Fédération sportive suisse de tir

Leone knapp an Bronze vorbei – Jäggi wird Fünfte

Am ISSF-Weltcup in Kairo blieb den Schweizer Gewehrschützinnen eine Medaille knapp verwehrt. Chiara Leone belegte im hochklassig besetzten Final Gewehr 50m Dreistellung den vierten Rang. Emely Jäggi musste sich nach langer Führung mit Rang fünf begnügen.

Bereits in der Qualifikation hatten beide Schweizerinnen überzeugt: Jäggi erreichte mit 589 Punkten Rang vier, Olympiasiegerin Leone mit 588 Punkten Rang sechs. Vivien Jäggi klassierte sich mit 583 Punkten auf Rang 29.

Die Konkurrenz im Final hatte es in sich: Neben Leone standen mit der Norwegerin Jeanette Hegg Duestad die amtierende Weltmeisterin, mit der Dänin Rikke Maeng Ibsen die Europameisterin von 2025 sowie mehrere Weltcup-Siegerinnen am Schiessstand.

Besonders die 18-jährige Emely Jäggi – die heute übrigens ihren Geburtstag feiern konnte – erwischte einen hervorragenden Start. Die jüngste der Finalistinnen übernahm in der Kniendstellung die Führung und verteidigte diese auch im Liegendschiessen. Nach 20 Schüssen lag sie mit 209.4 Punkten an der Spitze, einen halben Punkt vor Duestad. Auch Chiara Leone hielt ausgezeichnet mit und belegte zu diesem Zeitpunkt den dritten Rang.

Dann folgte das alles entscheidende Stehendschiessen. Duestad zog an Jäggi vorbei und übernahm die Führung. Während sich Leone zwischenzeitlich auf den zweiten Platz vorarbeitete, verlor Jäggi an Boden. Dann folgte eine 8.5 – ein Ausrutscher, den die Konkurrenz auf diesem Niveau nicht verzeiht. Nach insgesamt 32 Schüssen schied Jäggi schliesslich mit 328.2 Punkten als Fünfte aus.

Nun ruhte die Schweizer Medaillenhoffnung auf Chiara Leone. Doch ausgerechnet im entscheidenden Moment leistete sich die Olympiasiegerin eine 8.9. Mit insgesamt 338.1 Punkten schied sie nach 33 Schüssen auf Rang vier aus – nur 0.4 Punkte hinter der Dänin Rikke Maeng Ibsen, die zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei lag und sich später Bronze sicherte.

Für Leone war es nach den verpassten Finalqualifikationen in Granada und München der erste Weltcup-Final in diesem Jahr. Jäggi wiederum bestätigte mit ihrem dritten Weltcup-Final 2026 ihre Zugehörigkeit zur internationalen Spitze. Bereits in Granada hatte sie Bronze gewonnen, in München Rang fünf erreicht.

Den Sieg sicherte sich Jeanette Hegg Duestad. Die Norwegerin demonstrierte einmal mehr ihre Klasse und gewann mit 362.7 Punkten, nur 0.6 Punkte unter dem bestehenden Weltrekord. Silber ging an die Tschechin Veronika Blazickova (358.9), Bronze an Rikke Maeng Ibsen (349.1).

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