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Weltcup Fort Benning (USA), 4. bis 16. Mai

Schweizer Gewehrteams bleiben chancenlos

Das Schweizer Team am Weltcup <br>Fort Benning konnte einige Erfolge <br>feiern, musste aber auch empfindliche <br>Niederlagen einstecken.
Das Schweizer Team am Weltcup
Fort Benning konnte einige Erfolge
feiern, musste aber auch empfindliche
Niederlagen einstecken.

13.05.2018 - Beim abschliessenden Mixed-Team-Wettkampf Gewehr 10m am ISSF Weltcup Fort Benning haben die besten Duos auf höchstem Niveau um die Podestplätze gekämpft. Die beiden Schweizer Teams konnten nicht mithalten und fahren mit einer Enttäuschung nach Hause.

 

Resultate Gewehr 10m Mixed Team: Qualifikation, Final

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842.0: diese Zahl muss man sich auf der Zunge vergehen lassen. Das ist der neue Weltrekord in der Qualifikation Gewehr 10m Mixed Team. Erzielt hat ihn am 13. Mai anlässlich des Weltcups Fort Benning (USA) das chinesische Duo mit Zhao Ruozhu (421.5) und Yang Haoran (420.5). Sie haben die bisherige Bestmarke um 3.3 Punkte erhöht. Die Konkurrenz konnte angesichts solcher Werte nur staunen. Die Zweitplatzierten, Olympiasiegerin Virginia Thrasher und Dempster Christenson aus den USA, waren mit 835.7 Punkten zwar auch gut unterwegs. Aber 6.3 Punkte Abstand sind eine halbe Weltreise.

Eine ganze Weltreise zurück lagen die beiden Schweizer Duos. Irene Beyeler (Schwarzenburg BE; 411.8) und Christoph Dürr (Gams SG; 408.6) kamen mit 820.4 Punkten auf den 29. Rang und konnten sich immerhin darüber freuen, Österreich 2 mit Stefan Rumpler und Sheileen Waibel in Schach gehalten zu haben. Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE; 413.8) und Sandro Greuter (Heiligkreuz SG; 400.2) folgten mit 814.0 Zählern auf Platz 34 – unter 38 startenden Teams.

Im Final kam es zum Zweikampf der beiden chinesischen Duos Zhao/Yang und Wu/Yao, die sich als fünftes und letztes Team für den Final qualifiziert hatten. Wu/Yao setzten sich mit 497.7 Punkten durch. Über Bronze durften sich Selina Gschwandtner und Julian Justus aus Deutschland freuen. (van)
 

 


Berichterstattung vom 12. Mai

 

Zwei Punkte fehlten Marina Bösiger zum Finaleinzug

 

Am vierten Wettkampftag des ISSF-Weltcups in Fort Benning sollte es keiner Schweizer Schützin für den Finaleinzug reichen. Marina Bösiger zeigte jedoch eine sehr gute Leistung und klassierte sich im Dreistellungmatch Gewehr 50m auf dem 14. Rang.​

 

Resultate
Gewehr 50m Dreistellung Frauen: Qualifikation, Final
Pistole 10m Frauen: Qualifikaton, Final

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1165 Punkte - dies war die Hürde, die es zu nehmen galt, um den Einzug unter die besten Acht der Frauen 3x40 zu schaffen. Marina Bösiger kam diesem Ziel am Samstag, 12. Mai 2018 sehr nahe. Am Schluss fehlten ihr zwei Punkte. Schliesslich klassierte sich die Solothurnerin als beste Schweizer Gewehrschützin mit 1163 Zählern auf dem 14. Schussrang. Bösiger zeigte insgesamt eine starke Leistung, vor allem kniend (390) und liegend (393) war sie auf Tuchfühlung mit der Weltspitze. Erst am Schluss musste sie stehend etwas abgeben, als sie in den beiden letzten Serien stehend je 94 Punkte erzielte.
Zum Teil herrschten in Fort Benning, Georgia (USA) schwierige thermische Bedingungen, die Athletinnen hatten mit starkem Wind zu kämpfen. «Marina machte unter diesen Bedingungen alles richtig», sagt Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport beim SSV. «Sie hielt sich strikt an ihre Taktik, schnell zu Schiessen und nicht lange zu Zielen.» Der 14. Rang sei sehr positiv zu bewerten und eine verspätetes «Geburtstaggeschenk» so Burger. Bösiger wurde am vergangenen Donnerstag 23 Jahre alt.

Die zweite Schweizer Schützin im Bunde, Irene Beyeler, blieb unter ihren Möglichkeiten. 386 kniend, 392 liegend und 376 stehend ergaben ein Total von 1154 Punkten, was den 25. Rang bedeutete. «Sie hat in jeder Stellung einige Punkte zu viel vergeben», so Burger. Grund sei eine «permanente» Nervosität, welche sie erst ganz am Schluss ablegen konnte, so der Leiter Spitzensport. Die Trainings-Leistungen von Beyeler in Fort Benning seien «nahezu perfekt» gewesen. «Da zeigt sie ihr Riesen-Potential, welches sie aber  im Wettkampf leider nie abrufen konnte.»

Vanessa Hofstetter erzielte 1148 Punkte und klassierte sich so auf dem 34. Rang. Hofstetter legte kniend einen hervorragenden Start hin, 99/98/97 und 98 lauteten ihre Passen, was ein Total von 392 Punkten ergab. So klassierte Hofstetter sich kurzeitig unter den Spitzenpositionen. Liegend kam es dann leider zu einem Leistungsabfall, «da war Vanessa komplett von der Rolle», urteilt Burger. Stehend schliesslich konnte sich Hofstetter zu Beginn wieder auffangen können (97 in der ersten Serie), anschliessend «war die Luft aber draussen», so Burger.
Zu erwähnen ist noch eine weitere Schweizer Schützin, Barbara Schläpfer. Die Ostschweizerin startet in Fort Benning ausser Konkurrenz (MQS). Schläpfer, die in den USA lebt und studiert, erzielte 1146 Punkte.

In Finale war es die Kroatin Snjezana Pejcic (460), welche Gold holte und in die Phalanx der Chinesinnen einbrach: Silber ging an Ting Jiang (455), Bronze an ihre Landsmännin Zeru Wang (440.4).


Pistole 10m: Heidi Diethelm Gerber erneut mit Startschwierigkeiten

Am vierten Wettkampftag in Fort Benning stand neben den Gewehrschützinnen auch Heidi Diethelm Gerber im Einsatz. Leider konnte die Thurgauerin nicht an ihre souveräne und starke Leistung von Donnerstag, 10. Mai  anknüpfen, als sie sich diskussionslos als Vierte für den Final Pistole 25m qualifizierte und am Schluss Achte wurde.
Gleich der Start im Wettkampf Luftpistole verlief alles andere als nach Wunsch  – ähnlich wie an der EM in Györ (HUN) im Februar und  am Weltcup in Changwon (KOR) im April 2018.  In den ersten beiden Serien schoss Diethelm Gerber je 92 Punkte – ein Rückstand, der auf diesem Niveau schlicht nicht mehr aufzuholen ist. In der dritten Passe fing sich sie sich nochmals auf, erzielte 97 Punkte, aber über den ganzen Wettkampf gesehen steckte heute der Wurm drin. Schliesslich klassierte sich Diethelm-Gerber mit 565 Zählern auf Rang 25 – sechs Punkte fehlten zur Finalqualifikation.

«Die Startschwierigkeiten sind seit längerem da, das führt logischerweise dann wiederum zu einer gewissen Nervosität und Anspannung», so Burger. Und wenn es nicht laufe, komme dann halt auch Pech dazu, unter anderem mit vier 9.9ern in der letzten Serie, bilanziert Burger.

Im Finale holte sich Olympiasiegerin Anna Korakaki aus Griechenland Gold (243.7), Silber ging an die Serbin Zorana Arunovic (240.1), Bronze an Pim-On Klaisuban aus Thailand (219.1). (cpe)

 

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Berichterstattung vom 11.5.

Schweizer können nicht mit den Besten mithalten

 

Christoph Dürr und Sandro Greuter vertraten die Schweiz am Weltcup in Fort Benning im Luftgewehr-Wettkampf. Die beiden jungen Schweizer konnten nicht um Finalplätze mitreden.

 

Resultate Gewehr 10m Männer: Qualifikation, Final


Es ist, als hätte jemand die Wiederholungstaste gedrückt: Wie im Wettkampf Gewehr 50m Dreistellung an Auffahrt deuteten Christoph Dürr (Gams SG) und Sandro Greuter (Heiligkreuz SG) tags darauf im Luftgewehr-Bewerb an, welches Potenzial sie haben. Doch es fehlte erneut an der Konstanz, um ein wirkliches Top-Ergebnis zu erzielen. Sandro Greuter zeigte mit 103.9 in der 2. und 104.1 Punkten in der 6. Serie, dass er fähig ist, 624 Punkte und mehr in einer Qualifikation zu schiessen. Beispielhaft ist der Start in die 5. Serie: Auf zwei Maximalwertungen 10.9 folgte eine 9.4. Mit 617.6 Punkten konnte sich Sandro Greuter schliesslich auf Rang 42 (bei 62 Teilnehmern) einreihen. Zwei Ränge weiter vorne platzierte sich Christoph Dürr. Sein Total: 618.0. Er zeigte mit 105.0 Punkten in der 5. Serie, was in ihm steckt. Doch dieses Aufbäumen kam zu spät, um ganz vorne mitzureden. Christoph Dürr ist mit Jahrgang 1996 immer noch sehr jung und muss Erfahrungen sammeln. Das stimmt zuversichtlich für die Zukunft. «Das Gezeigte entspricht den Trainingsleistungen der letzten Tage», analysiert Daniel Burger, Leiter Spitzensport. «Es braucht noch viel Arbeit, um auf diesem Niveau mithalten zu können.»

An der Spitze der Qualifikationsrangliste stand einer, der Erfahrung offensichtlich nicht nötig hat. Das Ausnahmetalent Istvan Peni, am Vortag schon Sieger im Dreistellungswettkampf und mit Jahrgang 1997 sogar noch jünger als Christoph Dürr, zeigte einmal mehr eine beeindruckende Leistung. Der Ungare erzielte 629.8 und war damit 2.6 Punkte besser als der zweitklassierte Brian Baudouin aus Frankreich. Im Final wurden dem Überflieger allerdings die Flügel gestutzt. Peni belegte mit 226.5 Punkten «nur» den dritten Rang. Auf Goldkurs war lange der Finne Juho Kurki, der mit 106.1 Punkten loslegte, als sei er auf einem Sprint von der Sauna ins Eiswasser. Nach 14 Schuss hatte er einen Vorsprung von 3.7 Punkten auf seinen ersten Verfolger, den Deutschen Julian Justus. Doch dann begannen bei Kurki die Nerven zu flattern, während Justus aufdrehte. Am Ende gewann der Deutsche mit 248.7 Punkten, 1.6 Punkte vor Kurki. (van)

 


Berichterstattung vom 10. Mai

 

Rang 8 für Heidi Diethelm Gerber

 

Einmal mehr holt Heidi Diethelm Gerber für das Schweizer Team die Kohlen aus dem Feuer. Die Thurgauerin qualifiziert sich am Weltcup Fort Benning als Qualifikationsvierte souverän für den Final Pistole 25m. Am Schluss reicht es für den achten Rang. Christoph Dürr und Sandro Greuter bezahlen derweil Lehrgeld.

 

Resultate
Gewehr 50m Dreistellung Männer: Qualifikation, Final
Pistole 25m Frauen: Qualifikation, Final

 

Weitere Informationen

 

Heidi Diethelm Gerber ist die Zuverlässigkeit in Person und praktisch Stammgast in den Weltcup-Finals Pistole 25m. Das Scheitern in der Qualifikation am Weltcup Changwon (KOR) vor wenigen Tagen ist quasi die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Denn am Weltcup in Fort Benning kehrte die Thurgauerin zurück zu alter Stärke. Mit Zwischenrang 2 nach dem ersten Wettkampfteil (Präzision vom 9. Mai) machte sie ihre Ambitionen deutlich, an Auffahrt liess sie im zweiten Teil der Qualifikation (Schnellfeuer) nichts anbrennen. Zwar konnte sie nicht ganz an die Leistung vom Vortag anknüpfen. Doch sie liess den 293 Zählern 289 Punkte folgen. Mit 582 Ringen im Total war die Finalqualifikation nie in Gefahr. Zwar rutschte Heidi Diethelm Gerber noch auf Rang 4 zurück, doch im Hinblick auf den Final spielte das keine Rolle. Herausragende Schützinnen waren Olympiasiegerin Anna Korakaki (GRE), die die Qualifikation mit 590 Punkten gewann, und Zhang Mengxue (CHN), die mit nur einem Zähler weniger auf Rang 2 folgte.

Im Final standen aber weder Heidi Diethelm Gerber noch Anna Korakaki oder Zhang Mengxue zuoberst. Heidi Diethelm Gerber musste leider als erste Schützin die Segel streichen. Nichtsdestotrotz ist Rang 8 ein hervorragendes Ergebnis für die Thurgauerin. Der Sieg ging an Maria Grozdeva (BUL) vor der Serbin Zorana Arunovic. Qualifikationssiegerin Korakaki sicherte sich zumindest die bronzene Auszeichnung.

 

Heidi Diethelm Gerber zeigt einmal mehr eine hervorragende Leistung.

 

Gewehr 50m Dreistellung Männer: Der Kampf mit der Thermik

Mit 391 Punkten kniend und 395 liegend war Christoph Dürr (Gams SG) mittendrin. Mittendrin in der Weltspitze und mit berechtigten Hoffnungen auf einen Finalplatz. Doch es ist eine Binsenweisheit im Schiesssport: Entschieden wird ein Kleinkaliber-Dreistellungsmatch in den letzten 40 Stehend-Schüssen. Und da konnte der junge St. Galler nicht mehr mit den Besten mithalten. 369 Zähler reichen auf diesem Niveau nirgendwo hin. Gefordert sind gegen 20 Punkte mehr. Dabei hatte er im Training stehend hervorragende Resultate erzielt, wie Daniel Burger, Leiter Spitzensport im SSV, weiss. Ihm ist aber auch klar, wo ein Teil des Problems lag: «Heute war es in Fort Benning sehr warm, die Thermik war entsprechend stark», erklärt er. In einem solchen Fall sei ein schneller Rhythmus von grossem Vorteil. «Die besten Schützen haben den Wettkampf 45 Minuten vor Christoph beendet. Sie hatten mit der Thermik weit weniger Probleme.» Eine gute Taktik sei heute bei diesen Bedingungen eine der wichtigsten Voraussetzungen gewesen, um bestehen zu können. Im Training sei das zwar geübt worden. «Aber die Umsetzung im Wettkampf ist dann ein anderes Paar Schuhe.» Letztlich klassierte sich Christoph Dürr mit 1155 Punkten auf dem 34. Rang.

Was für Christoph Dürr gilt, trifft auch auf Sandro Greuter (Heiligkreuz SG), den zweiten Schweizer im Wettkampf, zu. Auch er war zu langsam und kämpfte am Schluss mit der Thermik. Bei ihm kamen Spannungen im Knie hinzu, die sich negativ auf seine Technik auswirkten. Greuter reihte sich zehn Plätze hinter seinem Teamkollegen ein. Er verlor bereits kniend (376) zu viele Punkte, um ein Wort um einen Finalplatz mitreden zu können. Am Ende kam Greuter auf 1142 Punkte. Für den Final wären 1173 Punkte nötig gewesen. Qualifikationssieger wurde mit Yang Haoran ein Chinese. Das passt zu den bisherigen Entscheidungen in Fort Benning. Von den sechs bis jetzt vergebenen Medaillen gingen fünf an China. Im Dreistellungsmatch werden mindestens zwei nicht an China gehen. Yang Haoran ist der einzige Chinese im Final und er holte seine Medaille. Allerdings war es nur die bronzene. Gold ging an den ungarischen Jungstar Istvan Peni (451.4) vor dem Dänen Steffen Olsen (450.2). (van)

 


Berichterstattung vom 9. Mai

 

Gewehr-Frauen klassieren sich im Mittelfeld

 

Die Luftgewehrschützinnen haben den ISSF Weltcup in Fort Benning eröffnet.  Für die Schweizerinnen blieben die Finalplätze ausser Reichweite. Dafür zeigte Heidi Diethelm Gerber eine starke Leistung.

 

Resultate
Gewehr 10m Frauen: Qualifikation, MQS, Final
Pistole 25m Frauen Präzision

 

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Der Rest gegen China: Nicht zum ersten Mal stimmte diese Aussage für einen Luftgewehr-Wettkampf auf Weltcupstufe. Am ISSF Weltcup in Fort Benning (USA) waren es einmal mehr die Chinesinnen, die den Takt vorgaben. Zhu Yingije dominierte die Qualifikation fast nach Belieben, dabei hatte sie mit 103.9 Punkten in der ersten Serie keinen optimalen Start erwischt. Danach zündete sie aber ein Feuerwerk und schloss den Wettkampf mit 106.7 Punkten in der letzten Serie ab. Ihre 633.4 Punkte bedeuteten neuen Weltrekord. Und weil Zhu Yingije Juniorin ist, wird die Bestmarke gleich doppelt in die Bücher eingetragen. Mit Wu Mingyang (2., 629.3) und Zhao Ruozhu (6., 627.6) schafften es alle drei Chinesinnen in den Final. Und dort degradierten sie die Konkurrenz endgültig zu Statistinnen. Wu Mingyang gewann mit 252.2 Punkten vor Zhu Yingije (251.8) und Zhao Ruozhu. Beste Nicht-Chinesin war die Dänin Stine Nielsen.

 

Vanessa Hofstetter war im Wettkampf Gewehr 10 als 32. beste Schweizerin.

 

Von einer Finalteilnahme konnten die Schweizerinnen nur träumen. Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE) begann zwar stark und lag mit ihren 105.4 Punkten in der ersten Serie in der Zwischenrangliste auf einem finalberechtigten Platz. Diese Leistung konnte sie aber nicht über 60 Schuss durchziehen. Mit 620.1 Punkten belegte sie letztlich den 32. Rang. Damit fehlten 6.7 Punkte auf den achten und damit letzten finalberechtigten Platz. «Obwohl sie am Ende etwas abgebaut hat, war das eine gute Leistung von Vanessa», sagt Daniel Burger, Leiter Spitzensport.

 

Irene Beyeler (links) und Marina Bösiger klassierten sich auf den Rängen 39 und 49.

 

Irene Beyeler (Schwarzenburg BE) startete verhalten, konnte sich mit 105.5 Punkten in der vierten Serie aber Hoffnungen auf einen Platz in der ersten Ranglistenhälfte machen. 101.3 und 100.9 Punkte in den letzten beiden Serien spülten sie jedoch wieder zurück. Am Ende schaute Rang 39 unter 65 Startenden für die erfahrene Bernerin heraus. «Irene war sehr nervös, entsprechend hatte sie Mühe in den Wettkampf zu kommen», analyisert Daniel Burger. Für Marina Bösiger (Derendingen SO) war es der erste Einsatz an einem Weltcup. Entsprechend gross war die Anspannung. Für sie war der Wettkampf nach der ersten Serie bereits gelaufen. Sie begann mit 99.9 Punkten. Eine zu grosse Hypothek, um noch Chancen auf einen Finalplatz zu haben. Die Solothurnerin legte zwar im Verlauf des Wettkampfs zu. Zu mehr als 613.9 Punkte und dem 49. Rang reichte es aber nicht. Resultatmässig beste Schweizerin war Barbara Schläpfer. Die Ostschweizerin, die in den USA lebt und studiert, startete aber ausser Konkurrenz (MQS) und taucht in der offiziellen Rangliste deshalb nicht auf. Schläpfer erzielte 620.6 Punkte. «Barbara hat heute überzeugt», lobt Daniel Burger. «Sie hat ihre Fortschritte gezeigt, die sie in ihrer Universitätsmannschaft gemacht hat.»

 

Barbara Schläpfer startete ausser Konkurrenz, erzielte aber das beste Resultat aller Schweizerinnen.

 

Für die Schweizerinnen geht der ISSF Weltcup am Samstag mit dem Dreistellungsmatch Gewehr 50m weiter. «Das ist bei allen die starke Disziplin», sagt Daniel Burger. Das macht Hoffnung, dass die Schweizerinnen sich in der Rangliste nach vorne orientieren können.

 

Feuerwerk von Heidi Diethelm Gerber

Am Weltcup in Changwon (KOR) lief es Heidi Diethelm Gerber (Märstetten TG) überhaupt nicht rund, in Fort Benning zeigte sie aber, wozu sie fähig ist. Im ersten Teil der Qualifikation Pistole 25m schoss sie sehr gute 293 Punkte. Besser war nur  Olympiasiegerin Anna Korakaki mit 296 Zählern. Mit 13 Innenzehnern schoss die Thurgauerin auch mit Abstand am meisten Mouchen. Deshalb liess sie in der Präzision die punktgleichen Zorana Arunovic (SRB) und Zhang Mengxue (CHN) hinter sich. Am Donnerstag, 10. Mai, findet um 18.45 Uhr (Schweizer Zeit) der zweite Teil der Qualifikation (Schnellfeuer) statt. Die Aussichten auf einen Finalplatz könnten für Heidi Diethelm Gerber nicht besser sein. Zur Erinnerung: in Fort Benning feierte die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin im Jahr 2014 ihren bislang einzigen Weltcupsieg. (van)

 


Vorschau vom 7. Mai

 

Fort Benning ist ein gutes Pflaster für Heidi Diethelm Gerber

 

Die Schweizer Schützen-Nationalmannschaft tritt in Fort Benning (USA) zum dritten ISSF-Weltcup dieser Saison. Für Heidi Diethelm Gerber ist der Austragungsort mit guten Erinnerungen verbunden.

 

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Im Jahr 2014 hat Heidi Diethelm Gerber ihren bislang einzigen Weltcupsieg errungen. Mit der Sportpistole 25m stand sie damals in Fort Benning (USA) zuoberst auf dem Podest. Vom 4. bis 16. Mai macht der Weltcup-Tross erneut Halt in der Militär-Basis um US-Bundesstaat Georgia. Mit dabei ist auch Heidi Diethelm Gerber. Sie ist das einzige Mitglied aus dem Schweizer Pistolen-Kader, das in Fort Benning um Weltcuppunkte und Medaillen schiessen wird. Dafür reisen sechs Gewehrschützinnen und Gewehrschützen in die USA und vertreten die Schweizer Farben. Sandro Greuter (Heiligkreuz SG) und Christoph Dürr (Gams SG) bilden das Männer-Duo, Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE), Marina Bösiger (Derendingen SO) und Irene Beyeler (Schwarzenberg BE) bilden das Frauen-Team. Dieses wird ergänzt mit Barbara Schläpfer. Die Ostschweizerin aus Gais, die in den USA an der Murray State University Kentucky studiert, wird an ihrem ersten Weltcup ausser Konkurrenz (MQS) starten.

 

Irene Beyeler bereitet sich aufs Training vor.

 

Wirklich willkommen waren die Schweizer in den USA allerdings nicht. Die Anreise an einen Weltcup war ähnlich wie in Guadalajara (MEX) im Februar mühselig und mit grossen Hindernissen versehen. Die Organisatoren konnten etwa die Hälfte der Teams nicht mit den dringend nötigen Dokumente für die Waffen-Einfuhr versorgen. Auch die Schweizer reisten ohne offizielle Dokumente in die USA. «Wir hatten grosses Glück, dass der Zoll uns durchgelassen hat», sagt Daniel Burger, Leiter Spitzensport im SSV. Andere Teams hatten weniger Glück: Ihre Gewehre Kaliber .22 wurden vom Zoll konfisziert. Einige Nationen sind gar nicht erst angereist. Mit den Problemen war es damit nicht vorbei: Der offizielle Bus zum Hotel ist ohne das Schweizer Team abgefahren. Die Eidgenossen mussten sich samt Gepäck auf mehrere Kleinbusse verteilen. Statt einer gemütlichen Busfahrt wartete eine vierstündige Odyssee auf das Team.

 

Barbara Schläpfer kommt in Fort Benning zu ihrem Weltcup-Debut.

 

Trotz der Schwierigkeiten bei der Anreise ist Daniel Burger zuversichtlich. Die ersten Trainings sind erfolgreich verlaufen. Insgesamt treten am dritten Weltcup dieser Saison 352 Schützinnen und Schützen aus 53 Nationen an. Das Schweizer Team ist am Sonntag, 6. Mai, angereist und steht ab Mittwoch, 9. Mai, im Einsatz. (van)

 

Das Programm (ohne Gewähr; Schweizer Zeit)

Mittwoch, 9. Mai

Gewehr 10m Frauen

  • 15.00h: Qualifikation 1. Ablösung (Irene Beyeler)
  • 17.00h: Qualifikation 2. Ablösung (Marina Bösiger, Vanessa Hofstetter, Barbara Schläpfer)
  • 19.15h: Final

Sportpistole 25m Frauen

  • 15.00h: Qualifikation Präzision (Heidi Diethelm Gerber)

 

Donnerstag, 10. Mai

Gewehr 50m Dreistellung Männer

  • 15.00h: Qualifikation (Christoph Dürr, Sandro Greuter)
  • 18.45h: Final

Sportpistole 25m Frauen

  • 18.45h: Qualifikation Schnellfeuer (Heidi Diethelm Gerber)
  • 21.00h: Final

 

Freitag, 11. Mai

Gewehr 10m Männer

  • 15.00h: Qualifikation (Sandro Greuter, Christoph Dürr)
  • 17.15h: Final

 

Samstag, 12. Mai

Gewehr 50m Dreistellung Frauen

  • 15.00h: Qualifikation
  • 19.00h: Final

Pistole 10m Frauen

  • 15.00h: Qualifikation
  • 17.15h: Final

 

Sonntag, 13. Mai

Gewehr 10m Mixed

  • 16.30h: Qualifikation 1. Ablösung
  • 18.00h: Qualifikation 2. Ablösung
  • 19.45h: Final

partner FST

 

 

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