Schweizer Schiesssportverband

Olympiasieger trainiert mit Schweizer Pistolen-Nationalkader

Aufmerksamer Beobachter: Jean Quiquampoix begleitete das Training des Schweizer Pistolen-Nationalkaders.

Aufmerksamer Beobachter: Jean Quiquampoix begleitete das Training des Schweizer Pistolen-Nationalkaders.

Ende August findet der Final der Swiss Rapid Fire Challenge statt. Hinter dem neuen Wettkampf steht das Förderprojekt des SSV für die olympische Schnellfeuerpistole. Dazu gehörte auch der Trainingsbesuch von Olympiasieger Jean Quiquampoix, der eine Woche lang mit dem Schweizer Pistolen-Nationalkader arbeitete.

Die Schnellfeuerpistole spielte im Schweizer Schiesssport lange nur eine Nebenrolle. Mit neuen Wettkämpfen und Ausbildungsinitiativen will der SSV die Disziplin wieder gezielt fördern und Pistolenschützen aus dem Breitensport für die olympische Schnellfeuerpistole begeistern. Langfristig soll die Schweiz auch international konkurrenzfähig werden.

Zu diesen Bestrebungen gehörte auch ein besonderer Trainingsbesuch: Mitte Juni war Olympiasieger Jean Quiquampoix während rund einer Woche beim Schweizer Pistolen-Nationalkader zu Gast. Der Olympiasieger von Tokio 2021 begleitete die Athleten im Training und vermittelte ihnen technische Inputs sowie praxisnahe Tipps zur Schussabwicklung und Bewegungskoordination.

Auf die Faszination seiner Disziplin angesprochen, sagte Quiquampoix, gerade die Mischung aus Tempo und Präzision mache den besonderen Reiz der olympischen Schnellfeuerpistole aus. Besonders die Vier-Sekunden-Serien hätten beinahe «spielerischen Charakter» und sorgten dafür, dass das Training nie langweilig werde. Gleichzeitig erfordere die Disziplin höchste technische Präzision: Unter Zeitdruck, Wettkampfstress und Emotionen müssten sämtliche Bewegungsabläufe zuverlässig funktionieren.

Mehr als nur ein Gastbesuch
Das Pistolen-Ass begrüsst deshalb, dass der Schweizer Schiesssportverband die olympische Schnellfeuerpistole wieder gezielt fördert. Die Initiative könne dazu beitragen, dass sich mehr Menschen überhaupt bewusst würden, dass die Schnellfeuerpistole Teil des olympischen Programms ist. Die Disziplin verdiene mehr Aufmerksamkeit und habe das Potenzial, viele Schützinnen und Schützen zu begeistern. Entscheidend sei, möglichst vielen Interessierten die Gelegenheit zu geben, die Schnellfeuerpistole kennenzulernen. Nur so entstehe eine breite Basis, aus der sich langfristig auch internationale Spitzenathleten entwickeln könnten.

Nationalkaderschütze Cédric Grisoni nahm aus der Trainingswoche vor allem viele neue Denkanstösse mit. Die Inputs eines so erfolgreichen Athleten seien für ihn eine wertvolle zusätzliche Perspektive. Besonders beeindruckt habe ihn, dass Quiquampoix trotz seiner langjährigen Karriere die Freude und den spielerischen Charakter der Disziplin nie verloren habe.

Ob sich die Trainingswoche auch sportlich auszahlt, bleibt zwar abzuwarten. Einen vielversprechenden Fingerzeig gab es jedoch bereits: Nur kurze Zeit später schaffte Theodor Reimann an der Junioren-WM in Suhl den Sprung in den Final und wurde Sechster. Dabei stellte der Frauenfelder auch gleich einen neuen Schweizerrekord auf.

Schnellfeuerpistole live erleben
Wer die olympische Schnellfeuerpistole live erleben möchte, hat dazu am Sonntag, 23. August, Gelegenheit. Dann treffen an der Swiss Rapid Fire Challenge in Pieterlen die zwölf besten Schweizer Schnellfeuerschützen im Final aufeinander.

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