Federazione sportiva svizzera di tiro

Siege in der Einzel- und in der Teamwertung

Dem Schweizer 300m-Team ist der Auftakt am Europacup in Lahti (FIN) optimal gelungen: Gilles Dufaux siegte mit dem Standardgewehr 3x20. Das Team mit Dufaux, Rafael Bereuter und Sandro Greuter gewann auch die Mannschaftswertung. Silvia Guignard doppelte im Dreistellungsmatch Gewehr 300m nach. In einer packenden Entscheidung holte sie den dritten Schweizer Sieg an einem Tag.

Doppelter Grund zur Freude für das Schweizer 300m-Team. Zum Auftakt des Europacups Gewehr 300m in Lahti (FIN) gab es für die Schweiz zweimal Gold. Gilles Dufaux (Granges-Paccot FR) behielt im Wettkampf Standardgewehr 3x20 die Oberhand. Die Grundlage für den Sieg legte Dufaux mit 198 Punkten in der Kniend-Stellung. In den 20 Liegend-Schüssen hielt er die Konkurrenz in Schach. Stehend konnten Aleksi Leppä (FIN) und Peter Sidi (HUN) zwar etwas aufholen. Doch die Reserve von Dufaux war genügend gross. Er siegte mit 581 Punkten vor Sidi und Leppä mit je 579 Zählern. Auch die beiden anderen Schweizer vermochten zu überzeugen. Rafael Bereuter (Buttwil AG) verpasste das Podest nur um zwei Punkte und wurde Vierter. Sandro Greuter (Heiligkreuz SG) folgte mit 571 Zählern auf dem 7. Rang. Dabei waren die Bedingungen in Lahti nicht einfach. «Der Wind hat ständig die Richtung gewechselt», sagt Marcel Ackermann. Der frühere Liegend-Spezialist ist in Finnland erstmals als Trainer und Betreuer für den SSV im Einsatz. «Auch die Lichtverhältnisse waren schwierig. Ab der Mitte des Wettkampfs lagen die Scheiben halb in der Sonne und halb im Schatten.»

Angesichts der drei starken individuellen Leistungen ist es nicht verwunderlich, dass die Schweiz auch die Teamwertung für sich entscheiden konnte. Dufaux/Greuter/Bereuter hatten zusammen 1729 Punkte geschossen, 5 Zähler mehr als die Finnen. Weitere Teams waren nicht am Start.

Was die Männer können, können die Frauen schon lange: Silvia Guignard (Zürich) kämpfte im Dreistellungsmatch (3x40) Gewehr 300m bei schwierigsten Bedingungen um jeden Punkt. «Der Wind war extrem stark und schnell wechselnd», berichtet Marcel Ackermann. «Das war ein super Job von Silvia.» In der Tat: Die routinierte Zürcherin hatte nach den Kniend- und Liegend-Passen fünf Punkte Rückstand auf die Polin Karolina Kowalczyk. Dann blies sie zur Aufholjagd. Mit 378 Punkten stehend fing sie die Polin noch ab und siegte mit 1149 Zählern, einem Punkt mehr als Kowalczyk. Dahinter tat sich eine grosse Lücke auf. Die Estin Liudmila Kortshagina auf Rang 3 hatte einen Rückstand von 26 Punkten auf Silvia Guignard. Myriam Brühwiler (Mörschwil SG) zeigte in Lahti ebenfalls eine gute Leistung. Ihre 1120 Punkte reichten zum 5. Rang. (van)