Fédération sportive suisse de tir

Zweiter Wettkampftag am Ständematch

Vor dem ersten Schuss: Eine Decke gegen die Morgenfrische.

Vor dem ersten Schuss: Eine Decke gegen die Morgenfrische.

Am zweiten Wettkampftag des Ständematchs am Eidgenössischen Schützenfest Chur 2026 fielen die ersten Entscheidungen. Auch die U21-Schützinnen und -Schützen griffen ins Wettkampfgeschehen ein.

In der Disziplin Gewehr 300m 3-Stellung Elite Sport sicherte sich Freiburg 2 mit 1745 Punkten den Mannschaftssieg. Zürich 1 musste sich den Freiburgern um lediglich einen Punkt geschlagen geben, St. Gallen gewann Bronze. In der Einzelwertung setzte sich Marta Szabo Bouza (FR) mit 586 Punkten durch. Simon Maag (FR) belegte Rang zwei, Pascal Bachmann-Senti (ZH) komplettierte das Podest.

Eine Traum-Konstellation
Für den 24-jährigen Nicolas Krainer, der gemeinsam mit den beiden Kaderschützen Marta Szabo Bouza und Simon Maag antrat, fühlte sich dieser Triumph fast surreal an: Eigentlich hätten Szabo Bouza und Maag in der Elite-Kategorie starten sollen. Kurzfristige Änderungen im Reglement und in der Planung führten jedoch dazu, dass sie in der U26-Konkurrenz antraten und Krainer als dritten Partner dazukam.

Für die drei Athleten war diese ungewollte Planänderung ein Glücksfall. Die private Verbundenheit – Krainer und Szabo sind ein Paar, Maag ist der beste Freund von Szabo – schuf eine besondere Dynamik: «Dass ich ausgerechnet an einem Eidgenössischen gewonnen habe, und das noch mit meiner Partnerin und ihrem besten Freund, ist ein Traum, es ist einfach perfekt», schwärmt Krainer nach dem Wettkampf.

Auch Simon Maag zeigte sich von der Atmosphäre überwältigt: «Der Match heute hat mir ein richtiges Wow-Gefühl und einen Energieschub gegeben. Der Anlass ist noch seltener als Olympia und die Kulisse mit so vielen Zuschauern, die uns anfeuerten, ist ein grossartiges Gefühl.» Für die Nationalschützin Marta Szabo ist der Wettkampf in diesem Format eine besondere Erfahrung: «Es ist viel schöner, mit allen Schützinnen und Schützen gemeinsam schiessen zu können, und das auf einem solch hohen Niveau. Das ist mit anderen Wettkämpfen kaum vergleichbar.»

Gelungene Förderung durch Kanton
Dass die U26-Athleten überhaupt in der Elite-Klasse antraten, hat einen organisatorischen Hintergrund. Walter Brändli, Disziplinenchef 300m, erklärt, dass für eine eigenständige U26-Wertung mindestens acht Teams erforderlich gewesen wären. Da sich jedoch nur drei Mannschaften angemeldet hatten, wurden diese in das Starterfeld der Elite integriert. Eine vergleichbare Situation gab es bereits vor fünf Jahren am Eidgenössischen in Luzern.

Gerade vor diesem Hintergrund unterstreicht Nicolas Krainer die Bedeutung der Förderung durch den Kanton Freiburg. Die Unterstützung bei Infrastruktur, Trainingsmöglichkeiten und Munition sei ein entscheidender Faktor für den Erfolg gewesen. Der Sieg von Freiburg 2 sei deshalb auch ein Beleg für die gelungene Nachwuchsarbeit.

25m Pistole Programm C U21
Erstmals standen auch die U21-Schützinnen und -Schützen im Einsatz. In der Disziplin Pistole 25m Programm C U21 sicherte sich Bern mit 1624 Punkten den Mannschaftssieg vor Thurgau und Zürich. In der Einzelwertung setzte sich Theodor Reimann (TG) mit 575 Punkten durch. Liass Tanglmayer (ZH) belegte Rang zwei, Aaron Widmer (LU) komplettierte das Podest mit 552 Punkten.

50m Gewehr liegend U21
Bei den Gewehrschützen 50m liegend U21 gewann Zürich die Mannschaftswertung mit 1813.4 Punkten hauchdünn vor Solothurn (1812.3), Bronze ging an Bern. In der Einzelwertung setzte sich Silja Arnold (UR) mit 619.7 Punkten durch. Justin Gyger (SO) und Linn Hagen (TG) belegten die Ränge zwei und drei.

 

Resultate

Impressionen

K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0014 K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0094 K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0008 K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0006 K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0049(1) K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0072 K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0170 K1024 ESF GR2026 Staendematch 2 0075
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