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Zürich

Jürg Ebnöther auch Schützenkönig

Jürg Ebnöther jubelt auch als Schützenkönig<br> vor Irene Beyeler und Michel Stuber.
Jürg Ebnöther jubelt auch als Schützenkönig
vor Irene Beyeler und Michel Stuber.

17.07.2016 - Im Zürcher Albisgütli ist am Sonntag das 23. Eidgenössische Armbrustschützenfest mit zwei grossen Überraschungen zu Ende gegangen. Im Ausstich um die Würde des Schützenkönigs war nicht der hochfavorisierte Titelverteidiger Simon Beyler (Schwarzenburg) erfolgreich, sondern Jürg Ebnöther (Rümlang), der im Verlauf der Woche schon mehrmals Europameister geworden war.

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Auf den Plätzen folgten Irene Beyeler (Schwarzenburg), die Schützenkönigin von 2006 und Zweite von 2011, und Dritter wurde als weitere grosse Überraschung Michel Stuber (Rotkreuz), der im Ausstich mit 299 von 300 möglichen Punkten das glanzvolle Höchstresultat schoss, und sich so im Schatten der Favoriten von Rang 20 in der Qualifikation auf den dritten Schlussrang verbesserte. «Das war jetzt das Tüpfelchen auf den I», freute sich der neue Schützenkönig Jürg Ebnöther, der vor sechs Jahren in Aarau schon Schützenkönig im 300m-Schiessen wurde. Angesprochen auf die schwierig einzuschätzenden Windverhältnisse während des Ausstichs, sagte er: «Ich habe mich auf die hängenden Fahnen eingeschossen und diese Taktik in der Folge konsequent eingehalten». Mit 296 Punkten schoss er das zweithöchste Finalresultat, was letztlich verdientermassen mit der Königswürde honoriert wurde. Am Schluss musste auch noch das Schweizer Fernsehen umdisponieren, nachdem sich die Reporter vor dem Final noch auf den Favoriten Simon Beyeler konzentriert hatten. Denn am Vortag hatte Simon vor seiner Schwester Irene die Schweizermeisterschaft in der Kombination und ebenfalls kniend gewonnen.

Favoriten in Rücklage

Die Basis zum überraschenden Erfolg legte Ebnöther bereits in der ersten von drei Serien, als er Zehner an Zehner aneinander reihte und sich das Maximum von 100 Punkten schreiben liess. Damit war die Aufholjagd auf Simon Beyeler, der nach der Qualifikation gegenüber Ebnöther um über vier Punkte im Vorteil lag, lanciert. Anschliessend fügte Ebnöther 97 und am Schluss noch 99 Punkte hinzu und erreichte mit 296 Punkten das zweithöchste Ergebnis im Ausstich und damit den grossartigen Sieg. Simon Beyeler seinerseits hatte schon bei den Probeschüssen leichte Probleme und musste nach den beiden ersten Seien mit 97 und 95 Punkten die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung schon früh aufgeben. Dafür holte Schwester Irene die Kohlen aus dem Feuer. Mit 295 Punkten im Ausstich und 589 Gesamtpunkten holte sie nach dem fünften Platz in der Qualifikation ihren zweiten Silber-Kopfkranz nach dem Eidgenössischen 2011 im Aegerital.

Nachdem man eher mit Bruno Inauen (2.) und Renato Harlacher (3. in der Qualifikation) auf einem Podestplatz gerechnet hatte, tauchte auf einmal und unerwartet Michel Stuber aus Rotkreuz auf dem dritten Platz auf. Zwar schiesst der 23-jährige Konstrukteur erst seit drei Jahren mit der Armbrust bei der ASG Zug, doch in der laufenden Saison hat er als Festsieger in Buhwil, Embrach und Dallenwil schon einige Male seine Visitenkarte abgegeben. Jetzt haben ihm die brillanten 299 Punkte im Ausstich zum verdienten dritten Kopfkranz verholfen.

Glänzende Resultate

Das 23. Eidgenössische Armbrustschützenfest mit gegen 1000 Teilnehmern aus der ganzen Schweiz brachte eine Reihe glänzender Leistungen. So gewann Emmental in der 1. Kategorie des Sektionswettkampfes mit dem hervorragenden Durchschnitt von 58,230 Punkten. Schwarzenburg (57,699) siegte in der 2., Bibern (55,675) in der 3. und Mülenen (54,500) in der 4. Kategorie. Der Sieg im Gruppenwettkampf ging mit 290 Punkten an Schwarzenburg (Irene und Simon Beyeler, Pascal Lorétan, Max und Markus Guggisberg). Schwarzeburg siegte auch im erstmals ausgetragenen Swiss Cup. 

In den Einzelwertungen wurde Simon Beyeler (Schwarzenburg) gleich dreimal als Sieger (Matchmeisterschaft, Festmeisterschaft und Ehrengaben) ausgerufen. Weitere Einzelsieger wurden: Nachwuchsstich Jugend: Jana Huwiler (Kriens). Nachwuchsstich Junioren: Sandro Bachmann (Schönenberg/TG). Veteranenstich: Werner Frischknecht (Thalwil). Die Serie der ausgezeichneten Resultate rundeten die vielen Maximum-Ergebnisse im Sektions-, Gruppen-, Kranz- und Züri-Stich ab. Im Nachdoppel der Kategorie A konnten insgesamt 38 100er-Zentrumstreffer ausgewertet werden. Marcel Ochsner (Winterthur), Markus Eberhard (Steinhausen) und Renato Harlacher (Rümlang) gelang das Kunststück gleich zweimal.

Die Gewinner in der Festmeisterschaft, (vl) Irene Beyeler (2.), Simon Beyeler (1.), Renato Harlacher (3.), flankiert von charmanten Ehrendamen.​

Gelungenes Eidgenössisches

Der Schützenkönig-Ausstich und das anschliessende Absenden mit den Siegerehrungen und der Abgabe der Auszeichnungen in der Festhalle wurden zum beeindruckenden Finale eines gelungenen 23. Eidgenössischen Armbrust-Schützenfestes im Zürcher Albisgütli, welches vom Freundschaftsbund der Zürcher Armbrustschützen organisiert und durchgeführt wurde. Einziger Wermutstropfen waren die fehlenden Zuschauer. Das Eidgenössische, die Europameisterschaften und die nationalen Titelkämpfe während den zehn Tagen fanden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Werner Hirt

 


Jürg Ebnöther zweifacher Sieger zum Abschluss der EM

Jürg Ebnöther jubelt über seinen Erfolg in der Kombination vor Joël Brüschweiler (li.)

Zum Abschluss der Europameisterschaften im Armbrustschiessen in Zürich war Jürg Ebnöther in der Open Class zweimal erfolgreich:  Der Schütze aus Rümlang ZH siegte kniend vor Renato Harlacher, auch aus Rümlang, und in der Kombination mit stehend vor Joël Brüschweiler (Hefenhofen), der zudem die Bronzemedaille im Stehendwettbewerb gewann. 

Mehr dazu erfahren Sie unter den EM-News

Link zum Beitrag über Jürg Ebnöther in Sport aktuell im Schweizer Fernsehen vom Donnerstag, 14. Juli 2016.

 


Doppelsieg für Schweizer Teams und zweimal Einzelbronze 

Am zweiten Wettkampftag der Armbrust-EM in Zürich konnten die Schweizer Teams einen Doppelsieg feiern in der Open Class auf 30m.  Dazu kommen zwei Bronzemedaillen durch Mirco Steiner (Wasen i. E.) und Larissa Bösch (Ebnat-Kappel) in der Kategorie U23 auf 10m sowie eine Teamsilbermedaille für die jungen Schweizer Frauen.

Siegerbild 10m U23 Frauen mit Larissa Bösch (re.) als Dritte. Der drittplatzierte Mirco Steiner (re.) neben dem siegreichen Russen, der neuen Weltrekord erzielte.

                   

 


Dreimal Gold für Tamara Menzi in der U23-Kategorie zum EM-Start

 

U23-Siegerin Tamara Menzi, flankiert vom Österreicher Christoph Stocker und Joelle Baumgartner.​

Am ersten Wettkampftag der Matchschützen an der Armbrust-EM in Zürich holte Tamara Menzi (Ebnat-Kappel) auf 30m dreimal Gold in der U23-Kategorie.  Über 10m schaffte es Weltmeisterin Silvia Guignard hingegen nicht unter die besten Acht.

 


Die Armbrust-EM ist eröffnet

Mit einer familiären Feier unter den Linden auf dem Lindenhof in der Zürcher Altstadt wurden die Europameisterschaften mit der Match- und Feldarmbrust offiziell eröffnet.

Die Teams aus 12 Nationen haben auf dem Lindenhof Aufstellung genommen.

Bildergalerie von der EM-Eröffnungsfeier

«Fussball war gestern. Nun dominiert die Armbrust in Zürich, das im wahrsten Sinne zur Armbrusthauptstadt Europas wird»: Der für den Sport zuständige Zürcher Stadtrat Gerold Lauber sprach so das Bonmot aus an der Eröffnungsfeier zur Armbrust-EM. Diese begann mit dem Einzug der Sportlerinnen und Sportler aus 12 Nationen, angeführt von den Tambouren der Knabenmusik Zürich und dem Organisationskomitee unter Leitung von Erhard Hüppi, auf den Lindenhof, wo sie im Halbrund Aufstellung nahmen. OK-Präsident Hüppi begüsste die Delegationen, die vom Einmannteam aus Irland bis zu zwei Dutzend Personen im Fall von Russland und Frankreich umfassen, aus 12 europäischen Nationen zur EM in Zürich, die im Rahmen des Eidgenössischen Armbrustschützenfests stattfindet. Hüppi dankte weiter seinen Kollegen im OK, allen Helfern, Sponsoren und der Stadt Zürich für die infrastrukturelle Unterstützung. Gaby Nägeli, Präsidentin des Eidgenössischen Armbrustschützenverbandes (EASV), schloss sich den Dankesbezeugungen an in ihrer Rede, die sie in englischer Sprache hielt.

Stadtrat Gerold Lauber seinerseits dankte den Organisatoren dafür, dass sie die Stadt Zürich zum sportlichen Schaufenster in Europa machen, und strich hervor, dass der Zeitpunkt nach Abschluss der Fussball-EM, des Tennisturniers in Wimbledon und der Leichtathletik-EM in Amsterdam gut gewählt sei, um die nötige Aufmerksamkeit zu erhalten für das Armbrustschiessen als Sportart, die grosse Konzentrationsfähigkeit erfordere. Im weiteren wandete sich auch der Zürcher Nationalrat Jürg Stahl an das Publikum an der Eröffnungsfeier. Bei dieser übergab in der Folge Charles Méchin, Präsident der IAU, des Weltverbandes der Armbrustschützen, dessen Flagge in die Hände von OK-Präsident Hüppi, und Jonas Hansen sprach den Eid der Athleten. Abgeschlossen wurde die familiäre Feier mit der Abgabe von Grillbratwürsten und Obstsaftgetränken an alle Teilnehmer. (atp)

 


Glanzvoller offizieller Tag am Eidgenössischen Armbrustschützenfest

Mit einem glanzvollen Offiziellen Tag hat das 23. Eidgenössische Armbrustschützenfest, das bis zum 17. Juli im Zürcher Albisgütli durchgeführt wird, einen ersten grossen Höhepunkt erreicht.

Fahnengruss am offiziellen Tag des EASF

Am ersten Festsonntag empfingen der Eidgenössische Armbrustschützenverband (EASV) und die lokalen Organisatoren Gäste aus allen Landesteilen zum Festakt. Im Zentrum standen die Übergabe der Zentralfahne von Unterägeri, das zuletzt vor fünf Jahren den Grossanlass organisiert hatte an das Zürcher OK, die Begrüssung von OK-Präsident Kurt Röthlin, die Reden von Regierungsrat Markus Kägi und vom Zuger Ständerat Joachim Eder, OK-Präsident EASF 2011, sowie die Grussbotschaften von Gaby Nägeli, der Präsidentin des Eidg. Armbrustschützenverbandes und Stadtrat Gerold Lauber. Ein besonderes Gepräge gaben der Feier die Darbietungen der Formation der Zürcher Jugendstadtmusik und der Tambourengruppe aus Steinen.

 Aufmarsch zur offiziellen Feier

Beeindruckende Feier

Den Organisatoren gelang zweifellos ein schlichter, dennoch aber beeindruckender Ehrentag, auf den der EASV mit Recht stolz sein darf. Entfernt vom öffentlichen Verkehr wählten die Organisatoren für den von zahlreichen Fahnendelegationen begleiteten Umzug eine Kurzroute zum Festplatz vor der Albisgütli-Schiessanlage, was sich letztlich als recht gelungen erwies. Nicht nur weil die Sonne vom Himmel lachte, sondern weil die Überblickbarkeit und die Geschlossenheit der Feier die richtige Stimmung verlieh. Eingerahmt von vielen Gästen, Zuschauern und einem stattlichen Fahnenwald stand die in allen Teilen würdige Übergabe der Zentralfahne an den neuen Fähnrich Werner Frischknecht aus Thalwil, der während der nächsten drei Jahren seines Amtes walten wird, im Mittelpunkt. Unter den Klängen des Fahnenmarsches nahm er als erste Amtshandlung den Gruss der Unterverbandsfahnen entgegen.

Gemeinschaft stiften

Die offizielle Festansprache hielt Regierungsrat Markus Kägi, der in Vertretung des Regierungspräsidenten Mario Fehr erst die Grüsse der Zürcher Regierung überbrachte. In seiner Rede setzte er sich mit verschiedenen Eigenschaften der Armbrust, aber auch mit dem eigentlichen Schützenfest auseinander. So sagte er dass die Armbrust ähnlich wie das Schweizer Kreuz Zeichencharakter habe. Die Armbrust sein ein Zeichen für unser Land, für die Qualität seiner Produkte und für die Verbindung von Tradition, Handwerk und Technik. Die Armbrust, einst tödliche Waffe sei auch zum Wegbereiter von Kommunikation und Mobilität geworden. „Die Armbrust bringt uns zusammen, wie hier auf dem Albisgütli und sie stiftet Gemeinschaft“ sagte Kägi. Viel schweizerischer könne ein Anlass der Tradition, Modernes und so viel Heimatliches wie das Armbrustschützenfest zusammenbringe gar nicht sein. „Das Fest hat für mich grossen Symbolcharakter. Es steht für die Weltoffenheit die in unserem Land ganz ohne Abstriche bei der Liebe zur Heimat gepflegt wird. Das ist ein Modell, das eigentlich in ganz Europa funktionieren könnte – könnte“. Mit dem Dank an die Organisatoren und den vielen Leuten, die einen solchen Grossanlass erst möglich machten, schloss Kägi seine ausdrucksvolle Ansprache, mit der er den Ton der Schützenfamilie

Joachim Eder OK-Präsident der Eidgenössischen Armbrustschützenfestes vor fünf Jahren in Aegeri fühlte sich in der richtigen Stimmung, die Verbandsfahne, das kostbare Symbol der Zusammengehörigkeit übergeben zu können. Eine Fahnenübergabe ist immer auch ein emotionaler Moment, sagte er und stellte damit das Eidgenössische Armbrustschützenfest als eine Manifestation des friedlichen Schiesssportes ins Zentrum. „Ich bin froh, dass in unserem Land die Mehrheit weder die Armee noch die Tradition des Schiesswesens abschaffen will. Wo kämen wir hin, wenn wir die Schweiz und ihre Werte, nämlich unsere Demokratie, unsere Freiheit, unsere Unabhängigkeit und unsere Sicherheit nicht mehr verteidigen würden“.Schliesslich übergab Joachim Eder die Verbandsfahne an das Zürcher OK: „Habt Sorge zur Fahne und hütet sie, zwar nicht nur als Zeichen der wichtigen Armbrustschiess-Tradition, sondern nicht zuletzt auch als Bekenntnis zu unserer Heimatverbundenheit.

 Die Fahne ist jetzt in Zürcher Hand

Fahne beim Zürcher OK angekommen

Verbandspräsidentin Gaby Nägeli dankte im Rahmen der Fahnenübergabe dem OK Aegerital für die Festorganisation vor fünf Jahren und vor allem Fähnrich René Lüthold für Pflege und Aufbewahrung der Verbandsfahne. „Heute übernimmt das Zürcher OK das Banner und ich habe die Ehre dieses an den OK-Präsidenten Kurt Röthlin zu übergeben. Die Zürcher übernehmen die Verbandsfahne mit der Verantwortung diese zu schützen und zu pflegen. Der EASV wünscht den Organisatoren unter der Verbandsfahne ein schönes und erfolgreiches Fest auf dem Albisgütli“, sagte EASV-Präsidentin Gaby Nägeli in ihrer Grussbotschaft. Anschliessend überbrachte Gerold Lauber noch den Willkommensgruss des Zürcher Stadtrates. Nach einem geschichtlich kurzen Rückblick in das Bogen und Armbrustschiessen der alten Zeit, dankte er den beteiligten Vereinen, den zahlreichen Sponsoren und nicht zuletzt dem engagagierten Organisationskomitee für die Durchführung einer solch grossen Veranstaltung.

Viel Prominenz war anwesend

Gruppenbild der Ehrengäste am offiziellen Tag mit Fahnen

Die Organisatoren konnten zur offiziellen Eröffnung des Festes, das allerdings schon am Donnerstag zuvor seinen Auftakt genommen hatte, eine grosse Schar prominenter Ehrengäste, welche dem EASV und dem Organisationskomitee ihre Referenz erwiesen, willkommen heissen. Die Zürcher Politik war durch Nationalrat Thomas Hardegger, Kantonsratspräsident Rolf Steiner, die beiden Kantonsrätinnen Karin Egli und Jaqueline Hofer sowie Gemeindesratspräsident Roger Bartholdi und Stadtrat Gerold Lauber (Schul- und Sportamt) vertreten. Das hohe Militär führten Korpskommandant Aldo C. Schellenberg (Luftwaffenchef) und Brigadier Franz Nager (Kdt Geb Brigade 12) an. Die Unfallversicherung Schweizer Schützenvereine (USS) vertraten deren Präsident Rudolf Vonlanthen und Hans Rudolf Liechti (Geschäftsführer), Swiss Olympic Lea Müller und das Bundesamt für Sport (BASPO) Ruth Siegenthaler. An der Spitze der Unterägeri-Delegation (Ausrichter des EASF 2011) stand OK-Präsident Ständerat Joachim Eder. Der Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) war vertreten durch Reinhard Wagner (Präsident), Yolanda Gottardi (Geschäftsführerin), Max (Meier (Ehrenpräsident) und Fritz Kilchenmann. Werner Hirt

 


Mit 93 am Eidgenössischen

Der 93-jährige Josef Lussi mit seiner Armbrust im Schiessstand Albisgütli in Zürich.

Das macht ihm so schnell keiner nach. Am 7. Mai feierte Josef Lussi (Oberwinterhur) seinen 93. Geburtstag und am letzten Samstag trat er im Albisgütli als Aktiver am Eidgenössischen Armbrustschützenfest an. Und die Schiessleistungen des Ehrenveteranen, der seit über 60 Jahren mit der Armbrust schiesst, lassen sich durchaus sehen: 55 Punkte in der Sektion und 50 im Gruppenstich. Zwei Kranzresultate, eine grossartige Leistung. Bravo, da kann man nur den «Hut ziehen».

Der Blick zurück

Josef Lussi ist seit 38 Jahren Aktivmitglied beim ASV Oberwinterthur, wo er 1998 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Vor seiner Zeit bei «Oberi» war er von 1956 bis 1978 Mitglied bei den Armbrustschützen Winterthur und amtete dort unter anderen Funktionen vor allem als Jungschützenleiter, Aktuar und schliesslich als Präsident. Daneben war er auch Ehrenmitglied im 300-m-SchiessvereinTöss, einem Verein der heute nicht mehr existiert. Zuletzt wurde Josef Lussi an der Kantonalen Armbrust-Veteranen-DV im Februar als ältester aktiver Armbrustschütze der Schweiz besonders geehrt.

Er erinnert sich an viele Erfolge. In Wollerau hätte er einmal ein paar Ski und ein Camping-Fauteuil und in Utzensdorf eine Ständerlampe gewonnen und musste diese Gaben dann jeweils mit der Eisenbahn nach Hause transportieren. In seinem Gedächtnis blieb auch haften, dass er in Wollerau ein Glanzresultat in einem falschen Stich geschossen hatte, sonst hätte er gar ein „kleines Muneli oder Kälbli“ nach Hause geführt. So bezeichnet er den Gewinn einer Stabelle am Berner Kantonalen 1997 in Ringgenberg als einen seiner grössten Erfolge und ausserdem steht noch heute eine Zürcher Kanne vom Zürcher Kantonalschützenfest 1968 in Dietlikon auf der Wohnwand in der guten Stube.

Es brauchte etwas Überzeugung zur Teilnahme

Dem Vernehmen nach brauchte es schon etwas Überredungskunst von Sohn Rolf und schliesslich auch von ASV-Oberi-Präsidentin Ruth Rinderknecht, den Ehrenveteran für die Teilnahme an seinem wahrscheinlich elften Eidgenössischen Armbrustschützenfest (1956 in Zug war sein erstes Eidgenössisches) zu ermuntern. Schliesslich gefiel ihm aber die Armbrust-Atmosphäre im Schiessstand und im Festzelt. Hingegen meinte er, dass der Rummel am Schluss, als seine drei Söhne, die EASV-Präsidentin Gaby Nägeli, OK-Präsident Kurt Röthlin, seine Kollegen vom ASV Oberi und weitere Leute zur Gratulation bereitstanden gar nicht nötig gewesen wäre. Die Freude aber überwog und schliesslich meinte er, dass es solange «es geht» noch weiter schiessen wolle. Darüber freuen sich vor allem auch seine Kollegen im Armbrustschützenverein Oberwinterthur. (wht)

 


Das Armbrustschützenfest ist eröffnet

Mit dem Sponsoren- und Presseschiessen wurde das Eidgenössische Armbrustschützenfest (ESASF2016) in Zürich eröffnet. Als erster Wettkampf wurde im Schiessstand Albisgütli die Zürcher Mannschaftsmeisterschaft ausgetragen.​

Zürich ist für 10 Tage die Armbrusthauptstadt Europas. Zum Auftakt des Eidgenössischen Armbrustschützenfests EASF2016 lud das Organisationskomitee (OK) unter Leitung von Kurt Röthlin Sponsoren, Gäste und Vertreter der Medien zu einem Plauschschiessen mit der Armbrust ein. In seiner Begrüssungsansprache erklärte OK-Präsident Röthlin, dass bei der Beteiligung am EASF2016 die 1000er-Marke nicht ganz erreicht worden sei bisher. Röthlin gab der Hoffnung Ausdruck, dass noch einige Nachmeldung erfolgen werden und damit die magische Grenze überschritten werde für den alle fünf Jahre stattfindenden, grössten Wettkampfanlass der Armbrustschützen. In dessen Rahmen finden kommende Woche (ab 11. bis 14. Juli) auch die Europameisterschaften der Armbrustschützen statt, zu denen 12 Nationen gemeldet sind.

Kurt Röthlin, OK-Präsident EASF2016, bei seiner Ansprache zur Festeröffnung, bei welcher auch das Sportgerät präsentiert wurde, das die nächsten 10 Tage im Zentrum steht.
Zwei der prominenten Gäste beim zur Eröffnug ausgetragenen Sponsoren- und Presseschiessen: Erhard Hüppi, OK-Chef der EM, und Gaby Nägeli, Präsidentin des Eidgenössischen Armbrustschützenverbandes EASV.


Weitere Bilder  

Nach der Auftaktveranstaltung, an der auch Roger Bartholdi, Präsident des Zürcher Gemeinderates (Stadtparlament), als höchster politischer Repräsentant teilnahm und einige Worte an die Gäste richtete, galt es wettkampfmässig erstmals ernst. Bei der Zürcher Mannschaftsmeisterschaft setzte sich Embrach, für das SMV-Präsident Marcel Ochsner sehr gute 196 Punkte erzielte, vor Nürensdorf und Horgen durch. (atp)  

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