Fédération sportive suisse de tir

Schweizer Team mit positiver Bilanz

Am RIAC in Luxemburg überzeugten die Schweizer Athletinnen und Athleten. Bei den Frauen Luftgewehr prägte Vivien Jäggi den Wettkampf mit drei Siegen, auch in der Pistole sowie bei den Juniorinnen und Junioren fielen mehrere Leistungen positiv auf; zugleich zeigten die Wettkämpfe, wo im Hinblick auf die kommenden Aufgaben noch gearbeitet werden muss.

«Überragende Vivien Jäggi» – so brachte es Gewehrtrainer Enrico Friedemann auf den Punkt. Die Athletin gewann alle drei Wettkämpfe in Luxemburg und erzielte dabei jeweils Qualifikationsresultate von über 632 Punkten. Drei Siege, drei Weltklasse-Resultate – für Friedemann ein klarer Beleg dafür, «in welcher sehr guten Form sie sich befindet». Jäggi sei «mehr als nur angekommen bei der Elite».

Auch hinter Jäggi klassierten sich weitere Schweizerinnen auf den Podestplätzen. Chiara Leone erreichte einen 2. Rang, Sarina Hitz und Muriel Züger belegten jeweils den 3. Rang im Final.

Bei den Männern erzielte Fabio Wyrsch mit einem 2. Rang das beste Schweizer Resultat.

Am dritten Wettkampftag von Samstag, 13. Dezember, wurde zudem der IBIS Cup ausgetragen. Im Luftgewehr der Frauen belegten Vivien Jäggi (1. Rang), Sarina Hitz (2. Rang) und Chiara Leone (3. Rang) die Podestplätze, bei den Männern klassierte sich Fabio Wyrsch erneut auf Rang 2.

Abgesehen von den Spitzenleistungen fielen die Resultate gemäss Friedemann durchwachsen aus und hätten aufgezeigt, wo weiterzuarbeiten sei. Die neuen ISSF-Bekleidungsregeln hätten sich im Wettkampf bislang kaum bemerkbar gemacht. Ein grosser Unterschied gegenüber früher sei nicht erkennbar gewesen, auch wenn derzeit noch nicht gesagt werden könne, «dass alles zu 100 Prozent passt». Anpassungen seien jedoch bereits im Vorfeld des RIAC angestossen worden.

Zudem sei vielen Athletinnen und Athleten anzumerken gewesen, dass die laufende Saison sehr lang war. Die Weihnachtspause komme deshalb gelegen, um im Januar wieder mit vollen Kräften einzusteigen. Mit Blick auf die nächsten Aufgaben, insbesondere den H&N Cup in München, zeigte sich Friedemann zuversichtlich. Dann werde auch Emely Jäggi wieder zum Team stossen. In Richtung Europameisterschaften sieht er das Schweizer Elite-Gewehrteam entsprechend gut aufgestellt.

Pistole 10m Elite
Bei den Männern Pistole setzte vor allem Jason Solari Akzente. Er überzeugte insbesondere am zweiten Wettkampftag mit 582 Punkten in der Qualifikation, dem besten Qualifikationsresultat des Feldes. In den Finals gewann Solari den ersten RIAC-Wettkampf, belegte am zweiten Wettkampftag Rang 4 und erreichte beim IBIS Cup den 2. Rang.
Cédric Grisoni qualifizierte sich ebenfalls an allen Wettkampftagen für den Final und klassierte sich auf den Rängen 8 (RIAC 1) sowie zweimal Rang 5 (RIAC 2 und IBIS Cup).
«Positiv hervorzuheben sind natürlich die Ergebnisse von Jason Solari und Cédric Grisoni, auch wenn es bei ihm am Ende nicht zu einer Medaille gereicht hat», sagt Tobias Piechaczek, neuer Abteilungsleiter Pistole. «Der RIAC hat gezeigt, dass viele Abläufe schon gut funktionieren, dass wir jedoch auf der anderen Seite noch einiges an Arbeit vor uns haben.». Vor allem da bei den Frauen seien noch ungenutzte Ressourcen erkennbar. Genau hier wolle man ansetzen und die Pistolenabteilung im Kern weiter aufbauen, um schrittweise höhere Leistungen zu erreichen. Ziel sei es, vermehrt Resultate im Bereich von 570 Punkten zu erzielen und Athleten, die dieses Niveau bereits erreichen, «in Richtung 580 zu bringen», um den Anschluss an die Weltspitze herzustellen. 

Junioren Gewehr
Die Juniorinnen und Junioren Gewehr zeigten über drei Wettkampftage starke und konstante Leistungen. Die Wettkämpfe in Luxemburg seien die letzte Möglichkeit gewesen, sich für die Europameisterschaften zu empfehlen, «entsprechend anspruchsvoll war die Ausgangslage», erklärte Trainer Jan Hollenweger. Insgesamt habe das Team einen Auftritt gezeigt, der die Entwicklung «in diesem entscheidenden Moment bestätigt» habe. Mehrere Podestplätze sowie herausragende Resultate hätten dieses Bild unterstrichen.
Besonders hob Hollenweger die Leistungen von Ekaterina Chenikova mit 633.9 Punkten sowie von Alina Schmid hervor, die mit 634.6 Punkten einen neuen Schweizerrekord erzielte. Erfreulich sei zudem der Auftritt von Lio Wickihalder gewesen, der sich bei seinen ersten internationalen Wettkämpfen gleich dreimal für den Final qualifizierte und dabei auch eine Medaille gewann. Trotz spezieller Umstände, darunter ein Restart nach einem medizinischen Zwischenfall bei den Juniorinnen, hätten alle Athleten fokussiert gearbeitet, «gut gekämpft und die Erwartungen erfüllt», bilanzierte Hollenweger.

Junioren Pistole
Auch im Pistolenbereich zog Abteilungsleiter Tobias Piechaczek ein positives Fazit bei den Junioren. Enea Storni, Jacopo Imerico, Theodor Reimann und Samuel Thurre erreichten mehrere Finalteilnahmen. Enea Storni und Samuel Thurre gewannen dabei jeweils eine Gold- und eine Silbermedaille.

 

10.12.2025

Letzter Einsatz am RIAC

Vom 11. bis 13. Dezember misst sich das SSV-Kader mit dem Luftgewehr und der Luftpistole am RIAC in Luxemburg.

Traditionsgemäss ist es der letzte internationale Einsatz des Jahres für das Spitzensport-Team. An den drei Wettkampftagen wird in dichtem Rhythmus in den 10m-Disziplinen geschossen.

Ein besonderer Fokus liegt auf den neuen ISSF-Bekleidungsregeln, die an diesem RIAC bereits gelten und im Spitzensport ab 2026 verbindlich werden sollen. Ziel ist es, die Beweglichkeit zu verbessern und übermässig steife Kleidung – oft als «Pinguin-Gang» kritisiert – künftig zu vermeiden. Der Wettkampf bietet eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen mit den neuen Vorgaben zu sammeln.

Das detaillierte Tagesprogramm ist unten angehängt.

Liveticker
Die offiziellen Resultate werden hier laufend ergänzt.

 

 

Galerie

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