Fédération sportive suisse de tir

Schweizer Männer zeigen Fortschritte

Jan Lochbihler erreichte mit 626.3 Punkten sein bestes Ergebnis mit dem Luftgewehr an einem Weltcup. Das reichte zum ansprechenden 19. Rang. Auch Christoph Dürr schlug sich mit dem 36. Platz achtbar.

Das Schweizer Luftgewehr-Männerteam konnte am Weltcup in New Delhi die Fortschritte, die in den letzten Wochen und Monaten gemacht wurden, bestätigen. Sowohl Jan Lochbihler (Holderbank SO) als auch Christoph Dürr (Gams SG) schnupperten an einem Finalplatz, zogen aber auch den einen oder anderen schwächeren Schuss ein. Lochbihler begann mit 104.0 und 105.2 Punkten stark. Eine 9.5 in der dritten Serie sowie zwei weitere Neuner in der vierten Serie warfen ihn aber zurück. Doch der Solothurner gab sich nicht auf: Mit 105.4 und 104.2 schoss er auf hohem Niveau aus. Die 626.3 Punkte – das beste Total, das Lochbihler im Weltcup je erreichte – brachten ihn in einem Weltklassefeld auf den 19. Rang. Auf einen Finalplatz fehlten ihm 2.1 Zähler. Bester Schütze in der Qualifikation war Liu Yukun (CHN) mit 630.1 Zählern. Auch Christoph Dürr zeigte deutliche Aufwärtstendenz. Er startete den Wettkampf mit 105.2 Punkten und schoss auch in den folgenden drei Serien konstant mehr als 104 Zähler. Mit 102.5 Punkten in der sechsten Serie büsste er ein paar Ringe und ein paar Ränge ein. Mit einem Total von 624.2 reihte er sich auf dem 36. Rang ein. Daniel Burger, Leiter Spitzensport beim SSV, war mit der Leistung seiner beiden Schützlinge entsprechend zufrieden: «Die Richtung stimmt, wir tasten uns immer mehr an die Weltspitze heran.»

Zur absoluten Weltspitze gehört seit vielen Jahren der Russe Sergey Kamenskiy. Das bewies er im Final einmal mehr. Er siegte mit 249.4 Punkten deutlich vor Qualifikationssieger Yukun mit 247.0. Auch Bronze ging an China: Hui Zicheng verwies den Österreicher Martin Strempfl auf den vierten Rang.

Erfreuliches gibt es auch von den Schweizer Gewehrschützinnen zu berichten. Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE), Petra Lustenberger (Rothenburg LU) und Nina Christen (Wolfenschiessen NW) haben sich für den Dreistellungswettkampf Gewehr 50m qualifizieren können. Beste Schweizerin war Vanessa Hofstetter, die in der ersten Ablösung der Elimination mit 1166 Punkten den 14. Rang belegte. Nina Christen musste ebenfalls nie um die Qualifikation für den Hauptwettkampf bangen. Mit 1161 Punkten belegte sie in der zweiten Ablösung den 18. Rang. Nicht nach Wunsch lief es Petra Lustenberger. Sowohl kniend als auch liegend konnte sie ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Stehend machte sie aber entscheidende Ränge gut. Mit 1149 Punkten und Platz 31 in der zweiten Ablösung wird aber auch sie am Dienstag, 26. Februar, antreten können. (van)

 

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