556 Punkte. Das reichte für den 63. Platz unter allen Schützen. Für Steve Demierre schaute mit 569 Punkten die 29. Position heraus. Ihm unterlief erst in den letzten zwei Schnellfeuerserien der eine oder andere Fehler. «Ich bin zufrieden mit der Leistung», erklärte er. Bis zum Weltcup München habe er praktisch nur mit der Luftpistole trainiert. Dort wurde er mit dem sensationellen 9. Rang belohnt. Der Umstieg auf die Zentralfeuerpistole sei ihm angesichts des wenigen Trainings sehr gut gelungen.

Bester Schweizer Pistolenschütze war Sandro Loetscher. Der Baselbieter zeigte an beiden Tagen eine starke Leistung und machte deutlich, dass mit ihm auch im Einzelwettkampf zu rechnen ist. Mit 581 Punkten und 23 Innenzehnern war er der zweitbeste Schütze im Teamwettkampf. (van)

 


Berichterstattung vom 31. Mai

 

Fehlstart für die Schweiz an der Heim-WM

 

Die Schweizer gehen am ersten Wettkampftag der 50. CISM-Weltmeisterschaften in Thun leer aus. Die Männer belegen im Teamwettkampf Standardgewehr 300m 3x20 den fünften Rang, das Frauen-Trio klassiert sich im Teamwettkampf Gewehr 50m liegend auf dem 8. Rang. Dabei wäre durchaus mehr drin gelegen.

 

Resultate
Gewehr 50m liegend Frauen Team
Standardgewehr 300m 3x20 Männer Team

Impressionen
Gewehr 50m liegend Frauen Team
Standardgewehr 300m 3x20 Männer Team
Pistole 25m Präzision Team

Weitere Informationen
Website der CISM-WM 
CISM Shooting 
CISM in der Schweizer Armee

 

Gross waren die Hoffnungen, dass die Schweiz am ersten Tag der CISM-Weltmeisterschaften in der wohl vertrauten Guntelsey auch gleich die erste Medaille würde feiern können. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich. Dabei wäre Edelmetall an diesem 31. Mai in Reichweite gewesen. Im Liegendwettkampf Gewehr 50m der Frauen hätten 1840.6 für Bronze gereicht. Das sind keine 614 Punkte pro Schützin. Ein Wert, den Nina Christen (Wolfenschiessen NW), Petra Lustenberger (Rothenburg LU) und Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE) sonst wohl in jedem Training übertreffen. Doch an einer Heim-WM zittern die Hände etwas mehr, schlägt der Puls etwas schneller und ist der Druck grösser. Wirklich zufrieden konnte am Schluss des Wettkampfs nur Nina Christen sein. Sie erzielte 619.2 Punkte und war damit die zweitbeste Schützin im Feld. «Für den Einzelwettkampf gibt mir das ein gutes Gefühl. Ich konnte im Schiessstand gute Arbeit zeigen, habe den Wind richtig gelesen und dann auch die richtige Taktik gewählt», zog sie Bilanz. «Aber die Bedingungen werden morgen wieder ganz anders sein.» 

Mit eben diesen Bedingungen kam Petra Lustenberger nicht zurecht. «In der ersten Serie habe ich mir sehr viel Zeit gelassen, um auf den Wind zu reagieren», erklärte sie. «Aber dann habe ich komplett den Faden verloren», ging sie hart mit sich ins Gericht. 97.1 Punkte in der dritten Serie waren die Quittung. Sie ging aus der Stellung und versuchte sich neu zu sammeln. So gut die Idee war, sie rächte sich am Schluss. «Ich geriet etwas in Zeitnot», so die Luzernerin. Mit 608.1 Punkten belegte sie den 30. Rang in der Einzelrangliste, einen Rang vor Teamkollegin Vanessa Hofstetter, die mit 99.7 Punkten in der ersten Serie einen denkbar schlechten Start erwischte. Zwar konnte sie sich etwas steigern. 607.3 Zähler standen am Schluss auf ihrem Konto. 

 

Vanessa Hofstetter (mit Schweizer Kreuz) konnte ihr Potenzial nicht abrufen.

 

Die 1834.6 Punkte im Total reichten am Schluss für den enttäuschenden achten Rang. Auf die Ukrainerinnen auf dem Bronzeplatz fehlten genau sechs Zähler. Auch Silber und Gold wären für die Schweizerinnen in Reichweite gewesen, hätten sie ihre gewohnte Leistung abrufen können. Weder die Chinesinnen mit 1843.6, noch die siegreichen Norwegerinnen mit 1846.0 Punkten schossen in einer eigenen Liga. Solche Werte liegen absolut im Bereich der Schweizerinnen. Zumindest über etwas können sich die Schweizerinnen freuen: Alle drei haben sich für den Einzelwettkampf vom Freitag qualifiziert und können es dann besser machen.

 

Männer verpassen Edelmetall um sieben Punkte

Auch den Schweizer Männern blieb am Schluss nur der Katzenjammer. «Heute hätte eine normale Leistung gereicht, um eine Medaille zu holen», sagte Rafael Bereuter (Müswangen LU) nach dem Teamwettkampf Standardgewehr 300m 3x20. Während er mit 583 Punkten diese Leistung abrufen konnte, blieben Gilles Dufaux (Granges-Paccot FR) und Andrea Rossi (Dietfurt SG) unter ihrem gewohnten Niveau. Dufaux verlor vor allem kniend (187) an Boden, und stehend (188) konnte er kaum Plätze gut machen. Da nützten die 199 Punkte liegend nur wenig. 574 stand bei Dufaux nach Wettkampfende auf der Anzeigetafel. Andrea Rossi, der in der zweiten Ablösung startete, war kniend und liegend sehr gut unterwegs. Die Schweizer durften sich Hoffnung auf Silber machen. Doch beim gebürtigen Tessiner passte stehend gar nichts mehr zusammen. Die 173 Punkte (562 total) liessen die Schweiz auf Rang 5 zurückfallen. Sieben Punkte fehlten auf Bronze. 

 

Rafael Bereuter war der beste Schweizer Gewehrschütze.

 

«Bei uns allen haben die Nerven nicht mitgespielt», analysierte Rafael Bereuter. Die Bedingungen seien gut gewesen. Daran habe es nicht gelegen. Aber alle – auch er selbst – seien zu verkrampft gewesen. Locker drauf waren offenbar die Norweger, die genau wie ihre Landsfrauen jubeln durften. Sie erzielten mit 1752 Punkten einen neuen CISM-Weltrekord. Eine neue Bestmarke gab es auch in der Einzelwertung. Diese gelang aber nicht einem Norweger, sondern dem Dänen Steffen Olsen, der mit 590 Punkten den alten Rekord um zwei Zähler verbesserte.

Der Start in die Heim-WM ist den Schweizern missglückt. Entsprechend unzufrieden war Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport, am Ende des Wettkampftages. «Heute wären zwei Medaillen möglich gewesen», sagte er. Doch die Schweizer hielten dem Druck nicht Stand. Den Gewehrschützinnen und -schützen bleiben zwei Team- und vier Einzelwettkämpfe, um doch noch das ersehnte Edelmetall zu gewinnen.

 

Pistolenschützen mit guter Ausgangslage

Besser lief es am ersten Wettkampftag den Pistolenschützen. Sie haben den ersten Teil des Teamwettkampfs mit der Zentralfeuerpistole 25m absolviert. Sandro Loetscher (Gelterkinden BL), Steve Demierre (Auboranges FR) und Guido Muff (Rothenburg LU) brachten sich dabei in eine gute Ausgangslage für den Schnellfeuerteil vom 1. Juni. Bester Schweizer war Loetscher mit 290 Punkten. «Bis auf einzelne Schüsse war das eine gute Leistung», sagte er. Die Sicht- und Lichtverhältnisse seien nicht ideal gewesen. «Das hat mich zum einen oder anderen Fehler verleitet.» Steve Demierre zeigte eine sehr solide Leistung und erzielte 287 Punkte. Bei Guido Muff schlichen sich ein paar Fehler mehr ein. Er kam auf 276 Zähler. Nationaltrainerin Claudia Loher lobte den Kampfgeist von Muff. «Er hat nie aufgegeben, hat gekämpft und auf jeden Fehler richtig reagiert.»

 

Steve Demierre und seine beiden Kollegen brachten sich am ersten Tag des Teamwettkampfs mit der Zentralfeuerpistole in eine gute Ausgangslage.

 

Für schöne Geschichten sorgten am ersten WM-Tag nicht nur die erfolgreichen Norweger, sondern auch die Schützen aus Eswatini (ehemals Swasiland). Die Pistolenschützen aus Schwarzafrika standen ohne Sportgeräte im provisorischen Schiessstand Auwald. Doch das CISM-Motto lautet nicht umsonst «Freundschaft durch Sport». Die Athleten aus Eswatini konnten auf die Schützensolidarität zählen. Es wurde eine Pistole aufgetrieben und die verschiedenen Nationen legten Munition zusammen.

Der Pistolenschiessstand lieferte auch noch eine zweite Anekdote: der Wettkampf der Frauen (ohne Schweizer Beteiligung) vom Nachmittag musste wegen eines Unwetters unterbrochen werden. In der Guntelsey – keine drei Kilometer entfernt – blieb es trocken. (van)

 


Berichterstattung vom 30. Mai

 

Die 50. CISM-WM ist eröffnet

 

Auf dem Thuner Rathausplatz sind am Mittwoch, 30. Mai, die 50. CISM-Weltmeisterschaften feierlich eröffnet worden. 

 

Impressionen von der Eröffnungsfeier

Einmarsch der Schweiz (Video)

 

Bis 15 Uhr haben die Schweizerinnen und Schweizer am Mittwoch, 30. Mai, in der Guntelsey und im provisorischen Pistolen-Schiessstand im Auwald noch trainiert. Danach fuhr die gesamte Schweizer Delegation an den 50. CISM-Weltmeisterschaften in Thun auf den Rathausplatz mitten in der pittoresken Altstadt. Hier fand um 16.30 Uhr die Eröffnungsfeier der Heim-WM statt. Rund um den Platz standen zahlreiche Schaulustige, unter den Arkaden des Rathauses versammelte sich die militärische Prominenz aus zahlreichen Ländern. Knapp 50 Nationen nehmen an den 50. CISM-Weltmeisterschaften im Schiesssport teil, darunter Nordkorea, Palästina oder Swasiland. 

Zu Marschmusik des Militärspiels der Brigade 4 marschierten die Nationen in Ausgangsuniform und angeführt von ihrer Landesfahne in alphabetischer Reihenfolge auf den Rathausplatz ein, der sich je länger je mehr füllte. Den krönenden Abschluss des Einmarsches der Nationen bildete die Schweiz. Den Einheimischen war es vorbehalten den Einmarsch – und später auch den Ausmarsch – abzuschliessen. 

 

Die Schweizer CISM-Delegation ist bereit für die Heim-WM.

 

Nach der Nationalhymne folgte der Reigen der Begrüssungsworte. Den Anfang machte Christian Hess, Chef CISM Schweiz, und quasi Gastgeber. Er rühmte in seiner Begrüssung die grosse Arbeit, die für diese Jubiläums-Weltmeisterschaften in den letzten Tagen und Wochen erledigt worden ist, und freute sich auf spannende Wettkämpfe im Zeichen der Fairness. Mit Raphael Lanz stieg der Hausherr als Zweiter auf das Podium. Der Thuner Stadtpräsident freute sich sichtlich, dass seine Stadt Gastgeber einer Weltmeisterschaft ist. Dafür habe die Stadt rechtzeitig auf die Eröffnungsfeier die Sonne bestellt, so Lanz. Tatsächlich hatte es nur Minuten zuvor noch leicht geregnet. Dirk Schwede, Vizepräsident von CISM Europa, betonte in seiner Ansprache, dass das Jubiläum – die 50. Weltmeisterschaften – ein wichtiges Signal setze. Der CISM-Gedanke funktioniere und zeige Wirkung, so Schwede, und das seit vielen Jahren. 

Philippe Rebord, Chef der Armee, kam die grosse Ehre zuteil, die 50. CISM-Weltmeisterschaften für offiziell eröffnet zu erklären. Während im Nationalrat über das neue Waffengesetz diskutiert wurde, betonte er die Bedeutung des Schiesswesens für die Schweiz als Nation und für die Schweizer Armee. 

Die Wettkämpfe an den 50. CISM-Weltmeisterschaften beginnen am Donnerstag, 31. Mai, und dauern bis am Montagabend, 4. Juni. Die Schweiz darf zu den Mitfavoriten gezählt werden. Die Resultate der Wettkämpfe werden zeitnah auf der SIUS-Website publiziert. Das swissshooting-Team berichtet vor Ort aus Thun über die Heim-WM. (van)

 


Vorschau

 

Tra un mese avranno inizio i Campionati del Mondo CISM

 

I 50° Campionati del Mondo CISM, dal 29 maggio al 6 giugno presso il poligono di tiro di Thun Guntelsey, sono per i tiratori svizzeri uno dei punti salienti della stagione. A questa manifestazione i nostri esponenti si confronteranno con la concorrenza proveniente da quasi 50 nazioni.

 

Campionati del Mondo CISM

CISM Shooting

CISM Esercito svizzero (tedesco)

 

 

Gareggiare per delle medaglie dei Campionati del Mondo davanti al proprio pubblico: questo è un privilegio che non è concesso ad ogni atleta. Il sogno diventa realtà per i tiratori svizzeri. Dal 29 maggio al 6 giugno, i 50° Campionati del Mondo Sport Militare si svolgeranno a Thun-Guntelsey. Un comitato organizzazione guidato da Christian Hess del Centro Competenza Sport Militare e Christian Wanner, responsabile CISM della disciplina tiro, ha fatto tutto il possibile negli ultimi due anni per fornire ai partecipanti le migliori condizioni possibili.

46 nazioni si sono annunciate per questi 50° Campionati del Mondo CISM, incluse nazioni come la Corea del Nord o la Palestina. Un totale di 361 atleti gareggeranno per le medaglie (fucile 300m uomini: 92, fucile 50m donne: 75, pistola 25m uomini: 123, pistola 25m donne: 71). Gli atleti saranno accompagnati da 201 funzionari, allenatori, coach, membri della giuria e membri CSC. Per la nostra nazione saranno in gara nelle discipline fucile Petra Lustenberger (Rothenburg LU), Nina Christen (Wolfenschiessen NW), Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE), Andrea Rossi (Dietfurt SG), Gilles Dufaux (Granges-Paccot FR) e Rafael Bereuter (Müswangen LU). La delegazione pistola è composta da Sandro Loetscher (Gelterkinden BL), Guido Muff (Rothenburg LU) e Steve Demierre (Auboranges FR).

Il poligono di tiro di Thun-Guntelsey offre le condizioni ideali per i tiratori al fucile. Tutte le competizioni fucile 300m e fucile 50m si svolgono in questo poligono. Per le competizioni pistola 25m viene installato un impianto mobile nella zona «Auwald». La struttura Guntelsey dispone di troppo poche linee a 25m per una simile gara a livello internazionale. Dal 7 maggio, varie truppe militari saranno al lavoro nella zona «Auwald» per allestire una struttura che sia conforme alle esigenze dei Campionati del Mondo.

Le gare come pure le cerimonie di apertura e chiusura del 50° Campionato del Mondo CISM sono aperte al pubblico. «I visitatori sono i benvenuti», sottolinea Christian Wanner, presidente del CO e responsabile delle gare CISM. Una grande affluenza di pubblico sarebbe una motivazione supplementare per i tiratori svizzeri – e la ricompensa per il grande lavoro di Christian Wanner e del suo team.

 

Programma (bozza, senza garanzia)

     
Mercoledì, 30. maggio
16.30-18.30 Cerimonia d’apertura  Rathausplatz Thun
     
Giovedì, 31. maggio
8.30-9.30  Pistola 25m precisione uomini squadra (1. turno) Auwald
8.30-10.30  Fucile 300m 3 posizioni uomini squadra (1. turno) Guntelsey
9.00-10.00  Fucile 50m a terra donne squadra (1. turno) Guntelsey
10.00-11.00  Pistola 25m precisione uomini squadra (2. turno) Auwald
11.00-12.00  Fucile 50m a terra donne squadra (2. turno) Guntelsey
11.15-13.15  Fucile 300m 3 posizioni uomini squadra (2. turno) Guntelsey
11.30-12.30  Pistola 25m precisione uomini squadra (3. turno) Auwald
14.00-15.00  Pistola 25m precisione donne squadra (1. turno) Auwald
14.00-16.00  Fucile 300m 3 posizioni uomini squadra (3. turno) Guntelsey
15.30-16.30  Pistola 25m precisione donne squadra (2. turno) Auwald
     
Venerdì, 1. giugno
8.30-9.30  Pistola 25m fuoco rapido uomini squadra (1. turno) Auwald
9.00-10.00  Fucile 50m a terra donne individuale Guntelsey
9.00-11.00  Fucile 300m tre posizioni uomini individuale Guntelsey
10.00-11.00  Pistola 25m fuoco rapido uomini squadra (2. turno) Auwald
11.30-12.30  Pistola 25m fuoco rapido uomini squadra (3. turno) Auwald
14.00-15.00  Pistola 25m fuoco rapido donne squadra (1. turno) Auwald
15.30-16.30  Pistola 25m fuoco rapido donne squadra (2. turno) Auwald
     
Sabato, 2. giugno
8.00-10.00  Pistola 25m precisione/duello uomini individuale Auwald
10.30-12.30  Pistola 25m precisione/fuoco rapido donne individuale Auwald
     
Domenica, 3. giugno (giornata ufficiale)
8.00-9.00  Pistola 25m fuoco rapido militare uomini squadra (1. turno) Auwald
8.30-10.00  Fucile 300m fuoco rapido militare uomini squadra (1. turno) Guntelsey
9.00-11.45  Fucile 50m tre posizioni donne squadra (1. turno) Guntelsey
9.30-10.30  Pistola 25m fuoco rapido militare uomini squadra (2. turno) Auwald
10.45-12.15  Fucile 300m fuoco rapido militare uomini squadra (2. turno) Guntelsey
11.00-12.00  Pistola 25m fuoco rapido militare uomini squadra (3. turno) Auwald
12.30-13.30  Pistola 25m fuoco rapido militare donne squadra (1. turno) Auwald
13.30-16.15  Fucile 50m tre posizioni donne squadra (2. turno) Guntelsey
14.00-15.00  Pistola 25m fuoco rapido militare donne squadra (1. turno) Auwald
14.00-15.30  Fucile 300m fuoco rapido militare uomini squadra (3. turno) Guntelsey
     
Lunedì, 4. giugno
9.00-10.15  Pistola 25m fuoco rapido militare uomini individuale Auwald
9.00-10.45  Fucile 300m fuoco rapido militare uomini individuale   Guntelsey
9.00-11.45  Fucile 50m tre posizioni donne individuale Guntelsey
10.45-12.00  Pistola 25m fuoco rapido militare donne individuale Auwald
     
Martedì, 5. giugno
17.00-19.00  Cerimonia consegna medaglie e festa di chiusura  Stadio Lachen
 

partner FST

 

 

Member
Swiss Olympic ISSF
Federazione sportiva svizzera di tiro
Lidostrasse 6
6006 Lucerna
tel.: 041 / 370 82 06
fax : 041 / 370 57 17
info@swissshooting.ch