Fédération sportive suisse de tir

Nachwuchs überzeugt mit Finalplätzen und einem Podestplatz

Corinne Jöhl sicherte sich im Luftgewehr-Wettkampf Bronze.

Corinne Jöhl sicherte sich im Luftgewehr-Wettkampf Bronze.

Beim JIWK in Pforzheim (GER) mass sich der Nachwuchs vom 5. bis 7. Juni mit Athletinnen und Athleten aus Frankreich, Italien und Deutschland. Die Schweizer Delegation zeigte mehrere starke Leistungen, erreichte zahlreiche Finalqualifikationen und durfte dank Corinne Jöhl einen Podestplatz bejubeln.

Zum Auftakt des traditionsreichen Nachwuchswettkampfs sorgten vor allem die Juniorinnen im Dreistellungsmatch Gewehr 50m für positive Schlagzeilen. Gina Pelladoni qualifizierte sich mit 574 Punkten als Siebte für ihren ersten internationalen Final. Dort sammelte sie wertvolle Erfahrungen und klassierte sich mit 297.2 Zählern auf Rang acht.
Noch stärker präsentierte sich Luena Romancuk in der Elimination. Mit 585 Ringen und persönlicher Bestleistung belegte die Solothurnerin den hervorragenden vierten Rang. In der anschliessenden Qualifikation gelang es ihr jedoch nicht, dieses Niveau zu bestätigen, womit sie die Finalqualifikation knapp verpasste.
Bei den Junioren verlief der Wettkampf schwieriger. Carlo Wipfli und Kader-Neuling Livio Tscharner schieden bereits in der Elimination aus und mussten ihre Hoffnungen auf eine Finalteilnahme früh begraben.

Wipfli und Hoenes erreichen Finals
Am Nachmittag standen die Luftgewehr-Wettkämpfe auf dem Programm. Kader-Frischling Selina Hoenes überzeugte mit 620.6 Punkten und sicherte sich ebenso einen Finalplatz wie Carlo Wipfli mit 618.2 Punkten.
Im Final steigerte sich Hoenes nach verhaltenem Beginn deutlich und kämpfte sich bis auf Rang vier vor. Mit 205.8 Zählern verpasste sie das Podest nur knapp. Wipfli startete stark in den Final, verlor im weiteren Verlauf jedoch etwas an Boden und klassierte sich mit 183.1 Punkten auf dem fünften Schlussrang.

Romancuk mit persönlicher Bestleistung
Am zweiten Wettkampftag setzte Luena Romancuk ihre starke Form eindrücklich fort. Die 18-Jährige gewann die Elimination im Dreistellungsmatch mit ausgezeichneten 590 Ringen und verbesserte ihre persönliche Bestleistung innerhalb eines Tages um weitere fünf Punkte.
Anders als am Vortag konnte sie diese Leistung diesmal auch in der Qualifikation bestätigen. Mit 588 Punkten zog sie souverän in den Final ein. Dort hielt sie lange Kontakt zu den Medaillenrängen, ehe eine 7.5 in der Stehend-Disziplin die Podestträume zunichtemachte. Am Ende resultierte dennoch ein starker vierter Platz.
Auch Gina Pelladoni (580 Punkte) und Selina Hoenes (579 Punkte) überstanden die Elimination und qualifizierten sich für die Qualifikation. Für den Einzug in den Final fehlten beiden Athletinnen letztlich jedoch einige Zähler.

Corinne Jöhl sorgt für Schweizer Podestplatz
Für das Schweizer Highlight des Wochenendes sorgte Corinne Jöhl im geschlechtergemischten Luftgewehr-Wettkampf. Mit 624.2 Punkten qualifizierte sie sich als Vierte für den Final und zeigte dort eine kämpferische Leistung.
Nach den ersten zehn Schüssen führte die Glarnerin das Feld sogar an. Zwar fiel sie zwischenzeitlich auf Rang vier zurück, bewies jedoch Nervenstärke und kämpfte sich wieder nach vorne. Mit 227.9 Ringen sicherte sie sich schliesslich den dritten Platz hinter den beiden Franzosen Keryann Berthonneau und Gaspard Lesieur.
Bei den Junioren gelang Carlo Wipfli eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Vortag. Er überstand die Elimination ebenso wie Livio Tscharner. In der Qualifikation fehlten Wipfli mit 574 Punkten lediglich zwei Zähler zum Finaleinzug.

Mixed-Team verpasst Podest knapp
Am Schlusstag stand der Luftgewehr-Mixed-Wettkampf auf dem Programm. Für die Schweiz gingen Corinne Jöhl und Livio Tscharner (SUI 1) sowie Selina Hoenes und Carlo Wipfli (SUI 2) an den Start.
Jöhl und Tscharner qualifizierten sich mit 621.1 Punkten als Viertplatzierte für den Final der besten vier Teams. Hoenes und Wipfli belegten mit 617.0 Punkten Rang sechs.
Im Final zeigte das junge Schweizer Duo phasenweise sein grosses Potenzial. Einige Fehler in den entscheidenden Momenten verhinderten jedoch den Sprung aufs Podest. Mit 367.8 Punkten mussten sich Jöhl und Tscharner schliesslich mit dem vierten Rang begnügen. (Marc Güntert/rge)

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Impressionen

Wettkampf- und Podestbilder

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