Am ISSF Weltcup im spanischen Granada hat sich Christoph Dürr als bester Schweizer auf dem fünften Schlussrang klassiert. In einem hochklassigen Finaldurchgang dominierte der 29-Jährige aus dem Kanton St. Gallen lange das Klassement, musste sich am Ende jedoch in der entscheidenden Stehendserie geschlagen geben.
Dürr startete am Sonntag stark in den Final der Dreistellung und überzeugte sowohl in der Kniend- als auch in der Liegendserie. Mit soliden 103.9 Punkten kniend und insgesamt 208.2 Punkten nach dem Liegendanschlag lag er zwischenzeitlich aussichtsreich im Rennen um die Goldmedaille. Auch im Übergang in die Eliminationsphase zeigte sich Dürr konstant, ehe in der zweiten Stehendserie wertvolle Punkte verloren gingen. «Ich hatte stehend zunehmend mit meinem Puls zu kämpfen und Mühe, das richtige Timing zu finden. Selbst mein Trainer hatte aus vier Metern Entfernung die Pulsübertragung auf das Gewehr gesehen», resümierte Dürr nach dem Wettkampf. Mit einem Total von 324.9 Punkten schied Dürr unglücklich als Fünftplatzierter aus dem Final aus.
Der Sieg ging an den Chinesen Changhong Zhang, der sich mit 358.8 Punkten durchsetzte. Silber sicherte sich der Franzose Lucas Kryzs, während Zhangs Landsmann Yukun Liu Bronze gewann.
Trotz des verpassten Podests darf Dürr mit seiner Leistung zum Weltcup-Saisonauftakt zufrieden sein. Der Einzug in den Final und die zwischenzeitliche Führung unterstreichen seine Konkurrenzfähigkeit auf höchstem internationalen Niveau – eine wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf die kommenden Grossanlässe.
Wyrsch und Lochbihler out
Die Elimination in der Königsdisziplin hatte Christoph Dürr am Samstag als einziger Schweizer mit 584 Punkten überstanden. Fabio Wyrsch (583) und Jan Lochbihler (582) schieden aus und blieben damit unter den Erwartungen. «Es hatte kniend sehr schwierig angefangen, und ich war sehr unsicher. Dadurch habe ich viele Punkte verloren und konnte den Rückstand trotz guter Resultate im Liegendteil nicht mehr aufholen», sagte ein sichtlich enttäuschter Fabio Wyrsch am Samstag nach der Elimination.
Gewehr 10m Frauen
Am Sonntag verpassten alle Schweizerinnen mit dem Luftgewehr die Finalqualifikation. Beste Schweizerin war Emely Jäggi mit 631.6 Punkten auf Rang 12. Für den Einzug in den Final hätte die Solothurnerin einen Punkt mehr gebraucht. Schwester Vivien Jäggi folgte mit 628.1 Punkten auf dem 35. Platz, die Aargauerin Chiara Leone klassierte sich mit 626.7 Punkten auf Rang 49 und Muriel Züger (RPO) folgte mit 623.1 Zählern auf dem 77. Platz. (pam)















