Im Herbst 2023 hatte Alex Hürzeler anlässlich des Sport Forum Aargau ein sportliches Versprechen abgegeben: Sollte eine Aargauer Athletin oder ein Aargauer Athlet an den Olympischen oder Paralympischen Spielen 2024 in Paris eine Medaille gewinnen, werde er den Rückweg von Paris ins Fricktal zu Fuss antreten. Spätestens nach dem Triumph von Chiara Leone war klar: Hürzeler würde wandern müssen.
Die Fricktaler Sportschützin gewann in Paris Gold im Dreistellungsmatch über 50m und sorgte damit für einen der grossen Schweizer Olympia-Momente. Hinzu kamen die Medaillen von Schwimmerin Nora Meister und Rollstuhl-Badminton-Spielerin Ilaria Olgiati. Aus dem Versprechen wurde für Hürzeler somit ein konkretes Projekt.
Nun hat der ehemalige Aargauer Sportdirektor Wort gehalten. In drei Abschnitten legte er insgesamt rund 720 Kilometer zurück, verteilt auf 28 Wandertage. Am Samstag, 23. Mai 2026 erreichte er nach der letzten Etappe sein Heimatdorf Oeschgen. Für die letzten sieben Kilometer ab Stein erhielt er prominente Begleitung von Gewehrschützin Chiara Leone. Ebenso waren rund 20 weitere Wanderinnen und Wanderer dabei, die Hürzeler auf seinem letzten Teilstück begleiteten.
In Oeschgen wurde Hürzeler und Leone auf dem Schulhausplatz feierlich empfangen. Chiara Leone sagte zum Abschluss: «Es ist eine sehr grosse Wanderung und eine starke Leistung. Dies hätte auch eine Medaille verdient.»
Für Hürzeler war die lange Wanderung nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine persönliche Erfahrung. Einen Grossteil der Strecke absolvierte er allein. Das Ziel aber erreichte er gemeinsam mit jenen Athletinnen, die ihn überhaupt erst auf diesen Weg gebracht hatten.







