Schweizer Schiesssportverband

Die Schützen Hallau melden sich zurück

Die Schützen aus Hallau (v.l.): Roger Schnetzler, Ernst Freimüller, Godi Haas, Ralph Frey, Melanie Solci, Sonja Haas, Rolf Zollinger und Rüedi Jäger.

Die Schützen aus Hallau (v.l.): Roger Schnetzler, Ernst Freimüller, Godi Haas, Ralph Frey, Melanie Solci, Sonja Haas, Rolf Zollinger und Rüedi Jäger.

Die Schützen aus Hallau entscheiden die Schaffhauser Mannschaftsmeisterschaft nach 2017 und 2021 wieder für sich. Für die grösste Überraschung sorgte aber ein anderer Verein aus dem Klettgau.

Ein Finalwettkampf im Schiesssport ist immer etwas Spezielles. Für Indoor-Schützen auf der Kurzdistanz heisst es in erster Linie die beste Tagesform zum richtigen Zeitpunkt abzurufen. Im Outdoorbereich auf die Langdistanz kommen noch einige äussere Einflüsse dazu: Wetter, Temperatur, Wind usw.
Am letzten Samstag startete der Finalwettkampf bei besten Bedingungen und nichts stand einem fairen Wettkampf im Wege, den die Gastgeber aus Dörflingen einmal mehr, hervorragend organisierten.

Für ein absolutes Glanzresultat sorgte gleich der Startschütze der SG Dörflingen, Christian «Tiger» Risch. Der Präsident der Dörflinger Gewehrschützen hatte einen sensationellen Lauf und nahezu alle Treffer landeten im Bierdeckelgrossen 10er Kreis. Einzig nach der Abgabe seines 11.Schusses wurde dieser, nur wenige Millimeter ausserhalb, mit einer 9 gewertet. Dieses Top-Resultat von 199 Punkten blieb über die gesamte Wettkampf Dauer ungeschlagen. Im Vormittagsprogramm konnte sich nur Thomas Engesser, der für den SV Oberhallau startete, mit guten 192 Punkten das zweithöchste Resultat schreiben lassen. Der Blick auf das Zwischenresultat machte einige recht stutzig: Der SV Oberhallau führte mit 7 Punkten vor Wilchingen/Osterfingen. Dies liess darauf schliessen, dass die Top-Vereine ihre besten Schützen auf den Schluss aufsparten. 

Nach dem ausgezeichneten Essen, das die Dörflinger von ihrem Aktivmitglied und Wirt des Gennersbrunnerhofes, Stefan Gaus den Schützen offerierten, startete der 2. Teil des Wettkampfes mit den verbleibenden vier Schützen von jedem Verein. Als ältester Teilnehmer mit Jahrgang 1936, bewies Theo Lutz, von den Feldschützen aus Thayngen, dass er mit den Besten der Schaffhauser Schützen immer noch sehr gut mithalten kann. Ausgezeichnete 191 Punkte konnte er für seinen Verein buchen.

Die Prophezeiung, dass erst am Schluss die «Karten» neu gemischt werden, bewahrheitete sich und die beiden Vereine Hallau und Dörflingen setzten sich an die Spitze. Vor dem letzten Durchgang führte Hallau mit 5 Punkten vor Dörflingen. Etwas abgeschlagen belegten Thayngen, Oberhallau und Wilchingen/Osterfingen die Zwischenränge 3, 4 und 5 mit der Differenz eines Punktes. Das grosse «Duell» führten Roger Schnetzler (Hallau) und Peter Steiger (Dörflingen) unter sich aus. Schnetzler startete einwandfrei und konnte sich schnell einmal im 10er Kreis etablieren. Steiger hatte mehr Mühe und nach 5 der 20 Wertungstreffer hatte er bereits einen Verlust von 5 Punkten auf seinem Konto. Der Sieg der Schützen Hallau war unumstritten und mehr als gerechtfertigt. Mit ausschliesslich Sportgewehrschützen (die treffsicherste Waffenkategorie), wurden sie der guten Ausgangslage gerecht und konnten, mit einem Total von 1488 Punkten, sich als Sieger feiern lassen. Hochverdient konnte sich Dörflingen den 2. Rang sichern. Das Top-Resultat von 195 Punkten des Oberhallauers Hans Baumann verhalf dem SV Oberhallau zum überraschenden 3. Rang. (Markus Stanger)

Rangliste
Mannschaften: 1. Hallau Schützen 1488; 2. SG Dörflingen 1478; 3. SV Oberhallau 1471; 4. FSG Thayngen 1465; 5. SV Wilchingen/Osterfingen 1460; 6. SV Merishausen 1419.

Beste Einzelresultate: 1. Christian Risch (SG Dörflingen) 199; 2. Hans Baumann (SV Oberhallau) 195; 3. Jürg Meister (SV Merishausen) 195; 4. Rico Blanz (SG Dörflingen) 193; 5. Thomas Engesser (SV Oberhallau) 192; 6. Roger Schnetzler (Schützen Hallau) 192; 7. Ernst Freimüller (Schützen Hallau) 191; 8. Theo Lutz (FSG Thayngen) 191; 9. Peter Enderli (SV Oberhallau) 191; 10. Christian Angst (SV Wilchingen/Osterfingen) 191. – 48 Klassierte.

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