Federazione sportiva svizzera di tiro

Im Schnellzug zu EM-Bronze

Stolze Gewinner der Bronze-Medaille: Christoph Dürr und Emely Jäggi.

Stolze Gewinner der Bronze-Medaille: Christoph Dürr und Emely Jäggi.

Der Erfolg der Schweizer Athletinnen und Athleten an der Europameisterschaft in Osijek (CRO) setzt sich fort: Emely Jäggi und Christoph Dürr sichern sich im Mixed-Team-Wettkampf der Königsdisziplin die Bronzemedaille.

Schon in der Qualifikation zeigte sich, wie eng das Feld beisammen lag. Jäggi und Dürr (SUI 1) klassierten sich mit 882-50x Punkten auf dem achten Rang und zogen damit in die nächste Phase ein. Für den erfahrenen Gewehrprofi Dürr und das Kader-Küken Jäggi war es der erste gemeinsame Mixed-Einsatz. «Ich habe die Tradition, einem neuen Team einen Namen zu geben. Wir sind auf JUVE gekommen – Jugend und Veteran. Das passt ziemlich gut zu uns», sagt der 30-jährige Dürr schmunzelnd, während seine 17-jährige Teamkollegin zustimmend kichert und ergänzt: «Wir haben uns gut verstanden. Er hat mich in den Vorrunden sogar etwas gerettet und mir viel Motivation gegeben.»

Dürrs 10.9 versetzt gnadenstoss
Im Bronze Medal Match zogen Jäggi und Dürr dann wie ein Schnellzug durch den Wettkampf und liessen ihren ungarischen Gegnern kaum Luft zum Atmen. Unter grossem Applaus lieferten die beiden konstant hohe Zehnerwerte ab. Besonders Dürr erwischte einen starken Lauf. «Auch wenn es vielleicht überheblich klingt: ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir das heute rocken», so der 30-Jährige.
Jäggi bestätigt das gegenseitige Vertrauen: «Ich habe nie an Christoph gezweifelt. Ich wusste, dass er es rockt und das hat mir wiederum Sicherheit gegeben.» Dürr gibt das Kompliment postwendend zurück: «Emely ist im Final eine Maschine. Die haut rein, da können die Ungarn machen, was sie wollen.»
Die Schweizer setzten sich früh ab und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Als die Schweiz bereits doppelt so viele Punkte auf dem Konto hatte, griff der ungarische Coach zum Time-out. Zwar versuchte das Duo Nagybanyai-Nagy/Peni noch einmal heranzukommen, doch bei acht Punkten war Schluss.
Den finalen Gnadenstoss versetzte Dürr den Ungarn mit einer 10.9, womit er das Duell endgültig entschied. Mit 16:8 holten sich die Schweizer verdient die Bronzemedaille. «Ich freue mich mega, dass wir das Ding geschaukelt haben. Für mich ist es bereits die dritte Team-Medaille in Folge an einer EM: letztes Jahr mit Chiara, davor mit Nina. Es ist einfach pure Freude», so Dürr. Besonders nach dem gestrigen Einzelwettkampf, in dem beide mehr erwartet hatten, sei dieser Erfolg im Team umso wertvoller.
Im Gold Medal Match setzte sich Norwegen mit Jeanette Hegg Duestad und Jon-Hermann Hegg gegen die Ukraine mit Daria Dudka und Serhii Kulish mit 16:10 durch.

Final Gewehr 50m Dreistellung Duett Mixed Team

Nur ein Ring fehlt
Auch das zweite Schweizer Duo zeigte eine starke Leistung: Vivien Jäggi und Jan Lochbihler klassierten sich mit 881-50x Zählern auf dem elften Rang. Sie verpassten den Sprung in die Top 8 nur um einen einzigen Ring. Aus Schweizer Sicht bleiben besonders drei Punkte hängen: die Bronzemedaille durch Jäggi und Dürr, die souveräne Vorstellung im Bronze Medal Match sowie das starke Abschneiden des zweiten Schweizer Duos. Mit zwei Teams unter den besten elf und einer EM-Medaille zeigte die Schweiz im 50m-Dreistellungs-Duett Mixed Team eine überzeugende Leistung.
Am Sonntag messen sich die Gewehrathletinnen und -athleten Emely Jäggi, Chiara Leone, Vivien Jäggi, Fabio Wyrsch, Christoph Dürr und Jan Lochbihler im 50-m-Liegendwettkampf. Für die Frauen steht zudem der Trio-Wettkampf in der Dreistellung auf dem Programm. (rge)

Impressionen

Final Gewehr 50m Dreistellung Duett Mixed Team

Christoph und Emely auf Podest Christoph und Emely Emely und Christoph Podest 1 Emely und Christoph nach Wettkampf Bronze Medal Match 1 Bronze Medal Match 2 Bronze Medal Match 3
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