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Tag des offenen Schützenhauses im Wasseramt SO: Aus der Sicht eines jungen Nichtschützen

Unter fachkundiger Anleitung: Patrick<br>beim erstmaligen Schiessen mit<br>dem Stgw90.
Unter fachkundiger Anleitung: Patrick
beim erstmaligen Schiessen mit
dem Stgw90.

14.08.2018 - Patrick Brack (2002) will auch einmal mit dem Sturmgewehr 90 und der Luftpistole schiessen. An einem Volksschiessen mit dem Kleinkalibergewehr 50m hat er schon 2016 teilgenommen.

Als ich meinen Nachbarn das Programm für den Tag des offenen Schützenhauses des Bezirksschützenvereins Wasseramt übergebe, meldet sich am gleichen Abend Patrick. Er möchte gerne teilnehmen. Patrick hat soeben mit seiner Lehre als Landschaftsgärtner begonnen. Wenn er mit mir zum Schiessplatz mitfahren könne, so werde er auch beim Aufbau mithelfen. Klar kann er das. Patrick hilft nicht nur beim Aufbau, sondern den ganzen Tag, wenn er nicht gerade selber am Schiessen ist: Am frühen Morgen Blumen in Vasen arrangieren und auf den Tischen vor dem Schiessstand aufstellen macht ihm ebenso Spass, wie die Mithilfe bei der Standblattausgabe und im Abrechnungsbüro!


Mit dem Sturmgewehr 90 auf 300m, dem Kleinkalibergewehr auf 50m und der Luftpistole auf 10m

Patrick will auf alle drei Distanzen schiessen und erreicht in allen Disziplinen beachtliche Resultate, ärgert sich aber schon auch über schlechtere Schüsse wie ein altgedienter Vereinsschütze. «Du musst dich über die guten Schüsse freuen und nicht über die schlechten ärgern», gebe ich ihm als wichtigen Grundsatz mit. «Mit der Luftpistole war es gäbig zu schiessen und es hat mir auch Spass gemacht. Ja, auch mit der Grosskaliber- oder der Sportpistole möchte ich es einmal probieren. Mir wurde alles sehr gut erklärt und ich durfte dann auch selber laden. Auch beim Kleinkaliberschiessen hat mir der Schützenmeister alles sehr gut erklärt und sich vor allem Zeit genommen, die Waffe auf mein Auge einzustellen. Leider habe ich einen Schuss abgerissen.»

«Wie war für dich das erstmalige Schiessen mit dem Sturmgewehr? Hattest du Angst vor dem Knall oder dem Rückschlag?» «Nein, das hatte ich nicht. Und ich habe den Rückschlag stärker erwartet. Auch dieser Schützenmeister hat sich Zeit genommen und mir die Waffe gut eingestellt. Zuerst hat er mir das Zielbild erklärt und mir gesagt, wie ich visieren muss. Alle Manipulationen an der Waffe hat er aber selber vorgenommen. Auf die Sicherheit wird gut geschaut. Neben mir war ein Schützenmeister und hinten stand auch noch einer.»


Das Fest, die Stimmung, der Eindruck

Die Stimmung hat Patrick beeindruckt. Er ist erstaunt, dass man mit allen, also auch den älteren Schützen, so offen reden kann. Zufälligerweise sitzt er beim Mittagessen gegenüber von Heinz Hammer, Präsident des Solothurner Schiesssportverbandes (SOSV), und weiteren Mitgliedern der Geschäftsleitung des SOSV, mit denen er lange diskutiert. Spanferkel zum Mittagessen mit Salaten und Pommesfrites schmecken Patrick ausgezeichnet und obwohl die Portionen gross sind, nimmt er sich noch vom Fleisch, als Grillmeister Adrian Guldimann nochmals vorbeikommt.

«Patrick, welche Bilanz ziehst du über unseren Tag des offenen Schützenhauses?» «Die Stimmung war ausgezeichnet und offen, ich konnte mit allen, also auch vielen älteren Schützen, einfach reden und diskutieren. Ich bin auch erstaunt, wie viele Junge bis ganz Junge gekommen sind und schiessen wollten. Beeindruckt hat mich beim Schiessbetrieb die Sicherheit und dass sich alle so viel Zeit genommen haben, mir alles theoretisch und praktisch zu erklären. Dies, obwohl ja noch andere anstanden, die schiessen wollten. Ich spiele schon lange Fussball und habe nun gerade meine Berufslehre gestartet. Meine freien Abende für eine weitere Sportart sind daher begrenzt. Wenn ich die Gelegenheit habe, kann ich mir aber schon vorstellen, über kurz oder lang beim Schiesssport mitzumachen.“

«Das freut mich, Patrick. Es ist auch egal, wo du mitmachst. Das muss kein Wasserämter Verein sein, du wohnst ja schliesslich im Kanton Bern. Und toll ist auch, wenn du deine guten Erfahrungen vom heutigen Tag weitererzählst. Eine letzte Frage noch: Wie findest du das Projekt Zwinky des Schweizerischen Schiesssportverbandes und das heute gezeigte Informations- und Werbematerial?» «Der Film ist sehr gut und informativ, ebenso der Flyer. Die Kleber hingegen sind bei den Jungen heute nicht mehr so gefragt. Wie ich beobachtet habe, wurden auch nur die Flyer mitgenommen. Cool ist das Taschenlämpli, kann ich gut gebrauchen!»

Nach der Rangverkündigung packt Patrick wieder überall mit an. Der Abbau des Festplatzes ist rasch gemacht. Als ich wieder Zeit für ein paar Worte habe, sagt er: «Marc Wüthrich vom Pistolenklub Aeschi hat mich überzeugt. Ich möchte an einem eurer nächsten Trainings gerne einmal mitmachen, mit der Sportpistole und auch mit der Grosskaliberpistole. An welchen Wochentagen trainiert ihr?» «Wir trainieren dreimal pro Woche. Wir schauen für ein geeignetes Datum, an dem auch unsere Trainerin Fabienne Zwahlen im Schiessstand ist. Sie wird dich vorab ins Sportschiessen einführen. Es ist super, dass du dich für ein Schnuppertraining entschieden hast. Und sollten wir nächstes Jahr den Tag des offenen Schützenhauses wieder anbieten, freuen wir uns auf deine Mithilfe!»


Fazit des Anlasses

Hoch erfreut zieht der BSVW Bilanz über diesen ersten Tag des offenen Schützenhauses. Die Anstrengung aller Helfer hat sich gelohnt. Die Begeisterung vor allem auch der Jungen für das Schiessen war sehr gross. Mit Disziplin, grossem Interesse, aber auch Spass an dieser Sportart haben sie bewiesen, dass sich jede Anstrengung für die Nachwuchsförderung lohnt. Der BSVW prüft deshalb auch die künftige Öffnung des Schützenhauses an einem Tag im Jahr. Patrick Brack danke ich für seine Mithilfe und die Beantwortung der Fragen. (Barbara Sollberger)


Ranglisten und eine Bildergalerie sind auf der Vereinswebsite www.bsv-wasseramt.ch zu finden.

 

 

 

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