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Zum Abschluss der 300m-Weltmeisterschaft in Kairo sicherte sich Gilles Dufaux mit dem Standardgewehr Silber. Nach Teambronze im Dreistellungsmatch und Teamsilber im Liegendmatch war es bereits seine dritte WM-Medaille. Mit 583 Punkten und 20 Innenzehnern belegte er den zweiten Rang hinter Routinier Peter Sidi, der mit 585 Punkten Weltmeister wurde.

Dufaux zeigte einen soliden Wettkampf. Kniend erreichte er 197 Punkte, liegend kamen 194 Punkte hinzu. Stehend erzielte er 192 Punkte. Der Finne Aleksi Leppä kam ebenfalls auf 583 Punkte und 20 Innenzehner. Dufaux setzte sich dank der besseren letzten Serie mit 96 gegenüber 94 Punkten durch.

Auch die beiden weiteren Schweizer waren im Standardgewehr-Dreistellungsmatch Open im Einsatz. Simon Maag belegte mit 577 Punkten den zehnten Rang. Pascal Bachmann-Senti erreichte mit 573 Punkten Platz zwölf.

Dufaux zeigte sich nach dem Wettkampf stolz auf seine Leistung. «Ich konnte den Wettkampf mit viel Selbstvertrauen und Mut durchziehen und habe bis zum Schluss an mich geglaubt.» Die knappe Entscheidung um Silber kommentierte er gelassen: «Manchmal schiesst man besser, manchmal weniger gut. Heute war es mal auf meiner Seite.» Zu seiner WM-Bilanz sagte er: «Am Ende bin ich mit meinen drei Medaillen sehr zufrieden.» Die Weltmeisterschaft spiegle seine gesamte Saison gut wider: eine solide, wenn auch keine aussergewöhnliche Saison, auf die er stolz sein könne. Trotz des Missgeschicks im Liegendmatch, das ihn eine mögliche weitere Medaille kostete, überwiege das Positive. «Natürlich bleibt ein bisschen Enttäuschung, aber vor allem nehme ich viele positive Erfahrungen, Selbstvertrauen und Motivation für die Zukunft mit.»

Pascal Bachmann-Senti gewinnt WM-Bronze 300m liegend
Bereits am Vormittag hatte Pascal Bachmann-Senti im 300m-Liegendmatch mit 597 Punkten und 24 Innenzehnern Bronze gewonnen. Die drei Erstplatzierten waren punktgleich – die Innenzehner entschieden über die Medaillenvergabe. Nach Teambronze im Dreistellungsmatch und Teamsilber im Liegendmatch war es für Bachmann-Senti bereits die dritte WM-Medaille in Kairo.

Bachmann-Senti zeigte im Liegendmatch eine starke Leistung. In den ersten vier Zehnerserien erzielte er jeweils das Maximum von 100 Punkten. In der fünften Serie gab er zwei Punkte ab, die abschliessende Serie beendete er mit 99 Punkten. Damit erreichte er wie bereits am Vortag 597 Punkte.

An der Spitze fiel die Entscheidung über die Innenzehner. Gleich drei Schützen beendeten den Wettkampf mit 597 Punkten. Aleksi Leppä aus Finnland sicherte sich mit 37 Innenzehnern den Weltmeistertitel vor dem Slowenen Robert Markoja mit 32 Innenzehnern. Bachmann-Senti gewann mit 24 Innenzehnern Bronze.

«Liegend eine Medaille zu gewinnen, ist etwas SEHR Besonderes»
«Ich bin erleichtert, dass ich eine Medaille gewonnen habe und nicht wieder wegen zu weniger Innenzehner Vierter geworden bin», erklärte Bachmann-Senti. Genau das war ihm an der WM im vergangenen Jahr passiert. Er habe sich auf der Schiessanlage erneut sehr wohlgefühlt und alles wie geplant umsetzen können. «Ich musste während des ganzen Wettkampfs auf die äusseren Verhältnisse, die Mirage und die Lichtwechsel, reagieren. Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir dies heute offensichtlich gut gelungen ist.» Die knappe Entscheidung zeige zudem, wie hochkarätig das gesamte Teilnehmerfeld sei und dass es auf jede Kleinigkeit ankomme. «Liegend eine Medaille zu gewinnen, ist etwas sehr Besonderes», freut sich Bachmann-Senti.

Die beiden weiteren Schweizer konnten im Einzel nicht an den Teamerfolg vom Vortag anknüpfen. Simon Maag belegte mit 590 Punkten den 23. Rang. Gilles Dufaux erreichte mit 587 Punkten Platz 25. Nach 32 Zehnern löste sich bei Dufaux beim Nachladen versehentlich ein Schuss, der im Boden landete und als Null gewertet wurde. Bis dahin lag er auf Medaillenkurs. Der Fehlschuss warf ihn aus dem Rennen. «Das hat mich nach dem Wettkampf sehr traurig gemacht, denn eine Medaille war zum Greifen nah», erklärte Dufaux.

 

 

 

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