Fédération sportive suisse de tir

Jason Solari brilliert in München mit Weltcup-Silber

Jason Solari zeigte beim ISSF-Weltcup in München (GER) eine überragende Leistung. Der Tessiner gewann im Final Pistole 10m Silber – und bestätigte damit seine Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze.

Bereits in der Qualifikation hatte der aktuelle Weltranglisten-Neunte ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit 586 Punkten und 28 Innenzehnern gewann Solari die Qualifikation vor dem Koreaner So Seung Seob (585).
Der zweite Schweizer, Cédric Grisoni, klassierte sich mit 572 Punkten auf Rang 59.

Im Finale warf Solari eine frühe 8.3 zwischenzeitlich bis ans Ende des Feldes. Aber der Tessiner kämpfte sich eindrücklich zurück. In den entscheidenden Phasen zeigte der Schweizer eine beeindruckende Resilienz und lieferte ein spektakuläres Comeback ab.

Besonders spannend verlief das Duell um die Podestplätze. Kurz vor der Entscheidung lag Solari noch hinter dem Griechen Georgios Gampierakis zurück. Mit einer starken 10.6 konterte der Tessiner jedoch im entscheidenden Moment, während sein Konkurrent nur eine 9.9 erreichte. Damit drehte Solari das Duell noch und stiess unter die letzten drei vor.

Auch danach hielt der Tessiner dem Druck stand. Im Kampf um die Medaillen setzte sich Solari gegen den Taiwanesen Hsieh Hsiang-Chen durch und sicherte sich damit mindestens die Silbermedaille. Im anschliessenden Kampf um Gold erwies sich der Koreaner Hong Suhyeon an diesem Tag jedoch als zu stark. Mit 239.3 Punkten gewann Solari Silber.

«Genau im richtigen Moment»
In der ersten Phase seiner Aufholjagd habe er vor allem eines nicht gewollt: die starke Leistung aus der Qualifikation zunichtemachen, so Solari unmittelbar nach dem Final. Besonders die entscheidende 10.6 gegen den Griechen Georgios Gampierakis sei enorm wichtig gewesen. «Dieser wunderschöne Schuss kam genau im richtigen Moment; sonst habe ich in diesem Final nicht besonders gut geschossen», erklärte der Tessiner.  «Ich war heute nicht gerade ruhig», bilanzierte Solari lächelnd.

«Seine Stärke liegt darin, dass er niemals aufgibt»
«In den letzten Wochen haben Jason und ich dieses Rennen bis ins kleinste Detail geplant, insbesondere im mentelen Bereich», sagt Trainer Mauro Biasca. Und was das Finale angehe: Es sei nicht das erste Mal, dass Jason sich vom achten Platz auf das Podium vorarbeitet – «seine Stärke liegt darin, dass er niemals aufgibt und bis zum Schluss kämpft», hält Biasca fest.

 

 

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