Fédération sportive suisse de tir

Nur Patrik Hunn widersteht Remo Bugmann

Der Final des Aargauer Freipistolencups hat mit dem Wohler Patrik Hunn einen logischen Sieger gefunden. Doch der Döttinger Remo Bugmann rüttelte an der Hierarchie und bescherte Titelverteidiger Dieter Grossen eine überraschende Doppelniederlage.

Titelverteidiger Dieter Grossen und Mitfavorit Patrik Hunn trauten ihren Ohren nicht, als Wettkampfleiter Bruno Schenk nach zehn Schüssen das Zwischenresultat verkündete: «Es führt Remo Bugmann mit 95,4 Punkten vor Patrik Hunn mit 94,5 und Dieter Grossen mit 89,1. «Was ist denn da los», konnte sich Hunn einen Zwischenruf nicht verkneifen.

Der «Spuk» hielt vorerst an. Bei den ersten Einzelschüssen hielt Bugmann die Pace an der Spitze mit 10,2 und 10,7 Punkten hoch. Nun betrug Hunns Rückstand bereits 2,5 Zähler, während Grossen die Titelverteidigung bereits abschreiben konnte. Ohne in die Nähe der beiden Führenden zu gelangen, musste er sich mit Rang 3 begnügen.

Bugmanns Einbruch
Die Logik im Aargauer Pistolenschiessen holte Bugmann in den Schüssen 13 und 14 ein: Nach 7,7 und 6,7 Punkten war er die Führung los. Hunn krallte diese Spitzenposition fest, obwohl er im vorletzten Schuss eine 8,1 kassierte. Aber mit dem letzten Schuss (9,6) stand sein Sieg mit 161,5:158:8 Punkten fest. Damit ging die seit mehr als einem Jahrzehnt anhaltende Serie mit einem Hunn- oder Grossen-Sieg im Aargauer Freipistolencup weiter.

«Ich war nicht besonders nervös, aber doch passten zwei Schüssen nicht», wunderte sich Bugmann. Er sei aber mit Rang 2 trotzdem vollauf zufrieden. Sieger Hunn, der letztmals 2024 diesen Titel gewonnen hatte, war nicht überrascht. «Ich wusste, dass er irgendwann nervös wird.» Mit einem Augenzwinkern drückte sich der doppelt geschlagene Dieter Grossen zu seinem Klingnauer Vereinskollegen aus: «Wir waren verwirrt und zweifelten an der Trefferanzeige.» Dass er selber nicht zur grossen Aufholjagd startete, war für ihn erklärbar. «Der langsame Rhythmus in der Schlussphase mit langen Pausen zwischen jedem Schuss passte mir überhaupt nicht.»

Peter Schörg rettete Aargauer Ehre
Bei den Auflage-Pistolenschützen war Peter Schörg gegen die ausserkantonale Konkurrenz alleine auf weiter Flur. Die Qualifikation hatte er mit 194 Punkten noch gewonnen, aber im Final unterlag der Lenzburger dem stärker werdenden Ruedi Habegger aus dem thurgauischen Schlatt mit 163,0:170,1 Punkten. «Da fehlte mir im Final die Wettkampfhärte. Die Hand zitterte zu sehr», erklärte Schörg sportlich fair. (Wolfgang Rytz)

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