Schweizer Schiesssportverband

«Die Streuhexe war am Werk»

Wieder um Erfahrungen reicher: Adrian Schaub und Cédric Grisoni (v.l.).

Wieder um Erfahrungen reicher: Adrian Schaub und Cédric Grisoni (v.l.).

Europacup ohne Edelmetall: Die beiden Pistolenschützen Adrian Schaub und Cédric Grisoni konnten sich am Europacup 25m Tallinn (EST) nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen. Im Zentralfeuerwettkampf wurde Schaub Sechster.

Kein einfaches Wettkampf-Wochenende für die Schweizer Athleten Adrian Schaub und Cédric Grisoni.
Am Samstag zeigte Adrian Schaub im Präzisionsteil des Zentralfeuerwettkampfs mit 288 Punkten eine starke Leistung. Mit seinen 285 Zählern im Schnellfeuerteil reichte es dem Baselbieter zwar nicht aufs Podest, aber auf den guten sechsten Platz (573-16x). «Am heutigen Wettkampf mit der Zentralfeuer Pistole war etwas die Streuhexe am Werk», sagte Delegationsleiterin Heidi Diethelm Gerber. «Bei Adrian lief der Präzisionsteil solide und er hat sich die Tür zum Podest offengelassen. Leider zeigte er zu Beginn des Schnellfeuerteils eine eher ungewohnte Streuung der Schüsse, welche er in den letzten Serien wieder in den Griff bekam. Da war es leider für Edelmetall schon zu spät», so Diethelm Gerber weiter.
Sein Kaderkollege Cédric Grisoni erzielte sowohl im Präzisions- als auch im Schnellfeuerteil jeweils 282 Punkte. In der ersten Serie des Schnellfeuerteils schoss der 32-jährige Waadtländer sogar die maximale Punktzahl; dies gelang keinem der übrigen Teilnehmer. Grisoni beendete den Wettkampf auf Platz 13 (564-18x). «Mit 282 Punkten war er immer noch dabei, zumal er mit 100 Punkten im Schnellfeuerteil mit einem regelrechten Feuerwerk loslegte», analysierte Heidi Diethelm Gerber. «Aber auch eine solche Startsituation braucht Erfahrung und Wettkampfroutine, genau dies fehlte ihm in den Serien danach. Nervosität machte sich breit und er musste einiges an Lehrgeld bezahlen», fügte die Pistolentrainerin hinzu.
Das Podest teilten sich der Franzose Yann Fridrici (587-24x), Peeter Olesk aus Estland (579-27x) und der Finne Marko Talvitie (578-18x).

Kein Glück mit der Standardpistole 25m
Im 25m-Disziplin mit der Standardpistole fanden die beiden Schweizer Athleten am Sonntag nicht in den Wettkampf. «Solche Tage gibt’s, an denen es Serie für Serie immer weniger Zuversicht auf Besserung gibt. Dass gerade beide einen solchen Tag eingefahren haben, ist schade», sagte Trainerin Heidi Diethelm Gerber nach dem Wettkampf.
Adrian Schaub klassierte sich im 13. Rang (551- 9x). Cédric Grisoni beendete den Wettkampf auf Platz 15 (535-10x). «Beim Skifahren fädelt man ein und ist draussen; wir haben heute gleich mehrmals eingefädelt und mussten uns mit der zweiten Hälfte des Klassements begnügen», analysiert Diethelm Gerber.
Die Podestplätze gingen an das Baltikum: Gold konnte sich der Lette Ernests Erbs (577-20x) um den Hals hängen, Silber holte sich erneut der Este Peeter Olesk (568-13x) und Bronze ging an den Letten Rihards Zorge (565-18x).

Impressionen

Adrian Schaub Cédric Grisoni Adrian Schaub 2 Cédric Grisoni 2 Schaub und Grisoni
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