Im Gold Medal Match lieferten sich Ekaterina Chenikova, Alina Schmid und Martina Herrli mit dem Trio aus Tschechien ein hochklassiges Duell, das bis in die Schlussserien offen blieb. Beide Teams wechselten sich im Verlauf des Finals mehrfach an der Spitze ab und lieferten sich über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe.
Die Schweizerinnen überzeugten dabei vor allem mit ihrer geschlossenen Teamleistung und hielten dem Druck in einem engen Final stand. In einem über weite Strecken ausgeglichenen Wettkampf setzte sich die Schweiz am Ende mit 16:14 durch und sicherte sich die Goldmedaille.
Der Weg zu Gold verlief wie folgt: Im ersten Teil der Qualifikation erreichten Ekaterina Chenikova, Alina Schmid und Martina Herrli mit 1300 Punkten Rang sechs und qualifizierten sich damit für die zweite Runde. In einem dicht gedrängten Spitzenfeld überzeugten die Schweizerinnen vor allem mit ihrer geschlossenen Teamleistung. Mit 436, 433 und 431 Punkten lieferten alle drei Athletinnen konstante Resultate ab und hielten den Kontakt zu den führenden Nationen.
In der zweiten Qualifikationsrunde schossen sich die drei Juniorinnen eindrucksvoll an die Spitze des Klassements: Mit 1310 Punkten gewann die Schweiz Stage 2 und zog souverän in den Gold Medal Match ein. Das Trio präsentierte sich über alle drei Stellungen hinweg konstant stark und lag bereits nach kniend und liegend an der Spitze des Klassements. Martina Herrli erzielte starke 438 Punkte, Alina Schmid und Ekaterina Chenikova erreichten je 436 Punkte.
Mit Gold im Trio-Wettkampf bestätigen die Schweizer Juniorinnen ihre starken Leistungen im Einzelwettkampf Gewehr 50m Dreistellung mit Rang fünf durch Alina Schmid und Team-Bronze.
EM-Bronze für das Junioren-Trio
Auch die Junioren liessen in ihrem Wettkampf nichts anbrennen: Dorian Saillen, Daniel Zürcher und Lio Wickihalder setzten sich im Bronze Medal Match gegen die Ukraine mit 16:10 durch.
Die Schweizer legten los wie die Feuerwehr und entschieden die ersten drei Serien im Bronze Medal Match klar für sich. Die Ukraine verkürzte zwischenzeitlich nochmals, die Schweiz behielt jedoch die Führung über den gesamten Wettkampf hinweg. Am Ende gewann das Schweizer Junioren-Trio klar mit 16:10.
Bereits in den beiden Qualifikationsrunden hatte die Schweiz einen starken Eindruck hinterlassen. In Stage 1 qualifizierten sich Saillen, Zürcher und Wickihalder mit 1291 Punkten auf Rang vier für die zweite Runde. Besonders im Kniend- und Liegendanschlag gehörte die Schweiz zu den stärksten Teams im Feld. Kleinere Schwierigkeiten stehend verhinderten eine noch bessere Klassierung.
In der zweiten Qualifikationsrunde präsentierte sich das Schweizer Trio nochmals stabiler. Mit 1295 Punkten erreichte die Schweiz Rang drei und zog verdient in den Bronze Medal Match ein. Vor allem liegend überzeugten die Schweizer mit dem besten Teamresultat aller Nationen. Dorian Saillen bestätigte seine starke Form mit erneut 440 Punkten. Auch Daniel Zürcher und Lio Wickihalder lieferten konstante Leistungen ab.
Mit der Bronze-Medaille bestätigen die Schweizer Junioren ihre starken Leistungen im Einzel Gewehr 50m Dreistellung, bei dem nur wenig zu einer Medaille gefehlt hatte.
«Wir haben heute Geschichte geschrieben»
Sichtlich glücklich und stolz sagte Annik Marguet, Leiterin Nachwuchsförderung beim SSV, nach den Wettkämpfen: «Für den Schweizer Nachwuchs ist es wirklich ein historischer Tag.» Vor allem der Gold Medal Match der Juniorinnen gegen Tschechien sei dabei nichts für schwache Nerven gewesen. «Es war unglaublich spannend bis zum Schluss. Wir wussten, dass es in beide Richtungen gehen kann.» Entscheidend sei gewesen, dass die Schweizerinnen auch in den engen Schlussserien dem Druck standhielten und die Ruhe bewahrten.
Marguet ordnet die Erfolge zudem in den bisherigen EM-Verlauf ein. Bereits im Einzelwettkampf hätten die Juniorinnen und Junioren überzeugt: «Wir hatten noch nie zwei Junioren im Dreistellungsfinal an einer EM.» Dazu sei mit Alina Schmid auch bei den Juniorinnen der Finaleinzug gelungen. Mit Gold und Bronze in den heutigen Trio-Wettkämpfen habe der Schweizer Nachwuchs den starken EM-Auftritt schliesslich gekrönt: «Wir haben heute Geschichte geschrieben.»
Für Marguet sind die Resultate nicht zuletzt auch eine Bestätigung der Nachwuchsarbeit des SSV. Bereits im Vorjahr hatte die Schweiz bei den Juniorinnen Gold im Trio gewonnen – damals noch mit einer anderen Teamzusammensetzung. «Das zeigt, dass wir in der Schweiz einen starken Nachwuchs haben und auf dem richtigen Weg sind.»

















