Solari erwischte keinen optimalen Wettkampf. Der Tessiner startete mit drei Serien zu jeweils 95 Punkten und konnte sich im vierten Durchgang auf 97 Punkte steigern. In den beiden abschliessenden Serien mit 94 und 93 Punkten verlor er jedoch wieder an Boden. Mit insgesamt 569 Punkten und 15 Innenzehnern belegte er den 74. Rang.
Cédric Grisoni klassierte sich mit 570 Punkten auf Rang 70 und lag damit knapp vor seinem Teamkollegen Jason Solari. Nach einem verhaltenen Start mit 91 und 93 Punkten steigerte er sich im Verlauf des Wettkampfs. Die letzten drei Serien schloss er mit jeweils 97 Punkten ab.
Schulterprobleme beeinträchtigen Solari
Solari zeigte sich nach dem Wettkampf enttäuscht und verwies auf gesundheitliche Probleme. «Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber ein Schulterproblem, das mich schon seit Wochen begleitet und mir die Stabilität raubt, hat mir das Leben sehr schwer gemacht», erklärte der Tessiner. Mehr sei unter diesen Umständen nicht möglich gewesen. Nun wolle er das Problem vor Beginn der nächsten Saison in den Griff bekommen.
Auch Trainer Mauro Biasca sah die Schulterbeschwerden als erschwerenden Faktor. «Gestern beim offiziellen Training schien Jason gute Strategien gefunden zu haben. Heute kam er jedoch nie richtig in den Wettkampf und fand weder seinen Rhythmus noch flüssige Bewegungsabläufe.» Die ständigen Krämpfe in der rechten Schulter hätten ihm die Aufgabe zusätzlich erschwert.
Damit blieb Solari deutlich unter seinem Leistungsvermögen. Noch im Mai hatte er beim Weltcup in München mit hervorragenden 586 Punkten die Qualifikation gewonnen und anschliessend die Silbermedaille geholt. Auch beim jüngsten Weltcup in Kairo hatte er mit 579 Punkten eine wesentlich stärkere Leistung gezeigt.
Weltspitze auf gewohnt hohem Niveau
Die internationale Spitze präsentierte sich in Doha auf gewohnt hohem Niveau. Der Chinese Bu Shuaihang setzte sich mit 586 Punkten an die Spitze der Qualifikation. Dahinter folgten Paolo Monna (Italien), Jaypal Malviya (Indien), Xie Yu (China) und Islam Shamsutdinov (AIN) mit jeweils 585 Punkten. Für einen Platz unter den besten acht waren mindestens 583 Punkte erforderlich.
Solari fehlten damit 14 Punkte auf den Finaleinzug, Grisoni 13 Punkte. Die Chance, in Doha einen der ersten Olympia-Quotenplätze für Los Angeles 2028 zu sichern, blieb damit für beide Schweizer ausser Reichweite.