Schweizer Schiesssportverband

Frauen-Team in der Top 10

Die Gewehrfrauen wurden in der Teamwertung Neunte (v.l.): Vivien Jäggi, Audrey Gogniat und Emely Jäggi.

Die Gewehrfrauen wurden in der Teamwertung Neunte (v.l.): Vivien Jäggi, Audrey Gogniat und Emely Jäggi.

Am zweiten Wettkampftag der EM Jerewan (ARM) blieben die Schweizer Gewehrschützinnen und -schützen in den Einzelwettbewerben ohne Finalplatz. Im Team wurden die Frauen Neunte.

Für die Schweizer Gewehr-Frauen war im Einzel nach der Qualifikation Endstation. Besonders knapp scheiterte Vivien Jäggi. Ihr fehlten lediglich 1.2 Punkte für den Finaleinzug.
Bitter verlief der Wettkampf für Audrey Gogniat (625.3). Die Jurassierin hatte in dieser Disziplin im Vorjahr noch EM-Silber gewonnen, musste sich diesmal jedoch mit einem Platz im Mittelfeld begnügen.
Auch bei Ausnahmetalent Emely Jäggi (624.9) lief nicht alles nach Plan. Ein Fehlschuss in der ersten Serie kostete entscheidende Punkte. Die starke dritte Serie mit 106.2 Ringen reichte nicht mehr, um den Rückstand wettzumachen. Die 17-jährige Solothurnerin hatte 2025 als Juniorin in Osijek EM-Silber gewonnen.
In der Teamwertung belegten die drei Schweizerinnen den neunten Rang.
Für die Jäggi-Schwestern ist die EM in Jerewan die erste Europameisterschaft als offizielle Elitekader-Mitglieder.
Den Titel sicherte sich die Norwegerin Pernille Nor-Woll mit neuem Europarekord. Silber ging mit nur 0.3 Punkten Rückstand an die Deutsche Anna Janssen. Bronze gewann die Türkin Elif Eren.

Gewehr 10m Männer
Auch die Männer blieben im Luftgewehr-Wettkampf in der Qualifikation hängen. Ihre Resultate reichten nur für das Mittelfeld. Mit 626.9 Zählern beendete der 27-jährige Urner Fabio Wyrsch den Wettkampf; dicht gefolgt vom 33-jährige Solothurner Jan Lochbihler, der 626.6 Punkte schoss.
Den Europameistertitel holte sich der Italiener Danilo Sollazzo vor dem Schweden Victor Lindgren. Bronze ging an den Norweger Ole Halvorsen
Morgen Dienstag messen sich die Jäggi-Schwestern gemeinsam mit Audrey Gogniat im Trio-Wettkampf. Die Pistolen-Athleten Cédric Grisoni und Jason Solari erwartet der Solo-Wettkampf. (rge)



Sonntag, 1. März 2026
EM-Bronze für Jason Solari
Erste EM-Medaille für die Schweiz: Im Einzelwettkampf sichert sich das Tessiner Pistolen-Ass Jason Solari an den Europameisterschaften in Jerewan (ARM) Bronze. Die Gewehrschützinnen und -schützen gingen am ersten EM-Tag noch leer aus.

Mit seinem Podestplatz sorgt Jason Solari bereits am ersten EM-Tag im Südkaukasus für ein Ausrufezeichen. Für den 26-jährigen Tessiner ist es eine erfolgreiche Titelverteidigung: Bereits im Vorjahr hatte er in dieser Disziplin Bronze gewonnen.

Dominanter Final mit bitterem Ende
Im Final unterstrich Solari früh seine Ambitionen. Die ersten beiden Serien dominierte er und setzte sich mit starken Zehnerwerten an die Spitze des Feldes.
«Ich konnte meinen Vorsprung über weite Strecken behaupten. Gegen Ende liess meine Energie jedoch etwas nach, sodass ich nicht mehr ganz mit meinen Konkurrenten mithalten konnte. Zudem kostete mich ein schlechter Schuss entscheidende Punkte», analysierte Solari seinen Wettkampf selbstkritisch.
Nach dieser starken Leistung wäre sogar mehr möglich gewesen. «Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht, da ich mir nach meiner Finalleistung zumindest den zweiten Platz erhofft hatte. Letztlich überwiegt jedoch die Zufriedenheit. Es ist eine Medaille, die ich mir hart erarbeitet habe. Und sie bedeutet mir umso mehr, da der Saisonstart mit einigen niedrigeren Ergebnissen nicht ganz einfach war.»
Trainer Mauro Biasca zeigte sich überzeugt: «Die Goldmedaille ist nur aufgeschoben.»
Für Solari war es bereits das vierte Mal in Folge, dass er mit der Luftpistole in einem EM-Final stand. Ein eindrücklicher Beleg für seine Konstanz auf höchstem Niveau.

Final Pistole 10m Männer

Solide Qualifikation als Basis
Bereits in der Qualifikation präsentierte sich Solari in guter Form und erzielte mit 579-25x das drittbeste Resultat. Dennoch blieb er kritisch: «Der Wettkampf verlief insgesamt positiv. In der Qualifikation war meine Leistung zwar nicht herausragend, doch ich gab mein Bestes. Mit den hellen Lichtverhältnissen im Schiessstand hatten wir alle zu kämpfen.»
Auch Biasca fand lobende Worte: «Jason hat wie ein grosser Champion gekämpft. Ich bin sehr stolz auf die Arbeit, die wir leisten.»
Teamkollege Cédric Grisoni erreichte mit 569-18x Punkten ein solides Resultat und klassierte sich im Mittelfeld.

Gewehr-Teams gingen leer aus
Im Bronzemedaillenmatch standen sich die Mixed Teams aus Schweden und Bulgarien gegenüber; Schweden siegte. Europameister wurden Jeanette Duestad und Jon Hegg. Dabei stellte das Top-Team aus Norwegen mit 506.7 Punkten sogar einen neuen Europa- sowie Weltrekord auf. Silber ging an die Deutschen Anna Janssen und Maximilian Ulbrich.
Im 10m-Gewehr Mixed Team blieb den Schweizer Duos der Sprung in die Medaillenmatches verwehrt. Vivien Jäggi und Fabio Wyrsch erzielten starke 629.1 Punkte, verpassten den Einzug in die Entscheidung jedoch um knapp 3.5 Zähler.
Das erfolgsverwöhnte Duo Audrey Gogniat und Jan Lochbihler konnte nicht an frühere Glanzleistungen anknüpfen. Mit 621.2 Ringen belegten sie einen der hinteren Ränge. Im Vorjahr hatten sie in dieser Disziplin noch EM-Gold gewonnen.

Morgen Montag stehen die Einzelwettkämpfe mit dem Gewehr auf dem Programm. Bei den Frauen treten Audrey Gogniat, Emely Jäggi und Vivien Jäggi an. Die Erwartungen sind hoch: Gogniat gewann im Vorjahr Silber, Jäggi wurde Vize-Europameisterin der Juniorinnen.
Bei den Männern nehmen Jan Lochbihler und Fabio Wyrsch die Medaillenjagd in Angriff. (rge)

Galerie

Podest-Bilder

Jason Solari Mit Bronze Team Jason Und Mauro
Impressionen

Gewehr-Wettkämpfe

Impressionen

Pistolen-Wettkämpfe

Solari Hält Pistole In Die Luft Solari Mit Pistole Solari Final 2 Solari Final 1 Jason Solari Mauro Biasca Cédric Grisoni
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