Fédération sportive suisse de tir

Schweizer klassieren sich im breiten Mittelfeld

Ein Schweizer im Final des Luftgewehr-Wettkampfs am ISSF Weltcup in Peking wäre eine Überraschung gewesen. Leider blieb diese Überraschung aus. Jan Lochbihler und Christoph Dürr konnten nicht über sich hinauswachsen.

Der Qualifikationssieger mit 632.7 Punkten nahe am Weltrekord, der Achtplatzierte der Qualifikation und damit letzter Finalteilnehmer mit immer noch sehr starken 627.5 Punkten und danach ein Mittelfeld von Rang 9 bis 50 mit nur gut 4 Punkten Unterschied: Das sagt alles über die Qualität und die Dichte des Teilnehmerfelds im Luftgewehr-Wettkampf am ISSF Weltcup in Peking aus. Jan Lochbihler (Holderbank SO) und Christoph Dürr (Gams SG) hätten einen Exploit benötigt, um sich für den Final qualifizieren zu können. Jan Lochbihler zeigte einen soliden Wettkampf – nicht mehr und nicht weniger. Mit 624.1 Punkten zeigte er eine ansprechende Leistung, die trotzdem «nur» zu Rang 45 reichte. «Jan hat einen guten Wettkampf hingelegt», betonte Daniel Burger, Leiter Spitzensport beim SSV, nach dem Wettkampf. «Aber er hatte den einen oder anderen Aussetzer zu viel.»

Weniger gut lief es Christoph Dürr. Der junge St. Galler hatte während des gesamten Wettkampfs mit einer Linksbewegung zu kämpfen. «Es riss ihm das Luftgewehr immer wieder nach links weg», analysierte Daniel Burger. Eine Erklärung hätten er und Christoph Dürr noch nicht finden können. Die ungewollten Bewegungen wirkten sich auf das Resultat aus. Dürrs 620.2 Punkte reichten für den 67. Rang. Wie schon im Dreistellungsmatch sei auch im Luftgewehr-Wettkampf die Dichte an «finalfähigen» Athleten enorm gewesen, sagt Burger. Die ersten 50 Schützen könnten praktisch alle an einem guten Tag den Final erreichen. «Aber bei diesem Niveau kostet dich ein kleiner Hänger gleich 20 Ränge.»

Im Final setzte sich mit dem Einheimischen Hui Zicheng der Achtplatzierte der Qualifikation durch, der sich nur wegen der besseren Schlusspasse gegen Istvan Peni durchsetzen und in die Endausmarchung einziehen konnte. Dort legte er los wie die Feuerwehr und lag während des gesamten Wettkampfs in Führung. Erst nach einer 9.5 im 23. Schuss geriet er etwas in Bedrängnis. Divyansh Singh Panwar (IND) konnte bis auf 0.5 Punkte aufschliessen. Schliesslich rettete Hui Zicheng mit 249.4 Punkten einen Vorsprung von 0.4 Zählern. Bronze ging an den Russen Grigorii Shamakov. Der überlegene Qualifikationssieger Vladimir Maslennikov musste sich mit Rang 4 begnügen. (van)

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Resultate ISSF Weltcup Peking, 4. Tag

Sport d’élite | 25.04.19

Final ohne Schweizer Beteiligung

Im Mixed-Wettkampf Luftgewehr 10m hängen die Trauben für die beiden Schweizer Duos zu hoch. Nina Christen und Christoph Dürr sowie Petra Lustenberger und Jan Lochbihler zeigten zwar solide Leistungen, zu mehr als Plätzen im Mittelfeld reichte das aber nicht.

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