Schweizer Schiesssportverband

Westschweizer dominieren Elite – Frauenfeld siegt bei den Junioren

Das Podest Elite mit dem Gewinner Lausanne.

Das Podest Elite mit dem Gewinner Lausanne.

In der Schiessanlage Thurau in Wil (SG) fand die 51. Gruppenmeisterschaft Pistole der Elite und Junioren statt. Bei der Elite setzte sich Lausanne durch, bei den Junioren gewann Frauenfeld. Für den neuen Organisator Hansjörg Langenegger war der Anlass zugleich eine erste Bewährungsprobe.

«Es ist ein Final, bei dem Zehntel entscheiden können», erklärt Paul Stutz, Abteilungschef Breitensport. Am Samstag wurde in der Schiessanlage Thurau in Wil der Final der 51. Gruppenmeisterschaft Pistole ausgetragen, ein Wettkampf, der Spannung bis zum Schluss versprach.

Bei der Elite setzten sich zunächst zwei Westschweizer Gruppen an die Spitze: Lausanne und Genève Arquebuse. Auch in der zweiten Serie sah es kurzzeitig so aus, als könnten die Genfer die Lausanner noch einholen. Doch in der dritten Serie mussten sie ihren zweiten Rang an Zürich abgeben und konnten nicht mehr aufholen. Am Ende sicherte sich Lausanne mit 934.2 Punkten den Sieg. Zürich gewann mit 929.6 Punkten die Silbermedaille, während Genève Arquebuse mit 842.2 Punkten Bronze holte.

Den gesamten Wettkampf verfolgte Hansjörg Langenegger mit wachem Blick. Der 74-Jährige war erstmals für die Organisation des Finals verantwortlich und hielt dabei die Fäden in der Hand. «Er hat jederzeit den Überblick behalten», lobt Paul Stutz und nennt ihn augenzwinkernd einen «Superhelden mit Stoppuhr».

Ganz reibungslos verlief die Vorbereitung allerdings nicht. «Gestern Abend meldete sich noch eine Juniorengruppe ab, weil einer ihrer Schützen krank geworden ist», erzählt Langenegger. Wäre diese Information früher eingetroffen, hätte noch eine andere Gruppe nachrücken können. Somit traten bei den Junioren elf Gruppen aus der ganzen Schweiz gegeneinander an.

Auch für ein weiteres Problem fand der Organisator rasch eine Lösung. Der Trainer der Thurgauer Junioren meldete sich kurzfristig: Einer seiner Schützen musste am Morgen eine Prüfung absolvieren, genau zu der Zeit, als seine Gruppe hätte schiessen sollen. «Ich habe sofort die Gruppe Hirslanden, die ihre Ablösung am Nachmittag hatte, angerufen und gefragt, ob sie tauschen können», berichtet Langenegger. So konnten die Thurgauer in der Nachmittagsablösung starten. Für die Schützen aus Frauenfeld erwies sich die Anpassung als Glücksfall. Bereits nach der ersten Serie lagen sie vorne, nach der zweiten war ihr Vorsprung kaum mehr einzuholen. Am Ende gewannen sie mit insgesamt 688,1 Punkten. Uster sicherte sich mit 661,9 Punkten Rang zwei, während Hirslanden 1 mit 604,6 Punkten auf den dritten Platz zurückfiel.

Für Langenegger ist der gelungene Anlass jedoch noch nicht das Ende der Ideen. Schon während des Wettkampfs überlegte er sich mögliche Highlights für den Final im nächsten Jahr. Vielleicht einen besonderen Preis oder eine Sonderrunde, in der Junioren gegen die Elite antreten. Konkrete Pläne hat er bereits, doch was genau umgesetzt wird, bleibt vorerst ein Geheimnis. Eines, das erst 2027 gelüftet werden soll. (Chantal Gisler)

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