Fédération sportive suisse de tir

Emely Jäggi gewinnt Weltcup-Bronze

Emely Jäggi freut sich über ihre Bronzemedaille.
(Bild: Jürgen Heise)

Emely Jäggi freut sich über ihre Bronzemedaille. (Bild: Jürgen Heise)

Einmal mehr lässt es das Kader-Küken Emely Jäggi krachen. Am Weltcup Granada (ESP) sichert sich die 17-jährige Solothurnerin im Dreistellungswettkampf der Frauen die Bronzemedaille. Ihre Schwester Vivien wird Fünfte.

Die erste Weltcup-Medaille für das Schweizer Team in Granada holt die Jüngste im Team: Ausnahmetalent Emely Jäggi gewinnt am Freitag in der Königsdisziplin Bronze. Im Final mischt die 17-Jährige bereits im Kniendteil vorne mit, verliert jedoch ausgerechnet liegend einige Punkte. Danach beweist die aktuelle Weltnummer 2 in der Dreistellung einmal mehr ihre Nervenstärke: Stehend holt sie die verlorenen Punkte wieder auf und sichert sich Rang drei.
«Ich bin wirklich happy mit diesem Resultat. Ich hätte mir nicht mehr wünschen können. Besonders, da die Qualifikation wegen des Windes und der Lichtverhältnisse sehr anspruchsvoll war», sagt die Bronzemedaillengewinnerin nach dem Final.
«Es war im Vorfeld alles etwas hektisch: Die Kleiderkontrolle dauerte lange. Das erhöhte meinen Stresslevel», erklärt die 17-Jährige.

Final Gewehr 50m Dreistellung Frauen

Vivien Jäggi kämpft sich auf Rang fünf
Auch ihre ältere Schwester Vivien, die am Vortag ihren 20. Geburtstag feierte, qualifiziert sich für den Final. Den Kniendteil beginnt sie jedoch suboptimal und liegt zunächst auf dem letzten Platz. Danach steigert sie sich liegend und macht wichtige Punkte gut.
Auch stehend zeigt Vivien Jäggi eine starke Leistung; allerdings nicht stark genug, um ihre Konkurrentinnen im Kampf um die Podestplätze noch zu überholen. Sie beendet den Wettkampf auf Rang fünf.
«Es war sehr heiss in der Finalhalle. Ich war heute nicht da, wo ich gerne sein möchte. Aber ich habe wieder viel gelernt», sagt Vivien Jäggi.
«Es war wieder schön, gemeinsam mit Emely in einem Final zu stehen.»

Leone knapp am Final vorbei, Züger solide
Um Haaresbreite hätten es sogar drei Schweizerinnen in den Final geschafft: Olympiasiegerin Chiara Leone fehlt nur rund ein Punkt. Liegend schiesst die 27-jährige Aargauerin nahezu makellos, verliert jedoch kniend und stehend entscheidende Zähler.
«Es ärgerte mich schon etwas, dass mir nur ein Punkt fehlte. Zumal ich weiss, dass ich höhere Resultate erzielen kann», sagt Chiara Leone. «Ich schoss einige unerklärbare 9er, die ich nicht einordnen konnte und bis zum Schluss keine Lösung fand. Liegend musste ich zudem die Scheibe wechseln, weil mir ein Grashalm die Sicht versperrte.» Mit 588-35x Punkten belegt sie den 11. Rang.
Muriel Züger, die als RPO (Ranking Points Only) startete, erzielt solide 585-28x Punkte und klassiert sich im Mittelfeld.
«Abgesehen vom Liegendteil war es ein schwieriger Wettkampf ohne viele Flowmomente. Ich verlor kniend und stehend recht viele Punkte», analysiert sie. «Wenn am Ende trotzdem 585 Punkte resultieren, ist das beruhigend und eine gute Basis, auf der ich weiter aufbauen kann. Da liegt definitiv noch mehr drin.»
Morgen Samstag bestreiten Fabio Wyrsch, Jan Lochbihler und Christoph Dürr die Eliminationsrunde des Dreistellungswettkampfs. (rge)

Impressionen

Final- und Podestbilder

Podest Emely Auf Podest 2 Vivien Jäggi Nach Final Gewinnerinnen Halten Gewehre Hoch Emely Jäggi Nach Final 3
Impressionen

Dreistellungswettkampf

Vivien Jäggi 1 Emely Jäggi 1 Chiara Leone 1 Muriel Züger 1 Enrico Friedemann Vivien Jäggi 2 Emely Jäggi 2 Chiara Leone 2 Muriel Züger 2 Michael Bargeron
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