Sie hat es nicht verlernt: Audrey Gogniat, die sich auch in den USA erfolgreich mit dem Luftgewehr behauptet, zeigte an der WM einen starken Wettkampf. Mit 631.4 Punkten klassierte sich die Jurassierin auf dem 12. Rang. Gegenüber dem Vorjahr konnte sie sich deutlich steigern. 2025 hatte sie noch 627.0 Punkte erzielt.
«Es ist natürlich ärgerlich, den Final wegen so wenig zu verpassen. Wegen ein paar Millimetern, oder besser gesagt, nur wegen ein paar Haaren. Trotzdem bin ich mit meiner heutigen Leistung sehr zufrieden. Ich habe meine Sache gut gemacht und vor allem hatte ich Freude am Schiessen. Auch wenn man mich vielleicht nicht unbedingt auf diesem Niveau erwartet hat, bin ich stolz auf das, was ich heute erreicht habe», so die 24-Jährige nach der Qualifikation.
Neue Höchstleistungen
Die Weltmeisterschaften finden auf der Lusail Shooting Range statt. Die Schiessanlage liegt rund 20 Kilometer von der katarischen Hauptstadt Doha entfernt an der Ostküste des Landes, unweit des Persischen Golfs.
Vivien Jäggi beendete die Qualifikation mit 628.1 Punkten auf dem 44. Rang. Damit blieb sie leicht unter ihrem Vorjahresresultat von 630.8 Punkten. Emely Jäggi erreichte bei ihrer ersten Teilnahme 624.9 Punkte und belegte den 70. Rang. Im Vorjahr war sie noch nicht am Start.
An der Spitze wurde mit 636.9 Punkten ein höheres Bestresultat erzielt als im Vorjahr (635.1). Für den Finaleinzug waren 632.3 Punkte erforderlich. Damit lag die Qualifikationsgrenze etwas tiefer als 2025. Damals waren 633.0 Punkte für den Einzug in den Final nötig.
«Die Technik entwickelt sich ständig weiter. Sei es bei den Diabolos, den Gewehren oder den Zielscheiben. Alles wird immer präziser und leistungsfähiger», erklärt Audrey Gogniat mit Blick auf die stetig steigenden Luftgewehr-Resultate.
Lochbihler mit neuem Vertrauen
Das Niveau im Männerfeld war hoch: Mit 637.2 Punkten erzielte der Chinese Lihao Sheng das Bestresultat der Qualifikation. Für den Finaleinzug waren 632.2 Punkte erforderlich. Damit lag die Finalhürde leicht unter jener des Vorjahres (632.4 Punkte), während das Bestresultat von 634.6 auf 637.2 Punkte anstieg.
Fabio Wyrsch erreichte mit 626.0 Punkten den 55. Rang und blieb damit knapp über seinem Vorjahresresultat von 625.9 Punkten. Jan Lochbihler klassierte sich mit 622.2 Punkten auf Rang 79. Bereits im Vorfeld hatte der Solothurner mit Materialproblemen zu kämpfen. Möglicherweise wurde seine Visiervorrichtung während der Reise beschädigt. Ob dies seinen Wettkampf beeinflusste, kann er nicht abschliessend beurteilen.
Trotz des verpassten Finals zieht Lochbihler eine positive Bilanz hinsichtlich seiner Materialumstellung kurz vor der WM. Nach einer schwierigen Saison scheint er mit dem Wechsel auf ein älteres Gewehr mit neuem Chassis wieder zu seiner gewohnten Sicherheit gefunden zu haben:
«Das Resultat ist vielleicht nicht überragend, aber dieser Wettkampf war für mich Gold wert. Nach einer schwierigen Saison mit dem Luftgewehr habe ich kurz vor der WM nochmals das Gewehr gewechselt. Nun passen die Ausrüstung und mein Schiessstil wieder zusammen. Ich kann meine Schüsse besser nachvollziehen und fühle mich endlich wieder sicher. Das macht mich sehr glücklich.»
Morgen Mittwoch messen sich die Duos Audrey Gogniat mit Jan Lochbihler und Emely Jäggi mit Fabio Wyrsch in der Mixed Team-Disziplin (rge).