Federazione sportiva svizzera di tiro

Zentralschweizer Ständematch im Kanton Uri

Die besten drei Gruppen in der Standardgewehrkategorie: Glarus vor Nidwalden und Luzern.

Die besten drei Gruppen in der Standardgewehrkategorie: Glarus vor Nidwalden und Luzern.

Am Samstag, 26. September 2026, trafen sich die Matchschützinnen und Matchschützen zum Zentralschweizer Ständematch im Kanton Uri. Auf den Schiessanlagen in Seedorf, Flüelen, Spiringen und Altdorf wurden die Sieger in den verschiedenen Gewehr- und Pistolendisziplinen ermittelt. Die Mannschaftssiege verteilten sich auf mehrere Kantone und unterstrichen die hohe Leistungsdichte im Zentralschweizer Matchschiessen. Der Urner Kantonale Matchschützenverband sorgte als Organisator für einen würdigen Rahmen und gute Wettkampfbedingungen.

Auf der Schiessanlage in Seedorf stand der Dreistellungsmatch mit der Freien Waffe auf dem Programm. In der Mannschaftswertung setzte sich Tessin mit 1647 Punkten an die Spitze. Schwyz folgte mit 1634 Punkten auf Rang zwei, Zug erreichte mit 1625 Punkten den dritten Platz. Luzern komplettierte das Klassement mit 1599 Punkten. Eine eindrückliche Vorstellung zeigte in der Einzelwertung Mischa Armati aus Glarus. Mit 198 Punkten kniend, 199 liegend und 179 stehend erreichte er hervorragende 576 Punkte und gewann vor Remo Mächler aus Schwyz mit 563 und Toni Küchler aus Obwalden mit 560 Punkten. Armati führte gleichzeitig die Ranglisten in allen drei Stellungen an und war damit der überragende Schütze dieser Konkurrenz.

Ein einziger Punkt entscheidet in Flüelen
Äusserst knapp fiel die Entscheidung beim Standardgewehr in Flüelen aus. Glarus gewann mit 2326 Punkten, gerade einmal einen Zähler vor Nidwalden mit 2325 Punkten. Luzern sicherte sich mit 2281 Punkten Rang drei. Dahinter folgten Schwyz mit 2262, Uri mit 2248, Tessin mit 2233 und Zug mit 2221 Punkten.  Passend zum Mannschaftssieg dominierten die Glarner auch die Einzelwertung. Tim Landolt siegte mit 589 Punkten hauchdünn vor Gina Landolt mit 588 Punkten. Samuel Christen aus Nidwalden komplettierte mit 584 Punkten das Podest. Dahinter folgten Stefan May und Michael Burch, beide Nidwalden.

Die Urner konnten beim Heimwettkampf nicht ganz in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Beat Stadler war mit 571 Punkten und Rang 13 bester Einheimischer. Hardy Bissig erzielte 564, Heinz Bissig 563 und Marco Herger 550 Punkte.

Nidwalden setzt sich mit der Ordonnanzwaffe durch
In Spiringen fiel die Entscheidung im Ordonnanz-Zweistellungsmatch. Nidwalden holte sich mit 2178 Punkten den Mannschaftssieg vor Obwalden mit 2152 und Luzern mit 2145 Punkten. Uri folgte mit 2080 Punkten auf dem vierten Rang, vor Tessin, Schwyz und Glarus. Den Einzelsieg sicherte sich allerdings ein Obwaldner: Hansbeat Vogler gewann mit 560 Punkten vor Manuel Lüscher aus Nidwalden mit 554 Punkten und dem Luzerner Walter Wicki mit 550 Punkten. Kiser Severin aus Obwalden folgte mit 548 Punkten auf Rang vier.

Bester Urner wurde Pirmin Herger mit 533 Punkten auf Rang zwölf. Louis Camenzind erreichte 524, Urs Vetter 521 und Urban Camenzind 502 Punkte. Damit reichte es für die Gastgeber in der Mannschaftswertung nicht ganz für einen Podestplatz. 

Schwyz setzt sich im Pistolen-A-Programm durch
Die Pistolenwettkämpfe wurden in Altdorf ausgetragen. Im A-Programm holte Schwyz mit 1482 Punkten den Mannschaftssieg. Zug erreichte mit 1418 Punkten Rang zwei, Glarus folgte mit 1339 Punkten vor Tessin und Obwalden. In der Einzelkonkurrenz triumphierte Roland Brechbühl aus Obwalden mit 520 Punkten. Lukas Fröhlich aus Zug folgte mit 514 Punkten, Iris Annen aus Schwyz wurde mit 506 Punkten Dritte. Mit Vito Iapello auf Rang vier war ein weiterer Schwyzer weit vorne klassiert. 
Uri stellte keine komplette Mannschaft. Peter Roner erreichte mit 483 Punkten Rang acht, Ambros Indergand klassierte sich mit 450 Punkten auf Rang 14.

Luzern entscheidet das B-Programm für sich
Im Pistolen-B-Programm wechselte die Favoritenrolle erneut. Hier setzte sich Luzern mit 1625 Punkten durch. Obwalden erreichte mit 1612 Punkten Rang zwei, Glarus mit 1593 Punkten Rang drei. Tessin und Zug folgten auf den weiteren Plätzen. In der Einzelwertung war Eve Biner aus Obwalden mit 553 Punkten nicht zu schlagen. Barbara Lupi aus dem Tessin folgte nur zwei Punkte dahinter mit 551 Punkten. Jeannine Stamm aus Luzern sicherte sich mit 549 Punkten den dritten Rang, einen Zähler vor Lukas Fröhlich aus Zug. Auch bei den einzelnen Programmteilen wurden starke Resultate erzielt. Lukas Fröhlich und Alex Huber erreichten in der Präzision jeweils 281 Punkte, während Eve Biner mit 275 Punkten das beste Schnellfeuerresultat erzielte.

Nidwalden auch im C-Programm vorne
Eine weitere knappe Entscheidung gab es im Pistolen-C-Programm. Nidwalden gewann mit 1667 Punkten lediglich vier Zähler vor Luzern mit 1663 Punkten. Tessin belegte mit 1630 Punkten Rang drei. Es folgten Obwalden, Schwyz und Zug. Auch der Einzelsieg ging nach Nidwalden. Patrick Amstad gewann mit 573 Punkten vor Eros De Berti aus dem Tessin mit 566 und seinem Nidwaldner Teamkollegen Peter Odermatt mit 564 Punkten. Corinne Birrer und Ueli Krauer sorgten mit 556 beziehungsweise 555 Punkten auf den Rängen vier und fünf für starke Luzerner Resultate. Im Nachwuchsprogramm setzte sich Aaron Widmer aus Luzern mit 561 Punkten durch. Sein Teamkollege Romeo Alfano wurde mit 527 Punkten Zweiter, die Obwaldnerin Valeria Gasser belegte mit 500 Punkten Rang drei. Luzern stellte als einziger Kanton eine vollständige Nachwuchsmannschaft.

Mannschaftssiege breit verteilt
Der Zentralschweizer Ständematch 2026 zeigte eindrücklich, wie breit die Spitze im Matchschiessen aufgestellt ist. Tessin gewann mit der Freien Waffe, Glarus mit dem Standardgewehr, Nidwalden sowohl mit der Ordonnanzwaffe als auch im Pistolen-C-Programm, Schwyz entschied das Pistolen-A-Programm für sich und Luzern triumphierte im B-Programm. Auch in den Einzelwertungen kamen die Siegerinnen und Sieger aus verschiedenen Kantonen. Für die Urner Matchschützen blieb der grosse sportliche Erfolg beim Heimauftritt zwar aus. Mit Rang vier bei den Ordonnanzwaffen und Rang fünf beim Standardgewehr konnten sie nicht ganz mit den führenden Mannschaften mithalten. Dafür präsentierte sich Uri als organisierender Kanton und guter Gastgeber. Auf vier Schiessanlagen wurde den Matchschützinnen und Matchschützen ein vielseitiger Wettkampftag geboten, bei dem neben dem sportlichen Ehrgeiz auch die kantonsübergreifende Kameradschaft ihren festen Platz hatte. (Paul Wyrsch)

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