In der Königsdisziplin Gewehr 300m 3-Stellung Elite Sport sicherte sich Freiburg 2 mit 1745 Punkten den Mannschaftssieg. Zürich 1 musste sich den Freiburgern um lediglich einen Punkt geschlagen geben, St. Gallen gewann Bronze. In der Einzelwertung setzte sich Marta Szabo (FR) mit 586 Punkten durch. Simon Maag (FR) belegte Rang zwei, Pascal Bachmann-Senti (ZH) komplettierte das Podest.
EINE TRAUM-KONSTELLATION
Für den 24-jährigen Nicolas Krainer, der gemeinsam mit den beiden Kaderschützen Marta Szabo und Simon Maag antrat, fühlte sich dieser Triumph fast surreal an. Eigentlich hätten Szabo und Maag in der Elite-Kategorie starten sollen. Den Grund dafür erklärt Walter Brändli, Disziplinenchef 300m: Für eine eigenständige U26-Wertung seien mindestens acht Teams erforderlich gewesen. Da sich aber nur drei Mannschaften angemeldet hatten, wurden diese in das Starterfeld der Elite integriert. Eine vergleichbare Situation gab es bereits vor fünf Jahren am Eidgenössischen in Luzern.
Für die drei Athleten war diese ungewollte Planänderung ein Glücksfall. Die private Verbundenheit – Krainer und Szabo sind ein Paar, Maag ist der beste Freund von Szabo – schuf eine besondere Dynamik: «Dass ich ausgerechnet an einem Eidgenössischen gewonnen habe, und das noch mit meiner Partnerin und ihrem besten Freund, ist ein Traum, es ist einfach perfekt», schwärmt Krainer nach dem Wettkampf.
Auch Simon Maag zeigte sich von der Atmosphäre überwältigt: «Der Match heute hat mir ein richtiges Wow-Gefühl und einen Energieschub gegeben. Der Anlass ist noch seltener als Olympia und die Kulisse mit so vielen Zuschauern, die uns anfeuerten, ist ein grossartiges Gefühl.» Für die Nationalschützin Marta Szabo ist der Wettkampf in diesem Format eine besondere Erfahrung: «Es ist viel schöner, mit allen Schützinnen und Schützen gemeinsam schiessen zu können, und das auf einem solch hohen Niveau. Das ist mit anderen Wettkämpfen kaum vergleichbar.»
Für Nicolas Krainer ist der Erfolg auch ein Beleg für die gelungene Nachwuchsarbeit im Kanton Freiburg. Die Unterstützung bei Infrastruktur, Trainingsmöglichkeiten und Munition sei ein entscheidender Faktor für den Erfolg gewesen.
300M GEWEHR 2-STELLUNG ELITE SPORT
Mit 2319 Punkten gewann Glarus den Kantonstitel im Gewehr 300m 2-Stellung Elite Sport. Nidwalden holte Silber, Freiburg Bronze. Andreas Stüssi (GL) gewann die Einzelwertung mit 585 Punkten dank der höheren Anzahl Innenzehner vor dem punktgleichen Samuel Christen (NW). Kévin Progin (FR) wurde Dritter.
Gewehr 50m 3-Stellung U21
In der Königsdisziplin Gewehr 50m 3-Stellung U21 gewann Solothurn mit 1744 Punkten den Kantonstitel. St. Gallen holte Silber, Zürich sicherte sich Bronze. Kaderschützin Vivien Jäggi (SO) gewann die Einzelwertung mit 590 Punkten vor Daria Lazzarotto (ZH) und Lio Wickihalder (GL).
50m Gewehr liegend U21
Bei den Gewehrschützen 50m liegend U21 gewann Zürich die Mannschaftswertung mit 1813.4 Punkten hauchdünn vor Solothurn (1812.3), Bronze ging an Bern. In der Einzelwertung setzte sich Silja Arnold (UR) mit 619.7 Punkten durch. Justin Gyger (SO) und Linn Hagen (TG) belegten die Ränge zwei und drei.
25m Pistole Programm C U21
In der Disziplin Pistole 25m Programm C U21 sicherte sich Bern mit 1624 Punkten den Mannschaftssieg vor Thurgau und Zürich. In der Einzelwertung setzte sich Junioren-Kader Theodor Reimann (TG) mit 575 Punkten dank der höheren Anzahl Innenzehner vor dem punktgleichen Liass Tanglmayer (ZH) durch. Aaron Widmer (LU) komplettierte das Podest mit 552 Punkten.
50m Pistole Programm B
In der Disziplin Pistole 50m Programm B sicherte sich St. Gallen mit 1674 Punkten den Mannschaftssieg vor Bern und Freiburg. In der Einzelwertung setzte sich Benjamin Burri (SG) mit 567 Punkten durch. Dominik Manser (SG) belegte Rang zwei, Sylvain Rosset (GE) komplettierte das Podest.
Bern erfolgreichster Kanton am Ständematch
In der Gesamtwertung war Bern mit drei Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen der erfolgreichste Kanton des Eidgenössischen Ständematchs. Es folgen St. Gallen mit zwei Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie Solothurn mit zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille.


























