Das Schweizer Trio gewann den Bronze Medal Match gegen Polen klar mit 17:11. Vor allem Jan Lochbihler überzeugte mit hohen Zehnerwerten.
Bereits in der ersten Runde der Qualifikation hatte das Schweizer Trio eine starke Teamleistung gezeigt und sich mit 1315 Punkten und Rang 3 diskussionslos für die zweite Runde qualifiziert. Lochbihler erzielte dabei mit 444 Punkten das beste Schweizer Resultat. Fabio Wyrsch kam auf 441 Punkte. Christoph Dürr büsste stehend einige Punkte ein und beendete die erste Runde mit 430 Zählern.
In der zweiten Runde präsentierte sich das Schweizer Trio deutlich ausgeglichener. Diesmal war Dürr mit 439 Punkten bester Schweizer. Wyrsch erreichte 436 Punkte, Lochbihler 435. Mit dem Total von 1310 Punkten klassierte sich die Schweiz auf Rang 4.
Den Gold Medal Match bestritten Norwegen und Tschechien. Die Skandinavier bezwangen das tschechische Trio knapp mit 17:15.
«Das stärkt das Selbstvertrauen»
Jan Lochbihler zeigte sich nach dem Gewinn der Bronze-Medaille sichtlich entspannt und zufrieden: Besonders die erste Qualifikationsrunde sei ihm sehr gut gelungen. Die zweite Runde sei dagegen deutlich anspruchsvoller geworden. Lochbihler verwies auf die schwierigen Windverhältnisse: «Der Wind war immer vorhanden. Man musste flexibel sein, um mit dem «Wind tanzen» und umgehen zu können.» Dadurch habe er deutlich mehr Risiko eingehen müssen, um weiterhin hohe Treffer zu erzielen. In der ersten Runde sei dies noch einfacher gewesen: «Da konntest du dich auf die Technik fokussieren und dein Ding durchziehen.»
Im Bronze Medal Match, den er liegend schoss, habe von Beginn alles gepasst: «Die Optik und Positionen stimmten. Auch psychisch war ich sehr ruhig.» Dadurch habe er konstant hohe Resultate schiessen können.
Die Bronzemedaille habe für das Team grosse Bedeutung, betonte Lochbihler weiter. Bei den Einzelwettkämpfen habe es ja nicht geklappt mit den Finaleinzügen, mit dem Team liegend wurde man bei den Männern Vierter. Nun könne jeder Elite-Athletin und jeder Elite-Athlet könne nun mit einer Medaille von dieser Europameisterschaft nach Hause reisen. «Das stärkt das Selbstvertrauen und macht einen stolz», sagt Lochbihler.









