Schweizer Schiesssportverband

Gold und Silber für die Schweiz

Marina Schnider und Gilles Dufaux haben gut lachen: Die Nidwaldnerin gewann Gold im Dreistellungswettkampf Gewehr 300m, der Fribourger wurde mit dem Standardgewehr 3x20 Zweiter.

Marina Schnider und Gilles Dufaux haben gut lachen: Die Nidwaldnerin gewann Gold im Dreistellungswettkampf Gewehr 300m, der Fribourger wurde mit dem Standardgewehr 3x20 Zweiter.

Was für ein Auftakt: Das Schweizer Team gewinnt am ersten Tag des Europacups Gewehr 300m im finnischen Lahti Gold und Silber. Marina Schnider siegt im Dreistellungswettkampf, Gilles Dufaux wird Zweiter mit dem Standardgewehr 3x20. Und das bei garstigen Bedingungen.

Kalt, windig, regnerisch: Das finnische Wetter präsentierte sich am Starttag des Europacups Gewehr 300m in Hollola bei Lahti von seiner besten Seite. Hatte der Tag noch einigermassen freundlich begonnen, wurden die Wetterbedingungen immer garstiger. Zum Teil regnete es einen Meter weit in den Schiessstand hinein, der Wind war böig, und klamme Finger waren garantiert. «Das war etwas vom Schlimmsten in Sachen Wetter, was ich in den letzten 15 Jahren erlebt habe», schrieb Rajmond Debevec nach dem Wettkampf auf Facebook. Der erfahrene Slowene kam damit nicht klar. Er klassierte sich auf dem 14. Rang. Wettergestählt zeigte sich Gilles Dufaux (Granges-Paccot FR). Der Fribourger schoss insbesondere stehend hervorragend und sicherte sich mit 581 Punkten den zweiten Rang. Eine Klasse für sich war der Norweger Ole-Kristian Bryhn. Er erarbeitete sich kniend und liegend einen Vorsprung von fünf Punkten auf Dufaux, den er in den Stehend-Passen problemlos verteidigte. Bryhn gewann mit 585 Zählern. Bronze ging an den Finnen Juho Kurki mit 580 Punkten. Altmeister Debevec war voll des Lobes: «Herzliche Gratulation den Medaillengewinnern, die es geschafft haben bei solchen Bedingungen Top-Resultate zu schiessen.» Andrea Rossi, der zweite Schweizer am Start, konnte sich mit dem Wetter etwas weniger anfreunden. Der gebürtige Tessiner, der mittlerweile im sanktgallischen Dietfurt lebt, verlor in allen drei Stellungen den einen oder anderen Punkt. Mit 571 Punkten klassierte er sich auf dem 8. Rang.

 

Beeindruckende Stehend-Passen von Marina Schnider

Gänzlich unbeeindruckt vom Kälteeinbruch zeigte sich auch Marina Schnider (Ennetbürgen NW), die als einzige Schweizerin in Lahti antritt. Im Dreistellungswettkampf lag sie nach den Kniend-Passen zusammen mit der Schwedin Linda Olofsson an der Spitze. Beide hatten 389 Punkte erzielt. Liegend verlor die Nidwaldnerin mit 382 Punkten allerdings etwas den Anschluss. Sie liess sich von der kleinen Baisse nicht beeindrucken. Stehend zeigte sie eine hervorragende Leistung. Ihre 386 Punkte (!) wurden von keiner anderen Schützin auch nur annähernd erreicht. Am nächsten kam ihr die Schwedin Elin Ahlin mit 374 Zählern. Vom fünften Zwischenrang katapultierte sich Marina Schnider auf den ersten Platz. Sie gewann mit 1157 Punkten vor Olofsson (1149) und Ahlin (1147). (van)

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